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Die richtige Schleifmaschine

Jedes Werkzeug hat seinen Zweck, doch bei der Schleifmaschine wird es manchmal kompliziert. Ob der Bandschleifer die richtige Wahl ist, oder doch eher der Schwingschleifer, und warum der Winkelschleifer eigentlich gar keine Schleifmaschine ist - wir finden es heraus!

Kauf-Tipps: Die richtige Schleifmaschine

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Am Anfang war das Sandpapier

Bevor maschinelles Schleifen überhaupt in Mode kam, war noch richtig Muskelkraft gefragt. Denn egal ob Anschleifen, Glattschleifen, Abtragen oder Aufrauen - ohne Schleifpapier und "Schmackes" ging nicht viel. Manuelles Schleifen ist zwar auch heute noch Gang und Gebe (und in vielen Bereichen, die Feingefühl erfordern, weiterhin unerlässlich), die Schleifmaschine jedoch hat uns die Arbeit in vielen Dingen deutlich erleichtert, obgleich das Grundprinzip von Schleifpapier und Bewegung weitestgehend das Gleiche blieb.

Mittel zum Zweck

Die Wahl des richtigen Schleifers ist der erste Schritt zu einem guten Ergebnis. Diese ist in erster Linie von der zu verrichtenden Arbeit abhängig, und weniger von der Technik per se.

Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Es bringt wenig, sich ein möglichst leistungsstarkes Gerät mit großer Schleif-Fläche anzuschaffen, wenn ich eigentlich kleinflächig und mit wenig Abrieb arbeiten möchte, und umgekehrt.

Fensterrahmen beispielsweise werden vorzugsweise mit einem Deltaschleifer bearbeitet, dem einzigen Gerät dessen Schleifmittel so geformt ist dass es auch rechtwinklige Ecken erreicht.

Größere Flächen jedoch, wie beispielsweise Türen, aber auch Türstöcke, sollten mit Schleifgeräten bearbeitet werden, die eine größere Arbeitsfläche mitbringen, wie dem klassischen Schwingschleifer oder einem Bandschleifer.

Diese Handschleifgeräte eignen sich für Flächen, die nicht transportabel sind. Schleifstücke, die präzises Arbeiten erfordern und in die Hand genommen werden können, zum Beispiel Klingen oder Werkstücke aus Holz und Metall, sollten an Standmaschinen bearbeitet werden.

Qualität hat seinen Preis

Der Kauf einer Schleifmaschine richtet sich, neben dem Verwendungszweck natürlich auch nach anderen Kriterien wie Verarbeitung und Leistung (Watt). Tipps gibt es hier viele, gerade im Internet, einige davon sind jedoch äußerst subjektiv, und nicht selten geprägt von persönlichen Vorlieben und Ansprüchen.

Objektiv betrachtet ist Sicherheit das wohl wichtigste Kriterium, und die findet man in erster Linie bei der Qualität der Verarbeitung, da besonders maschinelle Werkzeuge enormen physischen Belastungen ausgesetzt sind.

Je massiver ein Gerät erscheint, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer guten Verarbeitung - etwas, das sich im Preis aber deutlich bemerkbar macht. Günstige Alternativen der Baumärkte - unter Heim- und Handwerkern auch gerne "Plastikbomber" genannt, eigenen sich eher für kurzweilige Einsätze, und verlieren bei längerem Gebrauch nicht selten merklich an Leistung.

Insbesondere bei den Schleifmaschinen haben sich ein paar Marken durchgesetzt: Makita, Dewalt und Festool, um nur einige zu nennen, werden gerne zur "Königsklasse" gezählt und überzeugen in Qualität, Leistung und Verarbeitung, sind in der Anschaffung jedoch auch entsprechend teuer.

Bei allen Schleifmaschinen gilt es darauf zu achten, dass die Befestigung des Schleifmittels möglichst unkompliziert, aber dennoch sicher ausfällt. Rotierende und schwingende Körper, die einer derartigen Belastung auf Dauer nicht Stand halten, sind mit unter äußerst gefährlich.

Sonderformen

Geräte wie der Winkelschleifer zählen nur im weitesten Sinne zu den Schleifmaschinen, und werden eigentlich als sog. Trennschleifer bezeichnet.

Der Unterschied liegt weitestgehend darin, dass verschiedene Aufsätze (Schleifscheiben) in der Regel dazu dienen Materialien zu trennen.

Der verbreitetste ist hier wohl die sog. Flex - eigentlich ein Markenname, weitläufig aber gerne als Synonym für Trennschleifer im Allgemeinen verwendet.

Generelle Tipps für den Kauf von Schleifmaschinen

Ein Indikator für gute Qualität der neuen Schleifmaschine, unabhängig von Einsatzgebiet und Typ, ist stets der erste optische Eindruck. Geräte die bereits in ihrer Optik eher an ein Spielzeug erinnern als an ein leistungsfähiges Werkzeug, sind es häufig auch.

Grundsätzlich kann man sagen dass eine Schleifmaschine immer dann von besserer und höherer Qualität ist, wenn sie deutlich mehr metallene Bauteile aufweist als andere. Sie sind langlebiger, weniger verschleißanfällig und bringen deutlich mehr Leistung.

Weitere Tipps sind eine gute Handlichkeit des Gerätes, vorzugsweise ergonomisch geformt, und eine möglichst geringe Übertragungsrate von Vibrationen nebst Geräuschpegel.

Es ist ebenfalls darauf zu achten dass die Schleifmaschine über eine Staubabsaugung verfügt, damit die Arbeit nicht nur draußen im Garten verrichtet werden kann, sondern auch in geschlossenen Räumen.

Fazit:

Wer in eine gute Schleifmaschine investiert spart sich nicht selten doppelte Arbeit, definitiv aber die Anschaffung doppelter Geräte, wenn man plötzlich feststellt dass die Leistung auf Dauer doch nicht den Ansprüchen genügt, oder gar Stand hält.

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