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Der eigene Garten als Schattengarten

Im Garten genießen wir in der Regel idealerweise vor Allem zweierlei: Sonnenstrahlen und unsere Ruhe. Allerdings macht es durchaus Sinn, auch Schattenplätze im eigenen Garten anzulegen, falls keine natürlichen vorhanden sind. Das lohnt sich insbesondere auf den zweiten Blick.

Der Schattengarten: Ein Ratgeber

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Warum ein Schattengarten?

Zum Einen gedeihen in einem Schattengarten andere Pflanzenarten als in einem reinen Sonnengarten. Es entsteht neben der abweichenden Flora auch ein anderes Klima - es ist in der Regel deutlich kühler in Schattenabschnitten von Gärten und die Luftfeuchtigkeit ist höher. Neben bestimmten Pflanzvorlieben und -Geschmäckern haben folglich zum Beispiel auch Menschen mit Kreislaufschwierigkeiten oder Migräne die Möglichkeit, sich im Garten aufzuhalten, was in der Sonne oder starker Wärme nicht, oder oft nur schwer, möglich wäre.

Ökologisch betrachtet liegt die Antwort auf die Frage nach einem Schattenabschnitt im Garten auf der Hand: Ein Schattengarten erhöht die natürliche Vielfalt im Garten. Ein naturfreundlich angelegtes Schattenareal bietet Rückzugsmöglichkeiten für Vögel wie zum Beispiel Hohlräume und Strauchgeäst.

In dem kühleren und geschützten Raum des Schattengartens ergibt sich also in Deinem Garten idealerweise eine hohe Anzahl neuer ökologischer Nischen, das heißt, ganze weitere kleine Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, die im reinen Sonnengarten weniger Unterschlupfmöglichkeiten finden würden.

Die richtigen Schattenspender

Zuerst gilt es, im Garten schattige Stellen zu schaffen. Dies gelingt durch das Anlegen von hohen Sträuchern wie Kirschlorbeer oder dem Pflanzen von Bäumen mit ausladender Krone. Oft und gern wird bei dem Anlegen eines Schattenplatzes im eigenen Garten auch ein Pavillon verwendet.

In zahlreichen Baumärkten und Gartencentern findet man fertige Pavillons, manche Menschen schwören auch auf Marke Eigenbau. Wichtig hierbei ist eigentlich vor allem, dass Du abgeschlossene Wände oder Dächer besser vermeiden solltest. Dies liegt daran, dass durch solche dichten Elemente ein Wasserschutz entsteht und Regeneinfall und Luftbewegung gehemmt beziehungsweise verändert werden.

Durch diese eingeschränkte Durchlässigkeit besteht die Gefahr, dass in den betroffenen Bereichen die Feuchtigkeit drastisch ansteigt und sich leicht Pilze und Bakterien bilden können, die Fäulnis bewirken. Außerdem können Bodenbereiche matschig werden und schlimmstenfalls faulen oder absacken. Die Ideallösung für einen Pavillon wäre daher ein Rahmengerüst aus Holz, welches beispielsweise mit Efeu oder anderen Kletterpflanzen berankt werden könnte.

Geeignete Pflanzenarten im Schattengarten

Die meisten Pflanzen vertragen nicht nur reines Sonnenlicht, sondern auch zumindest halbschattige Lage. Es gibt aber einige Sorten, die besonders gut oder ausschließlich in Schatten oder Halbschatten gedeihen. Hierzu gehören etwa Hortensien, Farne, Rhododendron, Azaleen und Efeu. Für viele Schattenpflanzen, wie auch für den Rhododendron, ist zu sagen, dass er auch in Sonne oder Halbschatten häufig wächst und überlebt, jedoch ist sein idealer Standort in halbschattiger oder Schattenlage zu finden.

Hortensien und Farne dagegen sollten in jedem Fall in Schatten oder Halbschatten gesetzt werden und sind ideal im Schattengarten. Gerade bei blühenden Schattenpflanzen sind die Blütezeiten zu beachten - wenn Du wert darauf legst, jederzeit Blütenpflanzen in Deinem Schattenbereich vorzufinden, dann solltest Du Pflanzen verschiedener Blütephasen kultivieren.

Pflegehinweise für einen Schattengarten

Allgemein ist zu sagen: Ein Schattengarten ist recht pflegeleicht. Durch den Sonnenschutz findet die Bodentrocknung langsamer statt und abseits von Trockenperioden ist häufige künstliche Bewässerung in der Regel nicht von Nöten. Frisch eingesetzte Pflanzen sollten natürlich separat bewässert werden, doch nach der Anwachsphase ist dies nicht mehr nötig.

Es ist wichtig, dass Du darauf achtest, dass sich im Schattengarten kein Feuchtigkeitsstau ergibt, denn das kann zu Bakterienbildung und Fäulnis führen, wie überall, wo sich starke Feuchtigkeit sammelt. Hier gilt es, im Auge zu behalten, das Durchlässigkeit und Luftzirkulation gewährleistet ist, sodass es im Schattenbereich nicht zu einem Bodenabsacken oder Schimmeln durch zu viel Feuchtigkeit kommt. Wenn die natürlichen Trocknungsprozesse durch die Umgebungsluft nicht gehindert werden, besteht in der Regel kein Risiko.

Fazit:

Egal, ob im Hinblick auf die Umwelt oder die Vorliebe für Abwechslung an Pflanzen, ein Schattengarten erhöht ganz klar die Vielseitigkeit. In einem natürlich angelegten Schattengarten, der gut beobachtet und belüftet bleibt, kannst Du viel Freude und Entspannung erleben.

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