Lehmboden: Tipps und Tricks

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Die richtigen Pflanzen für lehmige Gartenböden

Pflanzen, die auf Lehmböden wachsen, brauchen oft eine spezielle Pflege. Darüber hinaus eignen sich nicht alle Gewächse für diesen Untergrund. Im Folgenden findest Du einige Informationen und Tipps zu lehmigem Boden im Garten und dessen Eigenschaften

Tipps zu lehmigen Gartenböden

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Was ist ein „Lehmboden“ eigentlich?

Wenn von Lehmboden gesprochen wird, so ist die Bezeichnung oft uneindeutig. Sprechen wir vom üblichen Boden in Deinem Garten, so gilt für dessen Beschaffenheit meistens, dass ein gewisser Lehmanteil vorhanden ist. Meistens ist der Boden in unseren Gärten auch lehmiger Boden. Der Begriff "lehmiger Boden" dient vor allem der Abgrenzung zu sandigem Boden.

Sandboden hat eine andere, lockerere Struktur und reichert weniger Feuchtigkeit an. Seine Dichte ist deutlich geringer als die des feuchten Lehmbodens. Die meisten Pflanzenarten bevorzugen lehmhaltige Böden gegenüber sandigem Grund, da in der lehmhaltigen Erde die Nährstoffzufuhr üblicherweise gut gesichert ist.

Neben dem lehmhaltigen Standartboden unserer Breitengrade existieren natürlich auch besonders schwere lehmige Böden - ihr Wassergehalt ist so hoch, dass es sich um tonige Lehmböden handelt.

Vorteile von Lehmboden

Der klare Vorteil aller Lehmböden ist zunächst ihre Wasserhaltigkeit. Dies liegt natürlich darin begründet, dass mit der erhöhten Flüssigkeitskonzentration auch der Nährstoffgehalt steigt.

Kleinstlebewesen finden genug Nahrung, um sich stark vermehren zu können und die Pflanzen, die lehmigen Boden besiedeln, erreichen mit ihren Wurzeln fast stets genügend Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung.

Auch die Speichermöglichkeit von Nährstoffen ist im lehmhaltigen Boden gut, weil jene in der Bodenstruktur gut gebunden und gehalten werden können. Somit kannst Du generell davon ausgehen, dass lehmiger Boden besser als sandiger Boden für die meisten Pflanzen ist.

Vorsicht bei zu feuchten Böden!

Insbesondere bei sehr feuchtem Boden kann der Segen jeodch schnell zum Fluch werden: Wassergehalt ist zunächst etwas Positives für Deinen Boden und Deine Pflanzen. Doch wenn zu viel Wasser im Boden vorhanden ist, kann es Probleme geben: Bei zu lehmigem und feuchten Boden funktioniert die Sauerstoffführung für die Pflanzenwurzeln nicht optimal.

Dies liegt daran, dass der Boden wegen des enormen Wasseranteils und der hohen Dichte kaum Sauerstoffaustausch zulässt. Man spricht hier von einer geringen Kapillarität des Bodens. In diesem zu feuchten Klima ohne Möglichkeit zur ausreichenden Sauerstoffverteilung besteht die Gefahr, dass sich Fäulnisbakterien ansiedeln.

Du solltest also in Bereichen mit sehr feuchtem Boden stets dafür sorgen, dass der Boden nicht durch Bedeckungen (Planen, darauf stehende Regentonnen und so weiter) oder Ähnliches noch zusätzlich von der Luftzufuhr abgeschirmt wird.

Normalerweise reguliert sich eine natürliche Trocknung des Bodens weitestgehend selbst. Findet allerdings zusätzliche Isolierung statt, entsteht schnell ein zu einseitiges und damit extremes Bodenklima, welches ein intaktes Ökosystem verhindert.

Geeignete Pflanzen

Es wurde oben bereits erwähnt, dass die meisten Pflanzen lehmhaltige Böden bevorzugen. Auch stärker lehmige und damit feuchte Böden werden allerdings von einigen Pflanzenarten toleriert oder sogar geschätzt.

Einige Beispiele für solche Pflanzen sind der Einfache Haselnussstrauch, Weißdorn, Efeu, Wallnuss, Magnolie, Liguster, Zierapfel, Platane, Pappel, Stechplame und viele Weidenarten.

Pflegetipps

Generell ist bei Planzen, die in lehmigem Boden angepflanzt werden, zu beobachten, dass der Boden aufgrund seines Nährstoffüberschusses die Versorgung überwiegend selbst gewährleisten kann.

Düngung und Bewässerung sind entweder gar nicht oder aber nur in geringem Maße notwendig. Wichtig ist jedoch die Bewässerung in der Anwachsphase der Pflanzen. Dies bedeutet, dass Du zumindest im ersten halben Jahr darauf achten solltest, dass im Bereich um die Pflanze herum der Boden feucht genug ist.

Ansonsten ist es lediglich wichtig, dass auch während etwaiger Trockenphasen im Sommer, der Boden künstlich nachgewässert wird, um die Wasserversorgung der dort kultivierten Pflanzen auch bei großer Hitze sicherzustellen.

Fazit:

Lehmboden ist recht pflegeleicht. Behalte stark tonige Gartenbereiche gut im Auge, damit keine Fäulnis entsteht und achte im Sommer verstärkt auf den Wassergehalt des Bodens, der deine Pflanzen umgibt. Dann wirst Du auch an lehmigen Gartenbereichen lange Freude haben!

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