Pflanzen und Blumen

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Wie vermehrt man Rosen?

Keine Blume duftet so wie eine Rose. Diese edle Pflanze wertet jeden Garten auf. Dein Nachbar hat   eine Rose im Garten die dir besonders gut gefällt. Du weißt aber nicht, wo du diese Sorte kaufen kannst oder wie sie heißt? Dann bitte ihn dir ein paar Stecklinge zu überlassen und züchte dir diese Sorte selber nach, denn die Vermehrung von Rosen ist relativ einfach, wenn man dabei einige Grundregeln beachtet.

Rosen selber vermehren

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Was im Vorfeld zu beachten ist

Rosen, kannst du problemlos aus Stecklingen vermehren. Unter Sortenschutz stehende Rosen durch Stecklinge zu vermehren ist jedoch verboten. Zur Vermehrung sind einige wichtige Regeln zu beachten.

Rosen sind lichtbedürftig und gedeihen am besten an sonnigen Standorten, einige Sorten auch im Halbschatten. Die Rose liebt leicht sandigen, aber doch humusreichen Boden. Sehr nasse oder zu trockene Standorte solltest du meiden.

Einen Rosensteckling schneiden

Die beste Zeit zum Schneiden der Stecklinge ist der Sommer, im Zeitraum von Ende Juni bis Ende August. Wähle hierzu einen Trieb mit einem frisch verblühten Blütenkopf und schneide diesen etwa drei Millimeter unterhalb des fünften Auges gerade ab.

Du musst diesen Trieb nicht zwingend direkt von einem Rosenstrauch nehmen, auch eine einzelne Rose aus einem Blumenladen eignet sich hierfür. Die Blüte entfernst du mit einem Schnitt knapp über den darunter stehenden Blättern.

Das oberste Blattpaar belässt du an dem Steckling und entfernst dann alle weiteren Blätter, möglichst nah am Stengel.

Rosen Stecklinge einpflanzen

Den gewonnenen Steckling steckst du nun tief in die Erde und zwar so tief, dass nur noch das verbleibende Blattpaar aus der Erde schaut. Du kannst den Trieb vorher in Bewurzelungspulver tauchen, musst du aber nicht zwingend, es sollte auch ohne funktionieren.

Wähle für den Steckling einen Platz in deinem Garten der nur vormittags von der Sonne erreicht wird. Die Erde sollte humushaltig sein. Auf keinen Fall aber sollte ihr Kompost beigemischt werden, da der Steckling eventuell sonst schlecht bewurzeln könnte.

Treibhaus für die Stecklinge

Die Stecklinge benötigen ein Treibhaus. Dazu deckst du die Stecklinge mit einem leeren Konservenglas ab. Eine leere PET-Wasserflasche kannst du auch verwenden. Dazu schneidest du den Boden der Flasche ab. und bohrst ein paar kleine Löcher in den Flaschenhals und stülpst die Flasche mitsamt dem Deckel über den Steckling.

Pflege der Stecklinge

Regelmäßig sollten die Stecklinge nun bewässert werden. Achte darauf, dass die Erde weder zu feucht noch zu trocken ist. Bei Verwendung von Gläsern als Treibhaus, müssen diese hin und wieder angehoben werden um die Stecklinge zu belüften, damit sie nicht faulen.

Das entfällt bei der Verwendung von PET-Flaschen mit Luftlöchern. Im Winter kannst du den Steckling locker mit Laub abdecken. Allerdings sollte die Rose auch ohne Abdeckung den Winter überstehen.

Endgültiger Standort

Da es recht lange dauert bis der Steckling kräftig bewurzelt ist, sollte dieser frühestens im nächsten Jahr auf den endgültigen Standort umgesetzt werden. Auch wenn die Rose schon viele Austriebe hat, sind die Wurzeln oft noch sehr schwach.

Sie bestehen anfangs fast ausschließlich aus Haarwurzeln, die beim Versetzen schnell abbrechen und zum Eingehen der Rose führen würden. Kletterrosen bewurzeln in der Regel etwas schneller.

Beim Umsetzen sollte man die Rose aber nur obererdig kräftig zurückschneiden, und möglichst viel von der Erde in der sie bewurzelte mit in das neue Pflanzloch nehmen damit der „Pflanzschock“ gering bleibt.

Auch hierbei ist unbedingt von einer Kompostgabe in das Pflanzloch abzusehen. Eine Kompostgabe über der Pflanzstelle im nächsten Jahr ist jedoch sehr zu empfehlen.

Fazit:

Stecklinge lassen sich sehr einfach aus Rosentrieben herstellen. Die Bewurzelung dauert sehr lange und gelingt nicht immer auf Anhieb. Es lohnt deshalb gleich mehrere Stecklinge zu verwenden.

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Felizitas sagt am 13.09.2011 13:49
Ich habe eine Knospe an einem Steckling vom Juli. Diese Knospe geht leider nicht auf, ich hatte mich schon so gefreut.
Was kann ich tun, daß sie sich doch noch öffnet?

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