Pflanzen und Blumen

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Borretsch: Vielseitig und pflegeleicht

Borretsch ist ein Raublattgewächs, das außer als wohlschmeckende Zugabe zum Salat auch als Heilmittel verwendet werden kann. Darüber hinaus ist es als Gartengewächs sehr pflegeleicht. Wir stellen das Wunderkraut vor.

Borretsch, das vielseitige Gartenkraut

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Woher kommt Borretsch?

Borretsch (lateinisch: Borago officinalis), im Volksmund normalerweise Gurkenkraut genannt, war bereits den Römern als Glück und Freude bringend bekannt. Das Küchenkraut stammt wahrscheinlich aus Syrien und hielt etwa im 11. Jahrhundert über Griechenland oder Spanien seinen Einzug in Südeuropa, später in Mitteleuropa und Amerika. Gepflanzt wurde Borretsch zuerst in Klostergärten.

Die Wirkstoffe des Gurkenkrauts

Außer etwa einem Drittel Schleimstoffe enthält die Pflanze Zucker- und Gerbstoffe sowie ätherische Öle, Kalium, Kalzium, Mangan, Flavonoide, Allantoin, Alkaloid, Saponin und viel Vitamin C.

Beschreibung und Anbau

Borretsch ist eine einjährige, frostempfindliche bis zu 50 Zentimeter hohe Pflanze mit langer Wurzel, die sich meist selbst wieder neu aussät. Sie besitzt auffallend behaarte, fleischige tiefgrüne Blätter und Stängel. Ihre sternförmigen leuchtend blauen Blüten haben ihr den Namen Blauhimmelstern eingebracht.

Manchmal sind die Blüten auch rosa oder sogar weiß. Wild wachsend kommt er an Bachrändern und feuchten Wiesen vor. Im Garten kannst Du ihn schon ab Februar im Frühbett aussäen. Die Keimdauer beträgt fünf Tage. Die Pflänzchen müssen auf einen Abstand von 20 bis 25 Zentimeter vereinzelt werden.

Oder Du sähst Borretsch ab April in Reihen mit einer Tiefe von etwa einem Zentimeter (Reihenabstand 25 Zentimeter) direkt in die Gartenerde. In 5 bis 6 Wochen ist die Pflanze ausgewachsen. Besonders gut verträgt er sich mit Erdbeeren, Zucchini und Kohl auf einem Beet.

In Bezug auf die Bodenbeschaffung und Pflege ist dieses Gartenkraut relativ anspruchslos, liebt aber sand- und kalkhaltige sowie leicht feuchte Böden (idealer pH-Wert 6,5 bis 7,5) sowie Sonne oder Halbschatten. Du solltest aber Wässern, regelmäßig Aufhacken der Erde und Unkrautjäten nicht vergessen.

Achte zudem auf Mehltau- oder Blattlausbefall. Bei Platzmangel lässt sich Pflanze auch in tiefen Töpfen auf dem Balkon ziehen, als Küchen- oder Heilkraut, als Blickfang und als Bienenfutter.

Ernte und Verwendung von Borretsch

Während des ganzen Sommers kannst Du die frischen Blätter ernten. Am schmackhaftesten sind junge Blättchen. Einlegen in Essig oder Einfrieren ist ebenfalls möglich; beim Kochen und Trocknen verliert sich das Aroma.

Geruch und Geschmack erinnern an Gurken. Borretschblüten sind übrigens ebenfalls essbar; sie bilden einen wunderschönen Blickfang in Salatplatten und lassen sich sogar kandieren.

Auch für Gaumenfreuden zu haben

Am liebsten wird Borretsch feingehackt als Salatgewürz, in Suppen, Eierspeisen, Soßen und Gemüsen verwendet und gibt der berühmten Frankfurter Grüne Soße seinen unnachahmlichen Geschmack.

Dieses gesunde Gewürz passt geschmacklich besonders zu süßsauren Speisen, wie Quark und Dips. In alten Kochbüchern spricht man vom Gute-Laune-Gewürz.

Verwendung zu medizinischen Zwecken

Nicht umsonst hieß dieses Medizinkraut früher Herzblume oder Wohlmutblume. Die Pflanze ist als herzstärkend, beruhigend, schweißtreibend, schleimlösend, verdauungs- und stoffwechselfördernd, aber insbesondere als entzündungshemmend und entgiftend bekannt.

Verwendet werden ausschließlich frische Blätter und Blüten für Tees, Umschläge, Tinkturen oder Öle bei Husten, Fieber, Verstopfung, Rheuma und Gicht, Herzproblemen, Depression, Schlafstörungen, Menstruationsproblemen, Hautproblem und schlecht heilenden Wunden.

Um einen Heiltee zu bereiten, übergießt Du einen Teelöffel Borretschblüten oder -blätter mit heißem Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen. Bis zu 4 Tassen dürfen täglich mehrere Wochen lang getrunken werden.

Bei übermäßiger Einnahme kann das enthaltene Alkaloid zu Leberschäden führen. Borretschöl, reich an ungesättigten Fettsäuren inklusive Gamma-Linolensäure und Omega 6 ist eines der kostbarsten Kosmetiköle.

Fazit:

Haben wir Dich neugierig gemacht? Falls Du ihn schon im Garten hast, probiere doch einfach einmal unsere Verwendungsvorschläge aus; ansonsten solltest Du ihn im nächsten Frühjahr gleich anpflanzen, um deinen Garten mit diesem dankbaren und vielseitigen Kraut zu bereichern.

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