Schattengarten
Kommentare (0)Ein heimeliges Plätzchen im Garten
In jedem Garten gibt es sonnige und weniger helle Bereiche. Durch das Wachstum von Bäumen und Sträuchern kann der darunter fallende Schatten sich mit den Jahren ausdehnen. In Gärten von Reihenhäusern gibt es häufig sehr eingegrenzte Lichtverhältnisse, durch Mauern, Sichtschutz oder hohe Hecken. Außerdem variiert, je nach Sonnenstand, die Helligkeit verschiedener Bereiche im Garten. Mit etwas Überlegung und ein paar Tipps lassen sich auch die dunkleren Bereiche im Garten beleben, ein Schattengarten entsteht.
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Verschiedene Arten von Schattenzonen
Den "absonnigen Standort" findet man vor, wenn ein Bereich zwar sehr hell ist, jedoch kein direktes Sonnenlicht bekommt. Dies kann beispielsweise durch weiße Mauern, die das Licht reflektieren, entstehen, oder aber der Standort verfügt nur in der Mittagszeit nicht über Sonnenlicht.
In jedem Fall sind hier die Lichtverhältnisse so günstig, dass auch Stauden mit hohem Lichtbedarf noch gut gedeihen. Der "Halbschatten" entsteht als eine Schattenfront, die sich im Laufe des Tages durch Mauern, Hecken oder hohe Bäume mit dichter Krone entwickelt. Wenn ein Platz im Garten nur bis zu vier Stunden am Tag Sonne bekommt, spricht man von einem halbschattigen Standort.
Pflanzen, die hier zu finden sind, sollten kurze Zeiten von praller Sonnenbestrahlung und kurzer Trockenheit des Bodens verkraften können. Morgensonne ist dabei für die Pflanzen leichter zu nehmen, da die Luftfeuchtigkeit dann noch höher ist. Am Mittag bis Nachmittag besteht erhöhte Verbrennungsgefahr.
Pflanzen, die hier gut zurechtkommen, sind Sterndolden, Herbst-Anemonen, Fingerhut oder auch Storchenschnabel-Arten. "Lichter Schatten" bezeichnet Orte, an denen Sonneneinstrahlung sich mit kürzeren Schattenzeiten abwechselt. Dies kann durch Wind noch verstärkt werden.
Bäume mit lichtdurchlässigem Blätterdach, wie Birken oder Weiden, können solche Lichtverhältnisse erzeugen. Auch bei Bambushecken oder einer bewachsenen Pergola kommt es dazu. Die zuträglichen Pflanzen entsprechen denen, die für den Halbschatten geeignet sind.
"Vollschatten" bedeutet, dass ein Bereich über den ganzen Tag kaum Licht bekommt. Dies kommt unter Nadelbäumen vor, oder an der Nordseite höherer Mauern oder Gebäude. Für diese Bereiche eignen sich echte Schattenstauden wie Christ- und Lenzrose, Funkien, Hosta oder Farne.
Schattenstauden können aber auch in Sonnenlicht noch gut gedeihen, wenn sie ausreichend gewässert werden, so dass die Blätter gekühlt sind.Tipp: Schattenstauden sollten immer in großen Mengen gepflanzt werden und vor allem gut gedüngt werden. Stickstoffdünger, wie Hornspäne, am besten mit zufügen.
Schattengarten bepflanzen - was geht?
Farne sind sehr robuste, anspruchslose Gewächse, die unter dichten Bäumen mit hohen Kronen sehr gut gedeihen. Zusammen mit Efeu bieten sie einen schönen Anblick, beide kommen auch im Vollschatten gut zurecht.
Riesenschneeglöckchen wirken zwischen grünen Bodendeckern so richtig, wenn sie in großen Mengen angepflanzt werden. Passende, grüne Bodendecker sind Efeu oder Immergrün.
Auch Skilla, Krokus und andere Zwiebel-Frühblüher gedeihen gut zwischen Bodendeckern. Tipp: Viele Bodendecker-Stauden oder -gehölze sind Schattenpflanzen und daher geeignet für den Schattengarten.
Stars im Schattengarten - Blütenpracht mit wenig Sonne
Auch Blühpflanzen können im Schattengarten gut geraten. Die Waldgedenkemein ist ein blühender Bodendecker. Sie trägt herrliche, leuchtend blaue Blüten, die sie vor allem bei der dargestellten Düngung üppig produziert. Ebenso sind Maiglöckchen in dichtem Teppich mit Immergrün prachtvoll anzuschauen.
Die Waldsteinia oder Golderdbeere ist ein Bodendecker für den Schattengarten, sie trägt leuchtend gelbe Blüten. Der Perlmuttstrauch blüht im Schattengarten zartrosa, er wird zwei bis drei Meter hoch.
Ebenso die Blutjohannisbeere, mit leuchtend roten Blüten, kommt mit Schatten bestens aus, sie wird bis zu zwei Meter hoch. Johanniswedel ist eine heimische Staude, sie blüht auch im Schatten zart weiß und wird ein bis zwei Meter hoch.
In gelber Blüte zeigt sich die Mahonie, sie wird bis zu einem Meter hoch und verträgt Schatten ebenso wie pralle Sonne. Auch das Johanniskraut kann solche Lichtverhältnisse vertragen, es ist ein gelb blühender Bodendecker und wird bis zu 40 Zentimeter hoch.
Fazit:
Der Schattengarten ist durchaus zum Anlegen eines idyllischen Gartenparadieses geeignet. Die Vorteile der sonnengeschützten Lage liegen auf der Hand, im Sommer kann man dort auch noch an heißen Tagen das Gartenglück genießen. Besonders schön ist die Kombination mit einem Pavillon, einem Gartenteich oder die Anlage mit Steingarten-Elementen.
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