Pflanzen und Blumen

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Estragon im eigenen Garten

Ein weiterer Kandidat in unserem kleinen Kräuter Einmaleins. In diesem Artikel wollen wir uns näher mit dem Estragon beschäftigen und nachforschen, wo er herkommt, welche Anforderungen diese Pflanze an ihr Anbaugebiet stellt, wie Du Estragon in der Küche verwenden kannst.

Estragon, ein facettenreiches Gewürz

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Ein gesundes Kraut aus dem asiatischen Raum

Die Römer kannten Estragon laut geschichtlicher Überlieferungen noch nicht. Die ersten Erwähnungen gab es in China, zirka 2000 Jahre vor Christus und es heißt, dass der Estragon aus Sibirien stammen könnte. Auch die Araber würzen noch heute kräftig mit diesem, fein nach Anis duftenden, Kraut.

Wann genau es nach Europa gekommen ist, kann nicht mehr genau benannt werden. Estragon ist, wie schon erwähnt, ein nach Anis duftendes Gewürz, das Du in klassischen französischen Kräutermischungen finden wirst. Aber es wird nicht nur zum Würzen verwendet, auch Heilkundigen ist Estragon ein Begriff.

So regt er den Stoffwechsel an, hilft gegen Blähungen, fördert die Bildung von Magensäften, was bedeutet, dass er ein beliebtes Gewürz bei schweren Speisen ist und kann bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht und Wassereinlagerungen im Körper Linderung verschaffen.

Estragon wirkt beruhigend, enthält viel Vitamin-C und kann unterstützend bei der Menstruation sowie lindernd bei Wechseljahrbeschwerden wirken. Lediglich Schwangere sollten Estragon meiden, da er durch enthaltene Phytosterole Monatsblutungen auslösen kann!

Standort und Sorte

Wenn Du Estragon anpflanzen willst, dann solltest Du bedenken, dass diese Pflanze ein Sonnenliebhaber ist. Das Gewürz mag es warm, sonnig, gut bewässert und vor allem nährstoffreich. Aber alles, ohne zu feucht zu stehen. Außerdem solltest Du für den Anbau einen großzügigen Platz für den Estragon einplanen.

Mindestens einen Quadratmeter an Fläche und mindestens zwei Meter in der Höhe, da die Staude mindestens 1,20 m hoch wird, eventuell sogar größer. Wenn das alles gegeben ist, kann der Estragon einziehen. Du bist gut daran geraten, dich hinsichtlich der Sorten ein wenig schlau zu machen und umzuschauen.

Viele Gärtnereien bieten leider nur den so genannten „Russischen Estragon“ an, der zwar winterhart ist und Temperaturen bis zu -10°C aushält, aber auch kaum Aromastoffe besitzt. Also besser nachfragen, ob sie nicht auch beispielsweise den „Deutschen Estragon“ führen.

Langfristige Pflegetipps

Nehmen wir an, Du hast Deinen kleinen Zögling endlich bei Dir im Garten und es sind auch alle Vorkehrungen für seinen neuen Standort gegeben. Nun musst Du noch darauf achten, dass es ihm gut geht, bis er groß genug ist, um allein zu überleben.

Darum jäte gut, bis die Pflanze stark und kräftig genug ist, um gegen das Unkraut zu bestehen. Am Anfang ist er nämlich nur ein zartes kleines Pflänzchen, das deine ganze Aufmerksamkeit braucht. Nach mehreren Jahren ist er eine große Staude geworden und dementsprechend auch kräftig.

Unterstütze die Pflanze jetzt am besten mit Stöcken, die Du in der Erde versenkst und mit Schnüren, die, um die Staude geschlungen, daran festgebunden werden, um ihr Stabilität zu gewährleisten.

Im Frühjahr kannst du die alten und trockenen Stängel bis auf 15 cm zurückschneiden. Wenn du diese Tipps beherzigst, hast du viele Jahre viel Freude an deinem Estragon.

Estragon in der Anwendung

Wer Estragon anpflanzt, der will ihn natürlich auch verarbeiten, keine Frage. Vor allem als Küchengewürz ist die Pflanze beliebt, auch wenn sie in der deutschen Küche noch nicht wirklich Einzug gehalten hat.

Das liegt allerdings vornehmlich wohl daran, dass die Gärtnereien nur den weniger aromatischen 'Russischen Estragon' führen. Estragon kannst Du zur Verfeinerung allerlei Speisen nutzen: Fisch, Geflügel, Saucen, Senf, Marinaden und vieles mehr.

Hierzu werden die Stängel und Blätter im Frühjahr geerntet – wenn Du es gern kräftig magst, warte bis kurz vor der Blütezeit zwischen Mai und Juni, hier ist das Aroma am intensivsten.

Den Estragon solltest Du, wenn möglich, immer frisch verwenden, da das getrocknete Kraut schnell seine ätherischen Öle verliert. Stängel und Blätter nun rebeln, zu den Gerichten geben oder als Tee verwenden.

Fazit:

Estragon gehört hierzulande zu den Geheimtipps unter den Kräutern. Wer jedoch die richtige Sorte anbaut und sich ein wenig Mühe bei der Pflege der Pflanze gibt, wird schnell zum Estragon-Liebhaber werden und immer neue Möglichkeiten entdecken, ihn weiterzuverwenden.

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