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Erst Lichtertraum, dann Gartenbaum

"Alle Jahre wieder" überlegt der weihnachtlich gestimmte Gartenfreund, ob es diesmal nicht doch ein Christbaum im Topf sein soll. Der könnte dann auch nach den Festtagen mit seinen "grünen Blättern" den Garten bereichern. Das Angebot ist groß, aber wenn der von Lametta und Kugeln wieder befreite Tannenbaum eine Überlebenschance haben soll, gibt es einiges zu beachten.

Nach der Bescherung raus an die frische Luft

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"Wildern" verboten

Vieles, was Du in der Adventszeit angeboten bekommst, ist zwar ein Weihnachtsbaum im Blumentopf. Oft genug ist das gute Stück aber mit vielen zu kleinen, gekappten Wurzelballen auf den Markt gekommen, hat bis zum Verkauf nicht genügend Wasser erhalten und dementsprechend kaum Aussichten, nach der Bescherung irgendwo wieder anzuwachsen.

Besser suchst Du Dir das Prachtstück in einer Baumschule aus, wo er entweder frisch gehoben wird oder einen entsprechenden, in Tuch gewickelten Ballen hat. Hier findest Du meist auch eine deutlich größere Auswahl vor. Dass Du nicht einfach mit geschultertem Spaten in den Tannenforst ziehen darfst, um dort ein Bäumchen auszugraben, versteht sich von selbst.

Nur wenige Tage in der guten Stube

Solltest Du zu den Menschen gehören, die ihren Christbaum wochenlang in der guten Stube haben möchten, ist der Baum im Topf praktisch schon zum Eingehen verurteilt, denn der extreme Temperaturwechsel "schafft" zwangsläufig jedes Freiluftgewächs.

Idealerweise stellst Du Deinen Baum erst an Heiligabend im Haus auf - besser nicht gerade beim Kamin oder nahe an einem Heizkörper - und pflanzt ihn spätestens an Neujahr an Ort und Stelle ein.

Ist der Boden dann noch gefroren, lass ihn bis zum endgültigen Einpflanzen in einem mit viel feuchter Komposterde gefüllten Mörtelkübel an einem geschützten Platz abwarten.

Wasser marsch!

Solange Dein Christbaum im Haus ist, braucht er natürlich entsprechende Wassergaben, denn in der beheizten Wohnung verdunstet reichlich Feuchtigkeit. Die Praxis zeigt, dass kleinere Bäume (bis 1,50 Meter) eine deutlich bessere Chance haben, die Feiertage im Haus zu überstehen und später trotzdem draußen wieder Fuß zu fassen.

Rotfichten, Kiefern und Douglasien sind dabei übrigens aussichtsreiche Kandidaten. Nordmanntannen stehen als geschnittene Christbäume ganz oben auf der Beliebtheitsskala, weil sie weniger pieksen und weniger nadeln - für die spätere Auspflanzung haben sie sich aber deutlich schlechter bewährt als ihre oben genannten Artgenossen.

Vor dem Kauf gut planen

Schon vor dem Kauf solltest Du Dir überlegen, wo Dein Christbaum nach der Bescherung weiterwachsen soll. Das kann der eigene Garten sein - dann muss er zum vorhandenen Bestand und entsprechend seiner späteren Größe zum Grundstück passen.

Hast Du kein eigenes Grundstück, möchtest das Bäumchen aber dennoch auspflanzen, sprich vorab mit den Waldeigentümern oder Förstern in Deiner Nähe. Die sagen Dir dann auch, welche Sorten sie in ihrem Revier haben wollen und wo Du Deinen Baum platzieren darfst. Du hast dann später immer ein schönes Ziel für Spaziergänge, um "Deinen" Baum zu besuchen und seine Entwicklung zu verfolgen.

Das Auspflanzen funktioniert genauso wie bei allen anderen Gehölzen und verbrennt Plätzchen- und Gänsebraten-Kalorien: Hebe ein reichlich großes Pflanzloch aus - etwa doppelt so tief und breit, wie der Wurzelballen ist.

Bedecke den Boden des Pflanzlochs mit guter Komposterde, entferne das eventuell um den Ballen gewickelte Pflanztuch, setze den Baum gerade ein, fülle Erde nach und trete den Ballen vorsichtig fest.

Ein ordentlicher Wasserguss zum Einschlämmen ist eine gute Starthilfe, eine Handvoll Hornspäne ebenso. Wenn das Wasser versickert ist, füllst Du das Pflanzloch bis zum Bodenniveau auf.

Und wenn Du Dein Bäumchen beim Schmücken für's Weihnachtsfest schön herausputzt, mach nicht den Fehler, den Leittrieb oben für die glitzernde Christbaumspitze zu kappen - sonst bekommst Du später eine Doppelspitze...

Fazit:

Ein Christbaum im Topf ist eine tolle Idee und ermöglicht, bei entsprechender Vorplanung, nach dem Fest den eigenen Garten oder das Revier eines Försters zu verschönern.

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