Gartendekoration

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Das Comeback der Gartenzwerge

Gartenzwerge verschönern laut Meinung vieler Menschen jeden Garten. Entweder halten die kleinen Wichtel aus Ton oder Kunststoff diverse Blumen fest umklammert, oder sie schieben eine Schubkarre vor sich her. Du findest diese Zwerge weder modern noch schick? Dann lass Dich davon überzeugen, dass es auch andere Wichtel gibt, die nicht unbedingt spießig oder öde daher kommen

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Charakteristik eines Gartenzwergs

Marmor, Ton, Sandstein, heute gebräuchlicher Kunststoff, das sind die Stoffe, aus denen ein Gartenzwerg gemacht ist. Varianten aus Ton wurden sogar handbemalt, während die preisgünstigere Variante aus Kunststoff, in Massenproduktionen, maschinell hergestellt wird.

Bis zu Beginn der 90er Jahre gab es vermehrt klassische Gartenzwerge. Inzwischen hat der Gartenzweg jedoch eine Generalüberholung erhalten und kommt jetzt frech und ungezogen daher.

Klassische Wichtel erkennst Du an einer Spitzhacke und einer Schubkarre oder einer Laterne. Bei den modernen Zwergen sind keine Grenzen gesetzt, es gibt sie in grenzenloser Vielfalt, zum Beispiel als Karikaturen von Politikern.

Tradition und Geschichte

In Österreich traten Ende des 17. Jahrhunderts die ersten Gartenzwerge auf. Im Zwergelgarten vom Salzburger Schloss Mirabel zierten sie das grün und umrandeten die Gehwege. Überhaupt wurden Gartenzwerge aus Stein in den Schlossgärten aufgestellt, der Ästhetik wegen.

Im 18. Jahrhundert wurden erstmalig Zwergenserien in Großbritannien hergestellt. Zwerge aus Terracotta wurden im Garten von adeligen Menschen als Zierde aufgestellt. Um 1900 herum wurden Thüringer Gartenzwerge erstmals auf einer Messe in Leipzig ausgestellt und angeboten.

Danach boomte der Markt und jeder wollte diese kleinen Zwerge in seinem Garten haben. Die Thüringer Fabriken exportierten sogar ins Ausland. Reinkarnation der Zwerge Bis 1990 fandest Du die klassischen Modelle in beinahe jedem Garten. Doch es gab immer Menschen, die an den kleinen Wichteln nichts finden konnten.

Die Zwerge wurden als spießig und öde bezeichnet. Bis im Jahre 1990 eine Reihe von provokanten Gartenzwergen geboren wurde. Mit winkendem Stinkefinger, heruntergelassener Hose oder als Karikatur von Politikern wurden die Zwerge zu neuem Leben erweckt. Mit der Einführung dieser neuen Zwerge wurden die Wichtel wieder zum Diskussionsthema.

Menschen begeisterten sich für die Gartenzwerge, die sie früher nur verpönt hatten. Liebhaber klassischer Zwerge schüttelten die Köpfe und wollten verhindern, dass die sarkastischen Wichtel den Markt erobern. Frauenzwerge wurden ebenfalls produziert, leicht bekleidet, mit weiblichen Rundungen und viel Sexappeal.

Auch diese Modelle stießen bei Liebhabern der klassischen Zwerge auf Widerstand. Doch Vorsicht: Stellst Du absichtlich einen Gartenzwerg auf, dessen Mittelfinger in die Luft zeigt, und der deine Nachbarn ärgern soll, kann es sein, dass der Zwerg entfernt werden muss.

Der Grund hierfür: Erregung öffentlichen Ärgernisses. Gerichtliche Verfügungen erhalten Deine Nachbarn spielend leicht, wenn es um die Entfernung eines provokanten Wichtels geht. Das Comeback der Gartenzwerge Makaber, skurril, schrill. So sind die Gartenzwerge von heute.

Blutige Zwerge, die auf dem Bauch liegen, ein Messer im Rücken haben, sind der neue Trend. Manch ein Gärtner hängt seinen Zwerg am Galgen auf oder lässt ihn halbnackt an einer Liane hängend, den Apfelbaum verzieren. Moderne Zwerge von heute tragen keine Hosen mehr, ein Lendenschutz genügt. Ganz ausgefallene Modelle verzichten sogar darauf.

Die Zeiten, in denen die Wichtel deine Blumen fest umklammert hielten, sind vorbei. Heute geben sie Deinen farbenfrohen Pflanzen eher einen Tritt. Die Zwerge erzählen Geschichten, greifen politische Themen auf und erobern so die Herzen der einstigen Zwergenhasser. Wenn Du auch zu dieser Sparte gehörst, werden Dir die neuen, witzigen Modelle gefallen.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Es müssen nicht immer schmuddelige oder erotische Zwerge sein, tiefgründige politische Wichtel tun es auch. Oder Wichtel, die einen Krimi nacherzählen. Der Weg durch Deinen Garten wird für Besucher, Familie, Freunde zur Odyssee, wenn Du Deine Gartenzwerge gut verteilst und sie durch ihre Körpersprache eine Geschichte erzählen lässt.

Fazit:

Die neue Generation der Gartenzwerge ist alles andere als spießig. Die Wichtel von heute sind modern, cool, provozieren gerne und sind schon lange nicht mehr nur in Gärten zu finden. Und so ist es ihnen gelungen, die Herzen einer neuen, jungen Generation von Heimgärtnern zu erobern.

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