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Der Feuerdorn - eine genügsame Heckenpflanze

Der Feuerdorn ist eine klassische Heckenpflanze, die pflegeleicht ist und mit ihren feurig roten Beeren hübsche Farbakzente setzt. Wir stellen ihn und seine Eigenschaften vor.

Farbenfrohe Hecken durch Feuerdorn

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Vom Zierstrauch zum Vogelschützer

Der Feuerdorn ist eigentlich zwischen dem Balkan und Persien beheimatet - also im früheren "Osmanischen Reich". In diesem Staat wurde er erstmals als Zierpflanze angelegt.

Nach Mitteleuropa kam der Feuerdorn durch europäische Bildungsreisende: Bis um 1800 brachten viele Reisende aus dem Orient unbekannte Pflanzen mit, um sie auf ihre Eignung als Arznei zu prüfen.

Als sich in der Renaissancezeit die Fürsten, später auch wohlhabende Bürger eigene Ziergärten anlegten, standen viele dieser ausländischen Pflanzen hoch im Kurs. Auch der Feuerdorn, seiner leuchtenden Beeren, aber auch der weißen Blüten wegen.

Auch außerhalb der Gärten hat der Feuerdorn Wurzeln geschlagen: Da seine Beeren eine Delikatesse für kleine Vogelarten sind und sein dichtes, dorniges Gehölz ein idealer Schutz für Vogelnester ist (Katzen oder Marder haben empfindliche Nasen), wird er bei Naturschutzprojekten wie Rekultivierungen, Aufforstungen et cetera als Vogelschutzgehölz angelegt. Besonders die Renaissance der Wildhecken hat dem Feuerdorn viel zu verdanken.

Die Vor- und Nachteile einer Feuerdorn-Hecke

Wichtig vorweg: Eine Hecke aus Feuerdorn ist kein Kinderspielplatz. Die Früchte sehen lecker aus, sind aber ungenießbar und zudem auch noch schwach giftig: Sie können Magen- und Darmprobleme als Vergiftungserscheinungen auslösen. Außerdem können die spitzen Dornen der Pflanze zu leichten, aber schmerzhaften Verletzungen führen.

Ansonsten ist Feuerdorn eine genügsame Pflanze. Er hält Trockenheit, Hitze und Frost gleichermaßen aus, seine Früchte bleiben bis in den Winter am Strauch - denn dann werden sie als Vogelnahrung benötigt.

Pflege des Feuerdorns

Am besten gedeiht der Feuerdorn, wenn er in wasserdurchlässigem Boden (normale Erde genügt also völlig) wurzelt und viel Sonne bekommt. Im Schatten blüht und treibt er zwar auch, aber nicht so stark wie unter voller Sonnenbestrahlung. Was seine Form angeht, lässt sich bekanntlich jede Hecke in bestimmte Formen einpassen.

Die meisten Gartenfreunde lassen ihren Strauch jedoch in seiner natürlichen Form wachsen. Denn Feuerdorn kann, aber muss nicht beschnitten werden! Du solltest ihn aber nicht zu schnell wachsen lassen, da er sonst "kopflastig" zusammensacken kann. Auch sollte der Strauch von Beginn an gut gestützt werden.

Arten und Zuchtformen

Mittlerweile werden im Handel diverse Züchtungen des Feuerdorns angeboten. Von der Wildform unterscheiden sie sich einmal durch verschiedene Farbschattierung der Beeren (diverse Arten nebeneinander ergeben ein schönes Bild), zum anderen durch ihre Resistenz gegen Krankheiten wie Pilzbefall oder Feuerbrand.

Viele Gartenbesitzer nutzen den Feuerdorn außerdem als Kletterpflanze. Manche Häuserwände sind statt Efeu von flammenden Feuerdornranken bedeckt. Doch auch in ganz klein - als Bonsai nämlich - ist der Feuerdorn bereits kultiviert worden.

Fazit:

Mit dieser herrlich anzusehenden Pflanze können Gartenfreunde nicht viel falsch machen. Familien mit kleinen Kindern sollte sich allerdings aufgrund der Giftigkeit der Beeren auch nach Alternativen umsehen.

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