Pflanzen und Blumen

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Die richtige Pflanzdichte bei Rosen

Für den Blumenfreund gibt es kaum etwas schöneres als ein gut gedeihendes Rosenbeet in seinem Garten. Damit die Pflanzen ihr Potenzial aber voll entfalten können, gilt es bereits beim Setzen der Rosen die Bedingungen für deren Gedeihen zu schaffen. Im Folgenden finden sich einige Empfehlungen für die Bestimmung der optimalen Pflanzendichte.

Die optimale Pflanzdichte für Rosen

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Das Wachstum der Rose bedenken

Überlegt man, in welchem Abstand man Rosen in seinem Garten pflanzen sollte, fallen verschiedene Faktoren ins Auge, die Einfluss auf die empfehlenswerte Pflanzdichte haben können.

Während die Wurzel bei Rosen aufgrund ihres vornehmlich vertikalen Wuchses eine geringere Rolle spielt, ist die Wuchsform der oberirdischen Pflanzenteile ein maßgeblicher Faktor bei der Bestimmung des Pflanzabstandes. Üppiger wachsende Pflanzen benötigen naturgemäß mehr Raum zur Entfaltung als andere.

Oft wird die Wuchsform von den klimatischen Bedingungen beeinflusst, mit denen eine Rose sich auseinandersetzen muss. Sind die Bedingungen für das Gedeihen einer Pflanze besonders günstig, so muss auch der Abstand zur nächsten entsprechend weit gewählt werden.
Ein weiterer Faktor, der allerdings vor allem von Deinem persönlichen Geschmack eher abhängt als von der Rosensorte selbst, besteht in der optischen Wirkung, die mit der Pflanzung erzielt werden soll. Zwar sollten bestimmte Mindestabstände nicht unterschritten werden, unter guten Umständen jedoch lässt sich durch das engere Setzen der Rosenstöcke eine wesentlich vollere Wirkung der Pflanzen erzielen.

Schädlingen vorbeugen

Nicht zuletzt hängt die optimale Pflanzdichte von der Anfälligkeit der Rosenart für Pilzbefall und bestimmte Krankheiten ab. So ist es prinzipiell, besonders aber bei empfindlichen Arten wichtig, dass die Pflanzen nicht zu eng gesetzt werden. Durch die Einhaltung eines Mindestabstandes wird gewährleistet, dass das Laub der Rosen schnell trocknen kann und so vor Pilzbefall und ähnlichem besser geschützt ist.

Empfehlung nach Rosengruppen

Zu den für bestimmte Rosengruppen optimalen Pflanzabständen finden sich allerorts abweichende Empfehlungen. Dieser Umstand zeugt davon, dass sich hierzu kaum allgemeingültige Aussagen treffen lassen. Bei den folgenden Angaben handelt es sich daher lediglich um Richtwerte, die je nach dem Einschlag der oben genannten Faktoren auszulegen sind.

Bodendecker- bzw. Kleinstrauchrosen

Innerhalb der großen Gruppe der sogenannten Bodendecker- oder Kleinstrauchrosen muss je nach Wuchshöhe, nach Wuchsform und der Stärke des Wuchses unterschieden werden. Die Pflanzen flach nieder liegender Sorten etwa benötigen einen ungefähren Abstand von 40 cm, was 4 bis 5 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht. Die Pflanzdichte buschig wachsender Sorten wiederum sollte je nach der intendierten optischen Wirkung zwischen 2 und 5 Pflanzen pro Quadratmeter, der Pflanzabstand entsprechend zwischen 40 und 80 cm liegen.
Bei bogig überhängend wachsenden Sorten ist der Pflanzabstand abhängig von der Wuchshöhe der Rose. Der Abstand sollte hier ungefähr die halbe Wuchshöhe betragen.

Beetrosen

Für die Gruppe der Beetrosen lassen sich nur sehr schwer allgemeine Aussagen treffen - zu zahlreich und vielfältig sind ihre Mitglieder. Generell können Wuchshöhe und Wuchsform eine Orientierungshilfe bei der Bestimmung der optimalen Pflanzdichte darstellen. Darüber hinaus spielt vor allem die Anfälligkeit bestimmter Rosensorten für Krankheiten eine wichtige Rolle.

Empfindlichere Pflanzen dieser Gruppe sollten nicht gar zu eng gesetzt werden. Je nach Stärke des Wuchses kann für diese Gruppe ein optimaler Pflanzenabstand von 30 bis 40 cm bei stark- und 40 bis 60 cm bei schwachwüchsigen Pflanzen angenommen werden. Die Dichte sollte daher je nach Wuchsstärke 3 bis 8 Pflanzen pro Quadratmeter betragen.

Edelrosen

Edelrosen sind besonders "klimafühlig" und entwickeln sich am üppigsten in wärmeren Gefilden, in rauerem Klima wachsen die Pflanzen weniger stark. Je nach den Umweltbedingungen und der Wuchsstärke einzelner Sorten sind Pflanzabstände von 40 bis 50 cm zu empfehlen, in günstigeren Klimalagen 50 bis 75 cm.

Strauchrosen und Wildrosen

Die Pflanzabstände der Rosen dieser Gruppen variieren je nach der gewünschten optischen Wirkung sehr stark. Einzeln stehenden Pflanzen sollte ein Raum von ca. 3 m gewährt werden, bei Gruppenpflanzungen sind Abstände von mindestens 1 m zwischen den Pflanzen einzuhalten. Unter bestimmten Umständen kann bei Wildrosen auch eine Pflanzdichte von 3 Pflanzen pro Quadratmeter angebracht sein.

Kletterrosen

Die Standdichte von Kletterrosen sollte zwischen 50 cm und 1 m betragen.

Zwergrosen

Die Variationsbreite der Pflanzabstände innerhalb dieser Gruppe ist angesichts der relativ homogenen Wuchsform aller Zwergrosensorten verhältnismäßig gering. Eine geschlossene Oberfläche wird mit einer Pflanzdichte von ca. 10 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter erreicht. Der Pflanzabstand, so will eine Faustregel, sollte ungefähr der Wuchshöhe der Pflanzen entsprechen.

Fazit:

Alle Rosen benötigen einen bestimmten Raum, um zu gedeihen und ihre Pracht voll entfalten zu können. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass der Platz für die einzelnen Pflanzen zu gering kalkuliert wurde, solltest Du nicht davor zurückscheuen, die jeweilige Rose umzupflanzen.

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