Pflanzen und Blumen

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Die mächtige Heilpflanze Beifuß

Beifuß, oder auch Artemisia vulgaris, gehört in jedes Kräuterbeet. Schon bei den alten Germanen galt der Korbblüter als mächtige Pflanze. Tatsächlich vermag es, viele Leiden zu lindern.

Beifuß, Saat des mythischen Krautes

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Vorkommen und Beschreibung

Dieses eigentlich sehr schlichte Gewächs, welches wild wachsend an vielen Feldrändern oder auch an Bachufern vorkommt, trägt viele Namen. Beifuß ist unter anderem auch als Besenkraut, Gänsekraut, Wermut oder Wilder Wermut bekannt. Vor allem braucht es einen nährstoffreichen Boden.

Das krautähnliche Gewächs hat dunkelgrüne Blätter und eine filzartige Unterseite. Sie sind fliederteilig, 2,5 bis 5 Zentimeter lang und sehr fest. Von 60 Zentimeter bis zu 2 Meter hoch kann die Pflanze werden und besitzt kleine, graugelbe Blüten, deren Blützeit zwischen Juli und September angesetzt ist. Die Stängel haben eine spärliche Behaarung und stehen meist aufrecht.

Aussaat, Pflege und Ernte

Da man es so häufig in der Natur antrifft, ist schon ersichtlich, dass die Pflanze nicht übermäßig viel Pflege braucht. Den Samen vom Baumarkt oder aus der Natur, kannst Du ab Februar, in einem Topf mit nährstoffreicher Erde, vorziehen. Zwischen April und Mai, musst Du es dann im Freiland, also auf ein einem wilden Kräuterbeet, anpflanzen.

Alternativ kannst Du das Kraut auch im Herbst oder Frühling durch Wurzelteilung vermehren. Von da an verlangen die Kräuter nicht viel Pflege, außer dem gelegentlichen Gießen. Zwischen Juli und September ist Erntezeit.

Die Triebspitzen kannst Du abschneiden, solange die Blütenkörbchen des Krautes noch zu sind. Sind die Blüten erstmal offen, erhalten die Blätter einen unangenehmen bitteren Geschmack, was sie als Gewürz unbrauchbar macht. Die Wurzel wird im Spätherbst geerntet.

Heilsame Wirkung für alternative Medizin und Forschung

Der Korbblüter ist heute zwar nicht mehr in der Schulmedizin anzutreffen, aber in der alternativen Hausapotheke, gesundheitsbewusster Gärtner sehr wohl. Naturheilkundler wissen um die appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung. Zudem ist es krampflösend und lindert Menstruationsbeschwerden.

Gerade in der Frauenheilkunde hat es Bedeutung. Dabei wird aus dem Beifuß vor allem Tee hergestellt. Dieser kann unter anderem gegen Wurmbefall helfen und wirkt harntreibend. Damit lassen sich auch Wassereinlagerungen in Beinen verringern. Aber auch äußerlich angewendet beweist sich der Beifuß. Er wirkt dann entzündungshemmend.

Des Weiteren gilt es auch als Heilmittel bei: Leberleiden, Durchfall, Epilepsie, Schwindsucht, Steinleiden, Mundgeruch, Schlafstörungen und Gallenleiden.
In der Forschung spielt der Bestandteil des einjährigen Beifuß Artemisia annua "Artemisinin" eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung von Malaria.

Verwendung als Gewürz

Beifuß ist nicht nur gesund und ein natürliches Heilmittel, sondern auch in der Küche willkommen. Vor allem bei sehr fetten und schweren Speisen, bietet sich das Kraut für die Zubereitung an, da es bei der Verdauung hilft.

Es verträgt sich gut mit Zwiebeln, Pfeffer und Knoblauch, sowie bei Gerichten mit Geflügel, Schweinefleisch, Hammel, Makrele, Aal und Hering. Das Kraut breitet sein Aroma nur aus, wenn die Blütenrispen direkt im Kochsud mitgekocht werden.

Blick in die Mythologie

Wie schon erwähnt, maßen die Germanen dem Kraut eine hohe Bedeutung bei. Zu ihren Sonnenwendfeiern trugen sie das Gewächs am Gürtel. Es sollte das nächste Jahr vor Dämonen und Krankheiten schützen.

Ähnliches galt im Mittelalter, als Bestandteil vieler magischer und alchemistischer Rezepturen war. Daneben findet sich das Kraut auch heute noch in vielen esoterischen Mixturen gegen Müdigkeit und im Volksglauben zum Abhalten von Blitzen, indem es am Dachfürst angebracht wird.

Fazit:

Beifuß ist ein besonders wirkungsvolles Mittel gegen Nierenleiden, Magen-Darmbeschwerden, Nervenleiden, Frauenbeschwerden und wirkt reinigend. Es ist einfach im Topf zu ziehen und dann im Garten anzupflanzen. Die Ernte des bescheidenen Krautes findet im Herbst statt. Beifuß ist ein Muss für Deinen Kräutergarten.

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