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Feuerfreuden im Garten – Privates Osterfeuer

In manchen Teilen Deutschlands ist der Brauch den Winter mit einem meterhohen Feuer zu vertreiben, bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Doch ein Osterfeuer birgt auch jede Menge Gefahren – vor allem, wenn es im eigenen Garten gezündet wird.

Es gibt vieles, was beachtet werden sollte, damit der gemeinschaftliche Spaß nicht im Chaos oder einer Katastrophe endet. Doch was genau? Wir nehmen das Osterfeuer, mögliche Gefahren, notwendige Vorsichtsmaßnahmen, Einschränkungen und eventuelle Genehmigungen genauer unter die Lupe.

Das Osterfeuer im eigenen Garten

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Das Osterfeuer früher und heute

Auch das Osterfeuer hat eine Geschichte vorzuweisen. Wie bereits erwähnt, soll es die Kälte vertreiben und Platz für das kommende Frühjahr machen. Mit dem Osterfeuer wollte man früher aber auch böswillige Geister vertreiben und vergangenen Streitigkeiten ein symbolisches Ende setzen.

Warum dazu gerade das Feuer diente, liegt auf der Hand: ein Brand bringt auch immer einen Neuanfang mit sich. Im Laufe der Zeit wurde die Feierlichkeit weniger ein Symbol der Vertreibung. Doch nach wie vor findet man sich zusammen, um Ostern einzuleiten. Meistens passiert das bei einem gemütlichen Umtrunk und zu späterer Stunde.

Genau hier finden sich jedoch bereits die ersten Dinge, die beachtet werden sollten. Ein Osterfeuer brennt in den meisten Fällen nicht innerhalb von wenigen Stunden ab. Oft glimmt die Glut noch bis in den frühen Morgenstunden unbarmherzig weiter.

Entweder wird das Feuer also - bevor der letzte Feiernde das Feld verlässt - ausgiebig gelöscht, oder ein paar Freiwillige bleiben beim Feuer, bis dieses wirklich restlos abgebrannt ist. Natürlich sollte man das Material auch dann vorsorglich ablöschen – nur so lassen sich Unfälle ganz sicher vermeiden.

Genehmigungen, Gefahren und Sicherheitsmaßnamen

Als Gastgeber liegt die Verantwortung voll und ganz bei diesem. Man sollte sich das Osterfeuer also wirklich nur dann in den Garten holen, wenn man weiß worauf man sich einlässt. Ist man sich seiner Sache sicher, kann man sich den eigentlichen Planungen widmen.

Diese bestehen aber nicht ausschließlich aus den Fragen nach dem geeigneten Brennmaterial und wie man das Osterfeuer zur Feierstunde erfolgreich anzündet. Keine Sorge, auch dazu kommen wir. Allerdings kann man nicht einfach so ein Osterfeuer im heimischen Garten lodern lassen.

In vielen Städten und Gemeinden ist dazu, ebenfalls aus Sicherheitsgründen, eine Genehmigung der Stadt notwendig. Hat man diese nicht, wird das Vergnügen sehr schnell und auch sehr kostspielig enden.

Ist man sich nicht sicher, ob eine Genehmigung wirklich notwendig ist, schafft ein kurzer Anruf beim Ordnungsamt Abhilfe – und dieser bringt auch oft genauere Hinweise zur eventuellen Antragsstellung der Genehmigung mit sich.Denn diese wird nicht mündlich, sondern schriftlich erteilt.

Für ein Osterfeuer eignet sich möglichst trockenes Brennmaterial. Dazu kann man Laub- und Gehölzreste aus dem eigenen Garten verwenden, aber zum Beispiel auch die alten Weihnachtsbäume aus der Nachbarschaft.

Am besten sammelt man das Brenngut einige Monate im Voraus und lässt es gut trocknen. Vor dem Entzünden sollte das Material jedoch umgeschichtet werden, um Kleintiere aus dem Gehölz zu jagen. Denn diese nisten sich gerne darin ein. Zudem sollte das Feuer auf rein „natürliche“ Art und Weise entfacht werden.

Mit Benzin oder Brennspiritus nachzuhelfen ist nicht nur sehr riskant, sondern vielerorts sogar verboten. Die Lage des Osterfeuers muss ein restlos risikofreies Abbrennen des Feuers ermöglichen. Hierzu sollte man auch die erwartete Windstärke und nahe liegende Büsche und Bäume berücksichtigen.

Außerdem sollten alle Anwesenden stets genug Abstand zur Feuerstelle halten können. Bei Unsicherheiten hilft die örtliche Feuerwehr weiter, indem sie die geplante Feuerstelle vorab begutachtet und diese beurteilt. Zudem sollten geeignete Löschmittel – je nach Größe des Feuers mindestens ein Feuerlöscher, Löschdecken und gegebenenfalls Wasser – an Ort und Stelle sein.

Fazit:

Besonders beim Osterfeuer im eigenen Garten ist Vorsicht sehr viel besser als Nachsicht. Immerhin kann aus dem Spaß besonders schnell Ernst werden. Wenn man sich aber an die „Regeln“ hält und ein Auge auf die Flammen und die Gäste wirft, sollte im Grunde nichts schief gehen.

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