Pflanzen und Blumen

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Kirschbäume im eigenen Garten

Kirschen gehören zu den beliebtesten Früchten in Deutschland. Da ist es kein Wunder, dass viele Hobbygärtner das leckere Obst auch im eigenen Garten ernten wollen. Doch vor dem Gang zur Baumschule oder zum Gartenfachmarkt müssen einige Fragen geklärt werden, denn die Vielfalt der Sorten macht die Entscheidung für eine bestimmte Kirsche nicht leicht.

Kirschbäume richtig pflegen

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Die Wahl der richtigen Sorte

Süßkirschen eignen sich als Tafelobst hervorragend zum Naschen, am besten erntefrisch vom Baum. Man unterteilt sie noch einmal in die knackigen und hartfleischigen Knorpel-Kirschen und die weichfleischigen Herz-Kirschen. Zu den frühen Süßkirschen, deren Erntezeit bereits Ende Mai beginnt, gehören zum Beispiel die dunkelroten Sorten Burlat und Kassins Frühe Herzkirsche.

Etwas später im Juli reifen die dunkelroten Sorten Regina und Kordia, die würzige, dunkelbraunrote Schneiders Späte Knorpel, die beinahe schwarze Hedelfinger Riesenkirsche und Büttners Rote Knorpelkirsche mit einer hellgelben Haut und hellem Fruchtfleisch. Die meisten Süßkirschen platzen bei starken Regengüssen, deshalb solltest Du sie nicht zu lange am Baum lassen. Süßkirschen werden mit Stiel geerntet.

Sauerkirschen werden auch als Industriekirschen bezeichnet. Als Frischobst sind sie nur bedingt geeignet, aber sie ergeben eine vorzügliche Marmelade oder einen leckeren Kirschkuchen und lassen sich als Wintervorrat einwecken oder einfrieren. Die bekannteste Sauerkirsche ist die Schattenmorelle. Ihre großen dunkelroten Früchte werden in der zweiten Julihälfte reif. Die Koröser Weichsel hat ebenfalls große Früchte mit einem dunklen Saft und wird Mitte Juli reif. Sauerkirschen werden ohne Stiel gezupft, um den Baum nicht zu beschädigen.

Die meisten Kirschsorten brauchen zur Befruchtung eine zweite Sorte in der Nähe. Willst Du nur einen Kirschbaum im Garten, benötigst Du eine selbstbefruchtende Sorte, zum Beispiel die Süßkirschen Lapins oder Sunburst oder die Sauerkirsche Gerema.

Die Pflege des Kirschbaums

Die Pflege des Kirschbaums beginnt bereits bei der Auswahl des richtigen Standorts. Kirschen lieben einen humusreichen und lockeren Boden ohne Staunässe und brauchen viel Sonne. Auch die Größe ist zu bedenken, immerhin kann ein Kirschbaum bis zu zwanzig Meter hoch werden. Verfügst Du nur über wenig Gartenfläche, kannst Du auf Halbstämme oder Zwergkirschbäume ausweichen.

Die ideale Pflanzzeit ist der frühe Herbst oder das späte Frühjahr, aber Containerbäume können bei frostfreiem Boden immer gepflanzt werden. Wichtig ist auch ein regelmäßiger Schnitt des Baumes unmittelbar nach der Ernte.

Bei jungen Bäumen erfolgt ein sogenannter Formschnitt. Dabei wählst Du Leitäste mit einem guten Ansatzwinkel aus und entfernst die Zweige, die beinahe senkrecht wachsen. Auch die Höhe des Baumes kannst Du beim Schneiden regulieren. Selbstverständlich musst Du auch abgestorbenes und krankes Holz entfernen, damit Dein Kirschbaum gesund bleibt.

Kirschbäume dürfen nicht zu stark beschnitten werden, bei älteren Bäumen kann ein starker Schnitt sogar den Wuchs hemmen. Hier reichen das Auslichten der Krone und das Entfernen von Zweigen, die sich überkreuzen und aneinander scheuern. Schnitte im mehrjährigen Holz versorgst Du am besten mit einem Verband aus Baumwachs, damit kein Kirschgummi austritt und keine Krankheitserreger in die Wunde kommen. Gedüngt wird der Kirschbaum zweimal jährlich mit Kompost oder mit einem handelsüblichen Dünger.

Schädlinge und Krankheiten

Kirschbäume können von Krankheiten und von Schädlingen befallen werden. Die wichtigsten Kirschkrankheiten sind die Blattbräune, die Monilia-Spitzendürre und die Monilia-Fruchtfäule sowie die Schrotschusskrankheit. Diese Krankheiten werden durch Pilze hervorgerufen, im Handel gibt es chemische Mittel gegen die Erreger. Die Behandlung muss so zeitig wie möglich beginnen.

Befallene Früchte, Zweige und Blätter gehören auf keinen Fall in den Kompost, Du solltest sie sofort entfernen und vernichten und das Schneidewerkzeug desinfizieren. Die Schwarze Kirschenlaus und die Kirschfruchtfliege gehören zu den Schadinsekten, gegen die es ebenfalls chemische Mittel gibt. In einigen Gartenfachmärkten finden Seminare zu Obstkrankheiten und zur Schädlingsbekämpfung statt, dort kannst Du Dich auch individuell beraten lassen.

Fazit:

Ein Kirschbaum im Garten liefert Dir nicht nur leckeres und gesundes Obst, er ist im Frühjahr mit seinen weißen Blüten auch ein optisches Highlight. Selbst ohne Garten brauchst du nicht auf die eigene Ernte verzichten. Mittlerweile gibt es Säulenkirschen, die Du im Kübel sogar auf die Terrasse stellen kannst.

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