Pflanzen und Blumen

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Wie setzt man Rosen um?

Das Umpflanzen von Rosen will gekonnt sein. Nur wenn Du richtig vorgehst, kannst Du sicher sein, dass Dich Deine Lieblingspflanze auch an ihrem neuen Standort mit ihrer vollen Pracht beglückt. Im Folgenden findest du einige Tipps, mit denen das Umpflanzen mühelos gelingt.

Rosen gekonnt verpflanzen

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Die Wahl des Ortes

Bevor Rosen verpflanzt werden, gilt es, einen geeigneten Standort für sie auszuwählen. Zu berücksichtigen ist hierbei etwa der Zustand des Bodens: Rosen sollten auf lockerem Boden stehen, damit sich ihre Wurzeln gut entfalten können. Überdies ist für ein gutes Gedeihen der Pflanze wichtig, dass der Boden einen relativ neutralen pH-Wert aufweist. Rosen sollten außerdem nicht unbedingt dahin gesetzt werden, wo unmittelbar vorher schon Rosengewächse standen. Dem Boden fehlen an dieser Stelle oft die Nährstoffe, die die Pflanze benötigt.

Wie der Zustand des Bodens, so spielt auch die Stellung zur Sonne eine große Rolle. Optimalerweise bekommen Rosen viel Sonne, ohne jedoch zu großer Hitze ausgesetzt zu sein. So empfiehlt es sich, seine Rosen nach Südosten oder Südwesten auszurichten.

Ein dritter Faktor, der das Gedeihen Deiner Lieblingsblume beeinflusst, ist die Luftzirkulation. Rosen sollten dem Wind nicht direkt ausgesetzt sein, sollten aber so stehen, dass sie von einem mäßigen Luftzug erfasst werden. Dieser sorgt dafür, dass die Blätter der Pflanze nach einem Regen oder Schauer schnell abtrocknen und etwa Pilze oder ähnliche Schädlinge keinen Nährboden finden.

Die Verpflanzungszeit

Rosen kann man prinzipiell das ganze Jahr über umsetzen. Verschiedene Gründe legen allerdings nahe, dies in den Herbstmonaten, das heißt, von Mitte Oktober bis Anfang Dezember zu tun. Rosenstöcke, die zu dieser Zeit gepflanzt werden, können noch vor dem Winter anwachsen, da sich die Wurzeln im Herbst noch entwickeln. Gleichzeitig sind die Pflanzen nicht der Hitze der Sommermonate ausgesetzt.

Ausgraben

Der umzusetzende Rosenstock sollte vorsichtig ausgegraben werden, damit er möglichst wenig beschädigt wird. Steht der Pflanze ein längerer Transport bevor, sollten vor dem Ausgraben alle Blätter entfernt werden. Auf diese Weise wird die Verdunstung gehemmt und die Pflanze verliert weniger Wasser.

Transportieren und lagern

Wie schon beim Ausgraben sollte auch beim Transport darauf geachtet werden, der Rose möglichst wenig Schaden zuzufügen. Leichtere Schäden werden sich zwar nicht vermeiden lassen und schaden der Pflanze auch nicht wesentlich. Generell sollte allerdings mit Vorsicht zu Werke gegangen werden.

Rosen können mit nackten Wurzeln transportiert werden - es ist nicht nötig, sie für den Transport einzutopfen. Die Wurzeln sollten aber, zumal für längere Transporte, in feuchte Tücher oder feuchtes Papier gewickelt werden, um Austrocknung zu verhindern. Um wiederum das zu schnelle Trocknen der Tücher zu vermeiden, sollte ein Plastiksack über die eingewickelten Wurzeln gezogen werden.

Nach längeren Transporten sind die Rosen nochmals vollständig zu durchwässern. Sie sollten hierfür bis zu 24 Stunden vor der Pflanzung in Wasser gestellt werden. Damit die Pflanze das Wasser gut aufnimmt, sind stärkere Wurzeln vorher frisch und rechtwinklig zur Stammachse anzuschneiden.

Vorbereitung des Pflanzortes

Die Stelle, an der die Pflanze gesetzt werden soll, muss vor dem Einpflanzen aufgelockert werden. Möchtest Du Gruppen setzen, solltest du den Boden flächig, nicht nur punktuell lockern. Das Pflanzloch schließlich sollte ungefähr das doppelte Wurzelvolumen umfassen und so tief sein, dass alle Wurzeln ohne zu knicken hinein passen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die Veredlungsstelle, der Knoten zwischen Wurzeln und Trieben, nach dem Setzen ungefähr 5 cm unter der Erdoberfläche liegen sollte.

Die Triebe der Rose werden vor dem Setzen leicht schräg auf 3 bis 7 Augen zurück geschnitten. Als einfache Regel kann hier gelten, dass der Trieb umso weiter beschnitten wird, je schwächer er ist.

Setzen

Die Rose wird während des Einfüllens der Erde frei in das Loch gehalten. Die Pflanze sollte dabei stets etwas geschüttelt werden, um eine optimale Verteilung der Erde zu gewährleisten und die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden.

Ist das Loch gefüllt, muss die Erde verdichtet werden: im Radius des Pflanzloches wird ein kleiner Graben ausgehoben und stetig mit schwach strömendem Wasser gefüllt. Hat sich der Boden um die Pflanze durch die Einwirkung des Wassers gesetzt, wird der entstandene Raum erneut mit Erde aufgefüllt. Dieser Vorgang des Einschlämmens wird so lange wiederholt, bis die Erde um die Pflanze sich nicht mehr setzt.

Nachbereitung

Nach dem Umsetzen gilt es, die Pflanze regelmäßig gut zu wässern, damit sie angeht. Wurde die Rose vor dem Winter verpflanzt, sollte um ihren Ansatz herum ca. 20 cm hoch Erde angehäufelt werden, um die Pflanze im Winter zu schützen. Die Triebe sollten zum Schutz vor Frost mit Tannen- oder Fichtenreisig bedeckt werden. Im Frühjahr verpflanzte Stöcke sind gegen zu starke Sonneneinstrahlung abzuschirmen.

Fazit:

Wer alle Kniffe berücksichtigt, für den sollte das Verpflanzen von Rosen zum Kinderspiel werden.

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