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Dschungelaufenthalt in Australien - Zwischen blauem Himmel und grüner Hölle

Im Januar ist es wieder soweit. Zehn mehr oder minder bekannte Persönlichkeiten aus dem Showbusiness wagen die Reise nach Australien. Dort wartet das berüchtigte "Dschungelcamp" auf neue Kandidaten ohne Schmerzgrenze! Giftige Pflanzen und wilde Tiere sorgen dann wieder für so manchen Schreckmoment. Echte Gefahren - oder alles nur Show? Wir haben für Euch hinter die Kulissen geschaut!

Hinter den Kulissen...

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Australien - Natur pur!

Der faszinierende Kontinent auf der Südhalbkugel verfügt über eine schier endlose Artenvielfalt. 20.000 heimische Pflanzenarten sowie Kängurus, Wombats, Schlangen und Krokodile locken alljährlich zahllose Touristen nach Australien.

Ein perfekter Ort für Abenteurer! Grün, wild und vielleicht auch gefährlich? Zumindest so spannend, dass ein deutscher Fernsehsender regelmäßig Prominente in das sogenannte "Dschungelcamp" schickt.

Das Dschungelcamp - einmal grüne Hölle und zurück

Angeblich mitten im australischen Dschungel gelegen, bietet das Camp ideale Voraussetzungen für die sogenannten "Dschungelprüfungen". Wettbewerbe jenseits der Schamgrenze und fernab des grünen Daumens.

So müssen Kandidaten beispielsweise Käfer verspeisen oder sich in Eimern voller Maden und Gülle suhlen. Ihr ständiger Begleiter: Die Gefahr! Doch wie giftig und gefährlich ist Australiens Flora und Fauna wirklich?

Die Pflanzenwelt des Dschungelcamps

Während in deutschen Gärten dornige Rosen oder leicht zu übersehende Maulwurfshügel lauern, betreibt der australische Gartenfreund ein durchaus lebensgefährliches Hobby. Die grüne Gefahr heißt "Dendrocnide moroides". Übersetzt: Die "Australische Brennnessel".

Ein bis zu 5 Meter hoher Baum mit herzförmigen Blättern, komplett übersät mit giftigen Brennhaaren. Die am stärksten hautreizende Pflanze der Welt. Im schlimmsten Fall kann der monatelang anhaltende Juckreiz zum Tod führen! Allerdings ist "Dendrocnide moroides" auch ein kulinarischer Leckerbissen.

Wer es schafft, die roten Beeren der Brennnessel von ihren gefährlichen Haaren zu befreien, darf sich daraus ein leckeres Mahl bereiten. Hoffentlich bleiben die Kandidaten des Dschungelcamps zumindest von dieser Prüfung verschont!

Etwas weniger gefährlich, aber immer noch extrem giftig, ist der "Giant Stinging Tree". Bis zu 40 Meter hoch kann der Baum werden, dessen Blattunterseiten nesselartig behaart sind. Angeblich soll alleine herabtropfender Regen für wochenlange Hautreizungen sorgen.

Ähnliche Gefahr von oben liefert der "Gympie-Baum". Dort fallen regelmäßig Brennhaare von den Blättern, jungen Stielen und Früchten herab. Doch bitte schaut bei Eurem Australien Besuch nicht nur nach oben. Die wirklich giftigen Gefahren lauern nämlich auf dem Boden!

Vielbeinige Gefahr - die Tierwelt Australiens

Egal ob zu Lande, im Wasser oder in der Luft. Australiens Tierwelt bringt euch fast überall in Lebensgefahr! 14 der 20 weltweit giftigsten Schlangenarten leben "Down Under", wie der Kontinent gerne auch bezeichnet wird.

So lähmt das Gift eines "Inland-Taipans" sofort das Zentralnervensystem und zerstört die roten Blutkörperchen. Zum Glück gibt es inzwischen ein Gegengift. Davor verlief der Biss der Schlange immer tödlich.

Nicht weniger heikel gerät der Kontakt mit sogenannten "Trichternetzspinne", deren Biss schon nach Minuten zum Tode führt. Bei einer Begegnung solltet Ihr Euch aber bitte nicht durch einen Sprung ins kühle Nass retten!

Dort warten nämlich neben Haien und Krokodilen auch die glibberigen "Seewespen" auf euch. Diese bläulich schimmernden Quallen können durch ihre Tentakel schlimme Krämpfe bis hin zum Herzversagen auslösen.

Wer ins Dschungelcamp zieht, sollte also nicht zimperlich und gut vorbereitet sein. In Australien steckt der Teufel nämlich sogar im Detail! So leben hier die giftigsten Zecken der Welt. Ohne passende Zange und fachgerechte Entfernung (Zecke immer mit Kopf entfernen und Wunde sofort desinfizieren), kommt es nach 12 bis 24 Stunden zu ersten Lähmungserscheinungen.

Wie gut, dass die Kandidaten des Dschungelcamps über einen riesigen Betreuer-Stab inklusive Leibarzt verfügen. Ob der nach einem Angriff der "Kegelschnecke" noch hilft, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Das Tier verschießt kleine Giftpfeile, die sogar durch Kleidungsstücke dringen können.

Ein Treffer löst Schluckbeschwerden, Atemlähmungen und Bewusstlosigkeit aus. Letzte Rettung - Überführung in eine Klinik. Und die ist in Australien meistens erschreckend weit entfernt...

Fazit:

Bis heute wird gerätselt, ob das Fernseh-Dschungelcamp wirklich im australischen Dschungel steht, oder einfach nur ein riesiges Studio ist. Diese Frage können wir Euch leider auch nicht beantworten. Umso eindeutiger dürfen wir sagen: Ja, Australien ist das Land der gefährlichen Pflanzen und Tiere! Unser Rat: Je mehr Informationen Ihr vor Eurem Besuch sammelt, umso weniger Gefahren werdet Ihr begegnen. Den ersten Schritt dazu habt Ihr heute bereits gemacht.

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