Glücksbringer für 2011

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Glücksklee für Silvester selbst ziehen

Seit langem gelten vierblättrige Kleeblätter als Glücksbringer. In unseren Breiten ist es zur Tradition geworden, zum Beginn des neuen Jahres kleine Töpfchen voller vierblättriger Kleeblätter zu verschenken. Frei nach dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“ kann jeder zum Gärtner des Glücks werden, denn Glücksklee lässt sich ganz einfach selbst heranziehen.

Glücksklee muss man nicht kaufen

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Woher kommt Glücksklee eigentlich?

Vierblättrige Kleeblätter symbolisieren in unseren Breiten nicht zuletzt deshalb das Glück, weil es bereits eine glückliche Fügung ist, eines zu finden. Unser einheimischer Weißklee wie auch der Wiesenklee besitzen üblicherweise drei Blätter; ein vierblättriges Kleeblatt ist daher die große Ausnahme und quasi ein „genetischer Fehler“.

Der Glücksklee, der zuverlässig auf jedem Stängelchen vier Blätter trägt, ist ein Einwanderer aus Mexiko. Er gehört zu den Sauerkleegewächsen, trägt den botanischen Namen Oxalis deppei und ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze mit einer Wuchshöhe von etwa 20 Zentimetern.

Nicht allein die Anzahl der Blätter auch seine Blattfärbung unterscheidet ihn von den hier beheimateten Sauerkleearten. Und wie bei einem Südländer nicht anders zu erwarten, ist dieser Klee nicht winterhart.

Glücksklee selbst ziehen

In Gartenzentren wie auch im Internet finden sich zahlreiche Anbieter für Samen und Zwiebeln zum Heranziehen von Glücksklee. In Geschenkboutiquen wie auch in Läden, die auf Dekorationsartikel spezialisiert sind, werden die Zwiebeln oft im Paket mit dekorativen Pflanzgefäßen und Substrat angeboten.

Während der Keimphase sind ausreichend Licht und Wasser sowie Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius ideal. Vor Zugluft sollte der Glücksklee geschützt werden. Die Keimzeit der Zwiebeln beträgt zwischen ein und zwei Wochen. Sobald die ersten Triebe sprießen, sollte zurückhaltender gegossen werden und eventuell ein kühlerer Platz gewählt.

Weiterkultur und Pflege

Im Winter mag der Glücksklee einen hellen, kühlen Platz, der aber frostfrei sein muss. Licht kann er gar nicht genug bekommen, trockene Heizungsluft hingegen verträgt er nicht besonders gut. Eine andere Möglichkeit ist es, den Glücksklee nach Silvester eintrocknen zu lassen.

Dann bilden sich die Blätter zurück; die Knollen können kühl und trocken überwintert werden. Sobald kein Frost mehr droht, kann der Glücksklee in den Garten umziehen. Er bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort ohne stauende Nässe. Es bilden sich neue Blätter und Ende Juni beginnt der Glücksklee zu blühen.

Bis in den Herbst hinein erfreuen die zarten Blüten deren Farben je nach Sorte von weiß über blassrosa bis purpurrot variieren. Im Herbst wird entweder der Wurzelstock mitsamt Nebensprossen ausgegraben und trocken überwintert oder Pflanzgefäße mit Glücksklee erhalten einen kühlen, hellen Platz für die Wintersaison.

Dekorationsideen

Ob die kleinen Glückskleetöpfchen tatsächlich Glück bringen, sei dahingestellt. Allein die Idee, das Glück in kleinen Töpfen zu züchten, stimmt heiter. Und als Geschenk sind Glücksbringer immer willkommen. Anstelle des üblichen Schornsteinfegers lassen sich an Bildhaltern oder Holzstäben befestigte persönliche (Glück-)Wünsche in den Topf stecken.

Abgesehen davon eignen sich Töpfe und Schalen mit Glücksklee hervorragend zum Dekorieren. Ihr frisches Grün belebt die dunklen Wintermonate. Glücksklee kann zwischen anderen Zimmerpflanzen platziert werden, oder aber in ausgesuchten Gefäßen als Solitär wirken.

Besonders dekorativ ist er in Kombination mit weiß und rot. Auch in kleinen Körben oder rustikalen Holzkästen macht er eine gute Figur.

Fazit:

Mit selbstgezogenem Glücksklee kann jeder Hobbygärtner sich und andere erfreuen. Die Freude an diesen dankbaren, dekorativen Pflänzchen hält weit über den Jahreswechsel hinaus an. Manchmal tröstet der Glücksklee sogar darüber hinweg, dass nicht alle guten Wünsche der Silvesternacht sich erfüllt haben.

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jutta giersig sagt am 12.01.2011 19:04
Welche Topfgröße sollte man für den Glücksklee wählen? Wie sollte man gießen, gut feucht oder so dass die Erde eher trocken ist?
Annika von Gartenwelt.de sagt am 13.01.2011 10:30
Hallo Jutta, toll dass Du nachfragst! Die meisten Leute werfen diese tolle Pflanze nach Silvester einfach weg. Dabei kann der Glücksklee bei guter Pflege zu einem mehrjährigen Blickfang mit Blüten auf Deiner Fensterbank oder sogar im Garten werden. Der Topf selbst sollte nicht zu klein sein. Je nachdem wie viele Stängel Du hast, wähle Deinen Topf eher großzügig. Zum Thema gießen: Der Glücksklee sollte nicht zu feucht gehalten werden. Gieße ihn erst, wenn die oberste Schicht Erde trocken ist. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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