Was lauert im Gebüsch?

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Gefährliche/Giftige Tiere und Pflanzen in Deutschland

Der Fernsehsender RTL schickt mal wieder willige Kandidaten in den australischen Dschungel. Die müssen dort ihren Kampf mit der Tier- und Pflanzenwelt aufnehmen. Aber wie sieht das in unserer heimischen Natur aus? Gibt es auch hier gefährliche Tiere und Pflanzen?

Giftige Pflanzen und Tiere zu Hause

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Vorsicht beim Verzehr von Pflanzen!

Natürlich sind die Giftpflanzen in Deutschland weit weniger giftig als ihre Kollegen im australischen Dschungel. Lebensgefahr droht nur in den seltensten Fällen. Doch auch hierzulande sollte man besonders vorsichtig beim Verzehr bestimmter Pflanzen sein, gerade was Kleinkinder oder Allergiker betrifft. Denn die Giftstoffe heimischer Pflanzen können vorwiegend durch Verzehr aufgenommen werden - selten führt die Aufnahme geringer Mengen nach Angaben von Giftzentralen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden; bei Unsicherheiten solltet Ihr aber lieber einen Arzt aufsuchen.

Giftige Pflanzen in unseren Breitengraden

In diese Kategorie fallen beispielsweise die Engelstrompete und der Rote Fingerhut - Pflanzen, deren Giftigkeit landläufig bekannt ist; Vergiftungserscheinungen können beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Puls oder erweiterte Pupillen sein.

Nahaufnahme

Giftiges Maiglöckchen

Aber auch der Verzehr roher Hülsen oder Samen der Gartenbohne kann zu schweren Vergiftungen führen mit Symptomen wie Schüttelfrost, Krämpfen, Durchfall oder Erbrechen; gekocht verliert die Gartenbohne ihre Giftigkeit.Ähnliches gilt auch für die Aufnahme von Samen der Eibe - möglich ist hier außerdem eine Mundtrockenheit.

Zu weniger schweren Vergiftungen, aber ähnlichen Symptomen kann der Verzehr von Blättern oder Beeren von Efeu oder den Wurzeln von Christrosen führen; auch giftig sind Teile von Maiglöckchen, Oleander oder der Lorbeer-Kirsche (hier besonders die Blätter und Samen). Zu den giftigen Substanzen zählt auch die sogenannte Wolfsmilch, die unter anderem der Weihnachtsstern absondern kann.

Leichte Vergiftungen können herbeigeführt werden durch den Verzehr von Bestandteilen der Forsythie, der Hyazinthe oder auch der Tulpe. Bei Osterglocken beziehungsweise Narzissen und Schneeglöckchen sind vor allem die Zwiebeln gefährlich, beim Wacholder sind es die Nadeln und Beeren. Ohne einen ärztlichen Rat zu ersetzen empfehlen Giftzentralen als mögliche Gegenmaßnahme beispielsweise die Aufnahme von ausreichender Flüssigkeit und Kohle.

Gefährliche heimische Tiere

Dicke Zecke

Vollgesogene Zecke

Spinnen und Insekten:
Zwar nicht giftig aber potentieller Überträger von Krankheiten ist die Zecke oder der Holzbock; er hält sich vor allem in hohem Gras oder auf Blättern und Zweigen in Wäldern und Büschen auf. Juckende Einstichstellen können gerötet sein; falls ihr die Zecke rechtzeitig entdeckt, solltet ihr sie am besten mit einer Zeckenzange entfernen. Im Zweifelsfall und bei Beschwerden holt die Meinung eines Arztes ein.

Bienen- oder Wespenstiche können vor allem gefährlich sein für Menschen mit einer entsprechenden Allergie: Stichen könnt Ihr vorbeugen, indem Ihr im Freien nichts Süßes esst oder trinkt; seid außerdem vorsichtig beim Pflücken von Blumen oder Obst - Wespen bevorzugen besonders reife Früchte. Ungünstig sind Mülleimer im Freien und auffällige Gerüche - beispielsweise von Parfums oder Sonnencremes. Tragt lange Kleidung und auf Wiesenflächen geschlossene Schuhe und vermeidet hektische Bewegungen.

Unter den Spinnen wird die Kreuzspinne in Listen als giftig geführt - ihr Gift führt aber beim Menschen nicht zu gefährlichen Vergiftungen; bei Kleinkindern kann eine Wirkung ähnlich der durch einen Wespenstich eintreten. Erkennen könnt Ihr die Spinne an einem weißen Kreuz auf gelbbräunlichem Hinterleib.

Schlangen:

Giftig ist die Kreuzotter - sie zeigt eine helle Grundfarbe mit dunkler Zickzack-Zeichnung. Gefährdet durch ihren Biss sind besonders Kinder oder ältere Menschen - meistens sondert die Schlange bei Bissen aber zu wenig Gift ab um gefährliche Vergiftungssymptome hervorzurufen. Solltet Ihr von einem Kreuzotterbiss betroffen sein, stellt die entsprechende Stelle ruhig und lasst Euch zu einem Arzt oder in ein Krankenhaus bringen. Experten raten ab von eigenständigen Maßnahmen wie beispielsweise einem Aussagen der Wunde. Vorbeugen könnt Ihr einem Biss durch das Tragen von festen Schuhen und langen Hosen in unübersichtlichem, steinigen Gelände.

Fazit:

Nicht nur im Dschungel sondern auch im heimischen Garten und Umfeld empfiehlt es sich also, Vorsicht walten zu lassen. Richtig gewappnet solltet Ihr Euch aber gesundheitlich unbeschadet durch die deutsche Flora und Fauna schlagen können!

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