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Zierwasserfall im Garten selber anlegen

Der Trend geht eindeutig zum Naturgarten mit Gartenteich, Zierwasserfall und entsprechender Bepflanzung. Es muss ja nicht gleich der Wasserfall aus dem Dschungelcamp sein, auch kein Niagarafall, aber ein plätschernder Wasserfall im eigenen Garten ist schon etwas Tolles und leichter selbst anzulegen, als viele denken.

Der Weg zum eigenen Wasserfall im Garten

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Das Prinzip des Wasserfalls

Wer einen Zierwasserfall selber anlegen will, muss sich Gedanken über dessen Aufbau machen. Das Wasser sollte 20 - 50 cm in die Tiefe stürzen, das heißt über eine feste Abrisskante fließen, um dann im freien Fall in einen Auffangbereich zu stürzen.

Jeder Wasserfall besteht aus 3 Bereichen, einem oberen Teil vor dieser Abrisskante, dem Auffangbecken und die Rückführung des Wassers wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Bau des oberen Bereichs

Um eine entsprechende Fallhöhe zu erreichen, ist es zweckmäßig ein Bauwerk zu errichten, ein gemauerter Sockel oder ein Berg aus Beton ist ein guter Unterbau und so etwas kann jeder selber anlegen. Hauptsache es wird eine Fallhöhe erreicht, aus der das Wasser stürzen kann.

Du kannst einen Miniteich einplanen, zum Beispiel einen Kübel oder das Wasser einfach an einer bestimmten Stelle wie bei einer Quelle heraussprudeln lassen. Wichtig ist, dass es eine Rinne gibt, die das Wasser zu der Kante über die es stürzen soll, leitet und dass ein ausreichendes Gefälle vorhanden ist.

Am besten Du arbeitest mit Beton und Natursteinen. Damit das Wasser nicht versickert, kann mit Teichfolie eine Art Bachlauf angelegt werden oder mit entsprechenden Schwimmbadfarben abgedichtet werden.

Vor der Abrisskante sollte sich das Wasser einige Zentimeter stauen, das wird erreicht, in dem diese Kante etwa 2 cm höher ist, als der Rest des Wasserlaufs. Natürlich darf das Wasser nicht über einen anderen Weg ausweichen können.

Probieren geht über studieren

Wasser sucht sich seinen Weg, und damit dieser Weg auch der ist, den Du möchtest, gibt es nur eines, Testläufe und Korrekturen im Aufbau der Garten-Dekoration, bis das Wasser so fließt, wie Du es willst. Also Gartenschlauch holen und Wasser marsch.

So kannst Du auch gleich probieren, ob die Optik des Zierwasserfalls deinen Wünschen entspricht. Besonderes Augenmerk musst Du auf den Stauraum an der Abrisskante legen. Hier soll ein kleiner See entstehen, der nur an einer Seite überlaufen kann, über die Kante in die Tiefe zur unteren Ebene.

Bau der unteren Ebene

Wenn der Wasserfall in einem schon vorhandenen Teich stürzt, sind keine weiteren Baumaßnahmen erforderlich. Wenn das bei Dir nicht der Fall ist, muss ein Auffangbecken angelegt werden. Dazu musst du eine Vertiefung ausheben, in die ein fertiger Gartenteich oder ein passendes Behältnis eingelassen wird.

Du kannst die Vertiefung auch mit Teichfolie auskleiden. Wenn es nur ein kleines Becken sein soll, in dem das Wasser gesammelt wird, genügt auch ein Bottich oder eine alte Badewanne, die im Erdreich versenkt wird.

Wasserrückführung

Da der Zierwasserfall als Kreislauf gedacht ist, benötigst Du eine Tauchpumpe, die ins untere Becken eingesetzt wird und einige Meter Schlauch, der so unauffällig wie möglich das Wasser zum oberen Teil transportiert.

Der Schlauch endet an dem Punkt, an dem Du die künstliche Quelle geplant hast oder in dem Bottich, der den oberen Teil speisen soll. Da es heute schon viele leistungsfähige Pumpen gibt, die mit Solarstrom betrieben werden, ist oft ein Stromanschluss nicht nötig.

Wenn Du eine Stromleitung verlegen musst, denke daran, dass nur Feuchtraumkabel geeignet sind und das alles so liegen muss, dass es nicht bei der Gartenarbeit beschädigt werden kann. Hier lieber einen Fachmann fragen, selber anlegen kann lebensgefährlich sein.

Fazit:

Der Traum vom eigenen Zierwasserfall im Garten ist also leicht zu verwirklichen. Das Wasser muss nur von einem höher gelegenen Punkt, über eine Abrisskante in ein Auffangbecken stürzen. Mit einer Pumpe wird das Wasser zurück zum Start gepumpt. Du brauchst nur eine etwas Beton, eine Pumpe, Schlauch und Fantasie.

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