Medizin aus dem Garten

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Heilmittel aus dem Garten im Winter

Der Winter ist da und Du fühlst Dich mies? Die üblichen Krankheiten nahen? Dann gibt es eine gute Nachricht: Viele Hausmittel, die im Winter echte Heilmittel werden, stammen aus dem eigenen Garten. Das Wissen darum ist sehr alt, man muss es nur wieder nutzen.

Gartenkräuter gegen Winterbeschwerden

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Die typischen Winterkrankheiten

Erkältung, Schlappheit, innere und äußere Kälte - wir kennen das alle. Die typischen Krankheitsbilder im Winter sind Schnupfen, Magen-Darm-Infekte, Blasenentzündung, Erkältung, asthmatische Beschwerden und sogar Herzinfarkte.

Die Viren fühlen sich im feucht-kühlen Klima besonders wohl, die Menschen halten sich eher gemeinsam in schlecht belüfteten Räumen auf, was die Übertragung der Krankheitserreger begünstigt. Das Immunsystem wird zusätzlich durch Kälte- und Lichtmangel geschwächt, denn beides löst Stress aus, der auf die Abwehrkräfte durchschlägt.

Abhilfe gehen Erkältung und Husten

Gegen Erkältung und Husten hilft das Marienblatt (Balsamita major). Die alte Bauerngartenpflanze ist seit dem Mittelalter bei uns eingebürgert und wurde in Klöstern kultuviert. Gelegentlich findet man sie ausgewildert in der Natur, dann stammen die Samen aus einem alten Kloster-oder Bauerngarten.

Der anspruchslose Korbblütler blüht von August bis Oktober, gern an einem sonnigen Gartenplätzchen, und kann als Tee aufgegossen werden, auch eine Anwendung als Gewürz wird gelegentlich empfohlen. Das auch als "Frauenminze" bekannte Kraut sollte allerdings nicht in der Schwangerschaft angewendet werden.

Halsschmerzen werden durch das anspruchslose, aber wirkungsvolle Salbei-Kraut gut kuriert, das einen sonnigen Standort mag und bei Entzündungen im Rachen als Tee angewendet wird. Man brüht Salbei mit heißem, aber nicht kochendem Wasser auf.

Bei Fieber

Hat einen das Fieber erwischt, hilft Wasserdost (Eupatorium cannabinum) sehr gut. Die hierzulande auch in der Wildnis zu findende Staude wird gern mit dem Baldrian oder auch mit Hanf verwechselt, im Garten gedeiht sie gut in feuchtem Klima und blüht im Juli zart rosa auf. In dieser Zeit soll man sie ernten, wobei es auf die Wurzeln ankommt.

Diese werden getrocknet und später dem Tee hinzugegeben, allerdings muss man sehr auf die Dosierung achten. Schon kleine Mengen wirken angenehm schweißtreibend und senken das Fieber, in zu hohen Mengen kann Wasserdost aber giftig wirken.

Ebenfalls von Mönchen entdeckt wurde das Mädesüß (Filipendula ulmaria L.) als mildes Fieber-und Schmerzmittel. Aus Blüten und Blättern wird harntreibender Tee gebrüht, der auch Magensäure eindämmt und sich somit positiv auf die Verdauung auswirkt.

Harnwegsinfekten vorbeugen

Harnwegsinfekte sind einer der Klassiker im Winter, gegen den man mit der richtigen Pflanze vorbeugen kann. Bis in den späten Herbst blüht, solange die Sonne scheint, die Anisgoldrute (Solidago odora). Die geernteten Blüten und jungen Blätter, die nach Anis schmecken, werden möglichst schonend getrocknet und später dem Tee beigemischt.

Hilfe bei winterlichen Depressionen

Durch den verringerten Lichteinfall im Winter leiden viele Menschen unter einer mehr oder weniger starken Winterdepression, gegen die man sich unter anderem zur hellsten Stunde im Freien etwas bewegen sollte.

Der Klassiker unter den Gartenpflanzen gegen diese Volkskrankheit ist echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) mit dem enthaltenen Hypericin, das als Extrakt auch in Apotheken erhältlich ist. Es fühlt sich auf allen durchlässigen Böden bei vollem Sonnenlicht am wohlsten, seine Wurzel kann bis 50 cm tief reichen. Zur Blütezeit wird es geerntet und dann getrocknet, anschließend kann man es als Tee zubereiten oder auch das Rotöl zwei Monate lang in kalt gepresstem Öl mazerieren und zu Wundheilungen verwenden. Die Wirkung gegen Verstimmungen ist unbestritten, bei schweren Depressionen ist allerdings der Arzt aufzusuchen.

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