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Den Mondkalender für den eigenen Garten nutzen

Kann der Mond das Wachstum unserer Pflanzen beeinflussen? Unsere Vorfahren sagen: ja. Doch auch die moderne Wissenschaft hat einen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und dem Gedeihen von Pflanzen feststellen können.

Der Mond als Gartenhelfer

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Ein altes Brauchtum

Seit Jahrtausenden richten die Menschen ihren Blick fasziniert zum Himmel und haben dabei entdeckt, dass der Stand des Mondes das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen beeinflusst. Ihre Beobachtungen haben unsere Vorfahren bei der Garten- und Feldarbeit berücksichtigt, haben experimentiert und ihre Erfahrungen weiter gegeben. Wir können es ihnen nachtun, indem wir ihre Empfehlungen nutzen und kreativ anwenden.

Alles Humbug?

Inzwischen bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen bestimmte Einflüsse der Mondphasen auf die Pflanzenwelt. So konnten Wissenschaftler einen Wachstumsschub untersuchter Pflanzen bei Vollmond beobachten. Ebenfalls nachgewiesen ist ein Zusammenhang zwischen auf- und absteigenden Säften der Bäume und den Mondphasen.

Der Mond als Wetterfrosch

Bauern und Landwirte wissen, wie wichtig das Wetter für eine erfolgreiche Ernte ist. Daher beobachten sie seit jeher sehr genau, wie sich das Wetter entwickelt. Dabei fällt auf, dass bestimmte Wetterphänomene unmittelbar mit dem Mond zusammenzuhängen scheinen.

So besagt eine bekannte Bauernregel, dass sich um den Neumond herum das Wetter oft ändert. Naturverbundene Gärtner glauben, dass es an den Tagen kurz vor oder kurz nach Neumond und Vollmond häufiger regnet. Meteorologen bestreiten allerdings einen Einfluss des Mondes auf das Wetter.

Die Mondphasen und ihr Einfluss auf die Pflanzen

Verlässlich bewegt sich der Mond im immer gleichen Rhythmus um die Erde. Abhängig von der Stellung von Sonne, Mond und Erde zueinander, gibt es im Verlauf von 28 Tagen vier unterschiedliche Mondphasen. Dem nur schwach erhellten Neumond folgen zwei Wochen, in denen der Mond zunimmt, bis er sich als Vollmond am Himmel präsentiert.

In den darauf folgenden zwei Wochen nimmt unser Begleiter wieder ab, wird schließlich wieder zum Neumond. Der Neumond wird von vielen naturverbundenen Gärtnern als Sammeln von Kräften für einen Neuanfang interpretiert und als besonders geeignet für alle Maßnahmen, welche die Regeneration von Pflanzen fördern.

Während der Mond zunimmt, steigen die Pflanzensäfte auf, weshalb diese Phase positiv auf alles wirkt, was über der Erde wächst. Bei Vollmond sind Pflanzen besonders aufnahmefähig für Nährstoffe. Nimmt der Mond ab, ziehen sich die Pflanzensäfte in die unterirdischen Teile zurück – der perfekte Zeitraum zum Säen und Pflanzen von allem, was unterhalb der Erdoberfläche gedeiht.

Der Stand des Mondes in den verschiedenen Tierkreiszeichen

Auf seiner Reise um die Erde „durchwandert“ der Mond die einzelnen Sternzeichen am Himmel. Gärtner, die den Mondkalender anwenden, richten sich nicht nur nach den Mondphasen. Sie achten auch darauf, in welchem Tierkreiszeichen der Mond sich befindet, wobei jedem der Zeichen bestimmte Einflüsse zugeschrieben werden.

Darüber hinaus werden die zwölf Tierkreiszeichen mit den Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft in Verbindung gesehen. Die Zeichen Widder, Löwe und Schütze gehören zum Feuer und gelten als Fruchttage, die das Ausreifen von Früchten unterstützen.

Dem Element Erde werden die Sternzeichen Steinbock, Stier und Jungfrau zugeschrieben, die als Wurzeltage das Wachstum der Wurzeln begünstigen. Fische, Krebs und Skorpion sind dem Element Wasser zugehörig und wirken als Blatttage positiv auf die Entfaltung des Blattwerks. Mit dem Element Luft werden Waage, Zwillinge und Wassermann verknüpft. Tage, an denen der Mond in einem dieser Zeichen steht gelten als Blütentage.

Einige weitere wichtige Regeln des Mondkalenders

  • Bei abnehmendem Mond sollte gesät und gepflanzt werden, was nach unten wächst; bei zunehmendem Mond hingegen all das, was nach oben strebt.
  • Für einen kräftigenden Rückschnitt kranker, unterentwickelter oder kümmerlich wachsender Pflanzen ist ein Neumondtag besonders geeignet.
  • Die größte Heilkraft sollen Kräuter besitzen, die bei Vollmond gesammelt worden sind.
  • Bei Neumond gemähtes Gras wächst schnell nach, an Vollmond gemähtes langsam.

Seinen Mondkalender finden

Jährlich erscheinen diverse Mondkalender auf dem Buchmarkt, die oft auch Hinweise enthalten, welcher Tag für bestimmte Gartenarbeiten besonders geeignet ist. Darüber hinaus gibt es verschiedene Mondkalender im Internet, mit denen sich der Stand des Mondes an jedem ausgewählten Tag mühelos herausfinden lässt.

Fazit:

Wer bei Arbeiten im eigenen Garten den Mondkalender berücksichtigt, wird erstaunliche Erfahrungen machen. Vielleicht findet der eine oder andere sogar Spaß daran, seine Beobachtungen zu notieren. Denn dem überlieferten Erfahrungswissen verdanken wir letztlich die nützlichen Hinweise darauf, wie sich der Stand des Mondes auf das Gedeihen unserer Pflanzen auswirkt.

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Martina sagt am 19.12.2010 16:22
Ich richte mich auch seit vielen Jahren nach den Mondkalender, nicht nur bei der Gartenarbeit. Die Angaben und Erfahrungen in diesem Artikel kann ich nur bestättigen. Persönlich habe ich bisher den Lutzis Mondkalender verwendet, werde aber ab 2011 den Romanus-Mondkalender verwenden.

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