Pflanzen und Blumen

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Die schönsten Solitärpflanzen und wie man sie pflegt

Eine Solitärpflanze ist im Garten wie beim Schmuck der einzelne "Solitaire", der Edelstein, der alles überstrahlt. Solitärpflanzen sind repräsentativ und brauchen eine strenge Auswahl und vereinzelt auch eine gezielte Pflege.

Solitärpflanzen – Eine Zier für jede Gartenanlage

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Warum Solitärpflanzen?

Als Solitärpflanzen eignen sich Bäume, Sträucher und Stauden gleichermaßen, wenn Sie einen eigenen Charakter besitzen und ihnen hinreichend Platz gewährt wird. Aber viele Solitärpflanzen kommen nur zur Geltung, wenn sie sich räumlich entfalten und von der Umgebung absetzen können.

Bedenke auch, dass viele geeignete Bäume und Sträucher auch Zeit brauchen, um zu ihrer erwünschten Wirkung zu gelangen – außer, Du hast das nötige "Kleingeld" und kannst Tausende dafür ausgeben, einen ausgewachsenen Baum umsetzen zu lassen.

Auch sogenannte XXL-Pflanzen, die in Gartencentern als Containerpflanzen vor allem für Terrassen als "Hingucker" angeboten werden, sind nicht gerade billig. Hier gilt das alte Sprichwort: "Time is Money!"

Solitärpflanzen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass ihr Wuchs, ihre Blüten, Blätter, Nadeln und Rinden einen besonderen Charakter und eine heraus stechende Farbe besitzen, die sie von ihrer Umgebung abheben, ja einzigartig erscheinen lassen.

Diese herausragende Erscheinungsform kann auf ihre Natur, besondere Pflegeformen oder eine Kombination von beidem beruhen. Besonders große Kübelpflanzen aus dem Angebot von Gartencentern und Baumschulen sind häufig durch ihre gewollte Künstlichkeit ein ausgesprochener Blickfang.

Solitärpflanzen für Vorgärten, Kleingärten und Terrassen

Je nach der vorhandenen Fläche sollte der Breitenwuchs der Pflanze berücksichtigt werden. Für kleine Vorgärten eignen sich schmalwüchsige Laubbäume wie Säulenkirsche, Pyramiden-Silberahorn, Goldulme und Rote Säulenbuche oder schmalwüchsige Nadelbäume, von denen es eine große Zahl gibt, bei denen aber die zu erwartende Wuchshöhe zu beachten ist.

Empfehlenswert für unsere Breiten sind die Goldscheinzypresse, die Blaue Säulenscheinzypresse, die Himalaja-Zeder und der Raketenwacholder. Bei solitärem Wachstum machen sich unter den Lebensbäumen auch Thuja Smaragd und Thuja Plicata Dura gut im Garten und im Kübel.

Die auffällige Hemlocktanne wächst leider etwas breiter und die hochwachsende Bastardzypresse benötigt wegen des kahlen Stammes ein "Untergehölz". Dafür eignen sich jedoch wieder kleinwüchsige Nadelgehölze mit deutlichem eigenem Erscheinungsbild, wie zum Beispiel die Zwergzypresse, die Zwerg-Fadenzypresse, der Gelbe Moos-Wacholder, der Fächer-Wacholder, Zuckerhut-, Nest- und Igel-Fichten oder der Zwerg-Hemlock, um nur einige zu nennen. In größeren Vorgärten sind Magnolienbäume sehr beliebt wegen ihrer Blütenpracht. Sie werden aber sehr breit, lassen sich schlecht zuschneiden und sind nach der Blütezeit eher unscheinbar. Fächer- und Schlitzahorn geben ein sehr gutes Erscheinungsbild. Der relativ schnellwüchsige Rote Fächerahorn lässt sich wie der hellgrüne Japanische Ahorn vergleichsweise gut zuschneiden, und der feingliedrige Schlitzahorn hat nur ein langsames Wachstum. Als Kübelpflanzen eignen sich sehr viele Arten für die Terrassenverschönerung, ob nun eine japanische Lavendelheide, eine rotblättrige Korkenzieher-Haselnuss oder ein Perlmuttstrauch. Gut eignen sich auch Zwerg- und Säulenobst-Arten. Die schon genannten Zwergformen der Nadelgehölze für das "Unterholz" sind ebenfalls ideale Arten für Zier-Solitärpflanzen in Pflanzgefäßen. Die leider mehr oder weniger giftigen Thujen und Eiben sowie der Buchsbaum eignen sich durch besondere Pflege in ihren "Kunstformen" sehr gut als Solitärpflanzen auf engem Raum. Auch kleinwüchsige Kugelbäume können sowohl für die Terrasse als auch streng gestaltete Vorgärten eine Zierde sein, zum Beispiel der Kugel-Mammutbaum oder der Kugel-Amberbaum.

Sträucher, Rosengehölze und Stauden

Je nach der Gartengestaltung kannst Du auch ausgewählte Pflanzen als "nicht typische" Solitärpflanzen repräsentativ einsetzen, im Besonderen größere Blütensträucher.

Hierzu kann man den Judasbaum, die verschiedenen Blumenhartriegel, den Rotdorn, Zaubernüsse, den Heptacodium miconioides (Strauch der sieben Söhne des Himmels), Strauchrosen, die Zimthimbeere, alle Arten von Schneeball und natürlich die Vielfalt von Fliedersträuchern rechnen.

Als Solitärstauden kann man Agastachen, Silberkerzen, Lupinen und die vielfältigen Arten von Rittersporn, Sonnenbraut und Sonnenhut bezeichnen. Unterschiedlich ist die Meinung, ob man Rosen zu den Solitärpflanzen rechnen soll.

Du kannst aber vor allem mit Strauchrosen und Wildrosen regelrechte einzelne Blütenberge gestalten, eventuell gesäumt von Stammrosen. Dabei solltest Du aber mehr die Gestaltung des Gesamtcharakters Deines Gartens im Auge haben als die Heraushebung einzelner Pflanzen.

Solitärpflanzen für große Gärten und parkähnliche Grundstücke

Hier kommen vor allem durch Größe und Eigenart herausragende Arten in Frage wie die buchstäblich überragenden Zypressen und Sequoias, zum Beispiel die Leylandzypresse oder der amerikanische Mammutbaum.

Ein schönes Gartenbild ergibt sich mit dem Blauglockenbaum (Kaiserbaum), der bizarren Süntelbuche, dem buntblättrigen Eschenahorn, dem Gelbbunten Spitzahorn, allen roten Ahornarten, der Blutpflaume, der Gelben Gleditschie oder der Schwedischen Mehlbeere.

Die mittelgroßen Laubbäume werden buchstäblich überragt durch auffällige Solitäre wie Schwarzerle, Blut- und Rotbuche und den schönwüchsigen Amberbaum, der wegen seiner besonders auffallenden und vielfältigen Herbstfärbung beliebt ist. Doch auch der Bergahorn ist als Solitärbaum nicht zu verachten.

Fazit:

Die Pflege der bisher genannten Solitärpflanzen ist im Allgemeinen unproblematisch, weil sie auf unsere Klimabedingungen angepasst gezüchtet oder selektiert worden sind. Vor der Pflanzung solltest Du aber die Bodenbeschaffenheit überprüfen. Was das Beschneiden anbelangt, findest Du die nötigen Angaben bei den einzelnen Arten und Sorten. Nur wenige vertragen das Beschneiden nicht gut.

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