Pflanzen und Blumen

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Sichtschutz mit Dornröschens Hilfe

Heckenrosen sind eine echte Alternative zum eintönigen Formschnitt-Einerlei. Die Auswahl geeigneter Sorten ist nahezu unüberschaubar - es gibt für nahezu jeden Anspruch die passende Rose. Bei relativ geringem Pflegeaufwand bekommt man neben Sichtschutz und Absperrfunktion auch noch reichlich Duft und Farbe. Und ihr ökologischer Nutzen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Eine blühende Hecke für Dornröschen

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Gute Planung ist alles

Bevor Du eine Auswahl aus dem schier unermesslichen Angebot an Rosen-Sorten triffst, solltest Du - wie bei allen anderen Pflanzungen auch - vor dem Kauf die Gegebenheiten deines Gartens berücksichtigen:

  • Welchen Boden hat Dein grünes Paradies, wie sind die Lichtverhältnisse?
  • Soll die Hecke eher wildromantisch-wuchernd oder lieber etwas strenger ausfallen?
  • Wie hoch darf das Endergebnis werden?
  • Legst Du Wert auf schöne Herbstfärbung des Laubes, hast Du bestimmte Vorlieben bei der Blütenfarbe?
  • Möchtest Du viele Hagebutten?

Als Entscheidungshilfe lohnt sich auch ein Besuch in Ausstellungsgärten oder Rosarien. Es lohnt sich auch, das Internet oder Versandkataloge größerer namhafter Rosenbaumschulen zu durchforsten, wenn Du nicht nur "Allerwelts-Sorten" einsetzen willst.

Welche Sorte eignet sich am besten?

Empfehlenswerte Sorten sind z.B. die Leander-Gruppe von Austin, Alba-Rosen, aber auch Park- oder Strauchrosen wie Westerland, Schneewittchen, Grand-Hotel, wenn die Pflanzung hoch werden soll. Niedriger bleiben die alten Remontant-Rosen. Bis auf die klassischen Teehybriden kann man jedoch nahezu alle Rosen für eine Hecke verwenden.

Die verschiedenen wildrosenarten sind ziemlich anspruchslos und meist sehr frosthart sind, können allerdings mit ihrer Neigung zur Ausläuferbildung (besonders Rugosa- und Pimpinellifolia-Sorten) sehr dominant werden. Historische Rosen bieten herrliche Blüten, blühen aber nur einmal.

Mehrfach blühende Strauch- oder Parkrosen lassen sich vielseitig einsetzen. Wenn Du veredelte Rosen möglichst tief pflanzt, brauchst Du keine Angst vor wuchernden Wurzelausläufern zu haben. Dabei muß die Veredelungsstelle mindestens zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen.

Ist bereits eine Hecke vorhanden, die Du optisch etwas auflockern und ökologisch verbessern willst, ersetze einfach einige der Pflanzen durch starkwüchsige Rosen wie etwa "Scharlachglut", Rosa moyesii oder rosa macrophylla.

Geschnittene Hecken

Für die Pflanzung einer formalen Rosenhecke gilt ähnliches, wie für alle anderen Hecken auch: Eine einfache Reihe mit etwa 45cm Abstand zwischen den Pflanzen bleibt schmaler. Willst Du eine wirklich dichte Barriere, pflanze die Rosen versetzt in einer Doppelreihe mit jeweils etwa 60cm Abstand.

Damit Du nicht nur sperrige Einzeltriebe, sondern eine buschige Hecke bekommt, mußt Du die Pflanzen im ersten und zweiten Jahr kräftig zurückschneiden, damit sich viele neue Triebe aus der Basis entwickeln. In den Folgejahren hältst Du die Hecke mit einem einmaligen Schnitt in Form. Du kannst hierfür getrost die Heckenschere benutzen, idealerweise nach der ersten Blüte.

Freie Hecken brauchen Platz

Unübertroffen in ihrer Üppigkeit und ideal für Pflegemuffel sind frei wachsende Hecken, bei der die Schere nicht allzu oft zum Einsatz kommt - allerdings haben solche Anpflanzungen einen erheblichen Platzbedarf und eignen sich daher weniger für den Reihenhausgarten.

Neben den bereits erwähnten zahllosen Wildrosenarten sind hier Moschata-Hybriden, Zentifolien, Rugosa-Hybriden und Gallica-Rosen sehr geeignet. Ein Pflanzabstand von 60 bis 90 cm ist für diese wuchskräftigen Exemplare angemessen, wobei auch hier im ersten Jahr ein kräftiger Sommerschnitt nach der Blüte ein dichtbuschiges Wachstum fördert.

Später entfernst Du lediglich alte oder tote Triebe. Ramblerrosen können eine platzsparende Alternative sein. Du pflanzt sie an einen stabilen Maschendrahtzaun und windest die jungen Triebe horozontal am Zaun entlang. Nach zwei bis drei Jahren kannst Du die nun dicht zugewachsenen Seiten im Abstand von etwa 25cm zum Zaun trimmen.

Im Winter großzügig mulchen

Ausser dem jährlichen Beschneiden besteht die Pflege lediglich darin, nach dem Laubfall möglichst alle Blätter mit dem Rechen zusammenzuharken - auf dem Boden verbliebenes Laub ist ein idealer Überwinterungsort für Pilzsporen.

Danach solltest Du gut verrotteten Stallmist oder Kompost ausbringen. Diese etwa zehn Zentimeter dicke Mulchschicht sorgt für die Feuchterhaltung des Bodens und gibt zu gegebener Zeit die für eine schöne Blüte und gesundes Wachstum notwendigen Nährstoffe frei.

Fazit:

Mit etwas Gedult, einer guten Heckenschere und Lederhandschuhen mit langen Stulpen ist die Pflege von Heckenrosen ein Klacks. Jetzt musst Du Dich nur noch für die richtige Sorte entscheiden!

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