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Düngen mit Kompost

Der Kompost liefert hervorragenden Humus, der die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralien versorgt. Allerdings gehört nicht jede organische Substanz auf den Komposthaufen. Wir sagen, worauf Du achten solltest.

Kompost

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Düngemittel gibt es im Baumarkt und im Fachhandel zu kaufen. Da Hobby- und Profigärtner ihren Pflanzen aber ein gesundes Wachstum ermöglichen wollen, investieren sie in die meist chemischen Substanzen und freuen sich auf beste Ergebnisse. Dabei gibt es eine viel günstigere Bezugsquelle für Dünger als das Gartencenter: Den eigenen Kompostbehälter.

Die Anlage des Kompostbehälters

Komposthaufen

Ein Komposthaufen bietet Pflanzen Dünger

Kompost fällt in jedem Haushalt an, der Gemüse und andere natürliche Lebensmittel verarbeitet.

Gartenbesitzer können sich einen Kompostbehälter zulegen, anstatt den Müll in die Biotonne zu werfen. Auf einen Komposthaufen gehört grundsätzlich alles, was natürlicher Herkunft ist und verfaulen kann: Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, altes Brot, Kaffeesatz in geringen Mengen oder tote Pflanzenreste, die bei der Gartenarbeit entstanden sind.


Kleinstlebewesen wie Bakterien, aber auch Regenwürmer und andere Tiere zersetzen nach und nach das organische Material und scheiden ihre Stoffwechselprodukte direkt in den Komposthaufen aus. Sie gelten als Ende der ökologischen Nahrungskette - und genau darin liegt der große Wert eines Komposthaufens für den Gärtner.

Kompost als Düngemittel

Die Natur sieht es vor, dass Essensreste und abgestorbenes Material von den dafür zuständigen Lebewesen abgebaut werden. Sie verdauen aber nicht restlos alle Nährstoffe, die in den Resten enthalten sind: Ein Teil davon gelangt zurück in den Boden, wo er Pflanzen als Nährstoff dient.

Damit beginnt die Nahrungskette von vorn, denn die Pflanzen gehören zu ihrer untersten Ebene.


Im heimischen Garten entsteht selten von allein eine solche Humusschicht. Die edaphischen Lebewesen, die totes Material verwerten, sind zwar vorhanden, nicht aber ihre Nahrungsgrundlage.

Um natürliches Düngemittel herzustellen, gibt der Gärtner den Lebewesen im Komposthaufen ein neues Zuhause und lässt sie dort ihre Arbeit verrichten, um anschließend die entstandene Erde auf die Pflanzen zu geben.


Kompost kann man sowohl für Pflanzen im Garten verwenden, die gesund und kräftig werden sollen, als auch für Topfpflanzen, die im Innen- oder Außenbereich wachsen.

Am besten düngt man den Boden bereits vor dem Aussetzen der Pflanze. Im Gemüse- oder Blumenbeet lockert man zunächst den Boden auf und verstreut anschließend einige Liter Kompost auf der frisch aufgehackten Erde.

Bei bereits eingesetzten Pflanzen lockert man den Boden vorsichtig auf und gibt dann den Dünger darauf - allerdings muss man darauf achten, die Wurzeln nicht zu verletzen.


Ähnlich verfährt man bei einer Topfpflanze; dabei hat man es meist einfacher, da man sie umtopfen kann, um sie richtig zu düngen. Bevor sie in ihren neuen Topf kommt, wird dieser mit Kompost gefüllt. Dann wird die Pflanze eingesetzt und der Topf bis zum Rand mit kompostierter Erde befüllt. Einige Liter Kompost reichen für ein ganzes Jahr - es muss nicht wieder nachgedüngt werden, selbst bei stark zehrenden Pflanzenarten nicht.

Worauf achten beim Düngen mit Kompost?

Die Düngung mit Kompost bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die auf seiner natürlichen Herkunft beruhen. Selbst hergestellter Kompost ist das beste Düngemittel, da sich darin ein Gleichgewicht der Nährstoffe einpendelt. In jedem Komposthaufen sind unterschiedliche Kleinstlebewesen enthalten, die jeweils verschiedene Nährstoffe ausscheiden.


Um eine Mangelernährung der Pflanzen muss man sich keine Sorgen mehr machen. Vor allem enthält Kompost hohe Anteile an Magnesium und Kalk, die für die Gesundheit des Bodens sorgen - denn dieser leidet häufig unter der Düngung.

Fazit:

Der Nachteil an Kompost ist der hohe Phosphoranteil. In dieser Hinsicht sind die meisten Böden eutroph - das bedeutet, dass sie bereits gut mit dem Nährstoff versorgt sind. Er hält sich lange im Boden, da er nicht auswaschbar ist, allerdings brauchen Pflanzen nur geringe Mengen davon. Bei häufiger Düngung sollte man eine Bodenprobe ins Labor schicken, um zu hohe Phosphorwerte frühzeitig zu erkennen. Dies ist eine Gefahr, der man sich bei jeder Düngung aussetzt, ob man Mineraldünger oder natürliche Komposterde einsetzt.

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