Gartenhelfer

  Kommentare (0)

Der Komposthaufen, das Kraftwerk des Gärtners

Wer einen Garten besitzt, kann meistens auch eine kleine Ecke für den Komposthaufen abzwacken. Dort kann man dann bequem, vertrocknete Blätter und andere organische Abfälle ablegen. Mikroorganismen verwandeln anschließend die Bestandteile in wertvollen Humus

Energielieferant

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Die Humusdecke ist jener quicklebendige Teil des Gartens, der die Pflanzenwelt mit Nährstoffen versorgt. Solange ausreichend organische Abfälle vorhanden sind, erneuert sie sich glücklicherweise von selbst. Nun ist es allerdings nicht jedermanns Sache, Gartenabfälle einfach in den Beeten zu verteilen. Daher die dringliche Empfehlung: Errichte einen Komposthaufen.
Auch dieser arbeitet vollkommen eigenständig, je nach Standort und Bewirtschaftungsmethode allerdings unterschiedlich effizient.

Der Standort beeinflusst das Mikroklima

Buchempfehlungen:

Wer einen Komposthaufen neu anlegt, sollte sich zunächst Gedanken über den richtigen Standort machen. Dunkle Ecken sind eben so wenig geeignet wie vollkommen frei stehende Plätze, an denen Wind und Sonne die „Miete“ stark austrocknen. Umliegende Sträucher und Hecken sorgen hier für den nötigen Schutz.


Am wohlsten fühlen sich die für die Umsetzung der Abfälle verantwortlichen Organismen, wenn der Komposthaufen stets etwas feucht ist und gut belüftet wird. Verzinkte Metallgitter, Maschendraht- und Holzlattengerüste lassen die Luft zirkulieren und sind daher gleichermaßen gut geeignet. Holzkonstruktionen haben allerdings den Nachteil, mit der Zeit zu verwittern und selbst zu Kompost zu werden. So mancher greift daher auch zum Schnellkomposter aus Plastik.

Die Bodensohle

Auf schweren Böden, die zu Staunässe neigen, kann eine etwa 20 Zentimeter tiefe Sandschicht die Durchlässigkeit verbessern. Auf besonders sandigen Böden verwendet man stattdessen Lehm. Dieser hindert die Feuchtigkeit daran, ins Erdreich zu entweichen. Bei lang anhaltenden Trockenperioden ist es zudem wichtig, den Komposthaufen gelegentlich zu gießen.
Unbedingt zu vermeiden ist eine Versiegelung des Komposthaufens nach unten. Schließlich sollen Regenwürmer und Mikroorganismen die Möglichkeit haben, aus dem Boden heraus einzuwandern. So fern Sand oder Lehm eingesetzt werden, kann eine darüber liegende Schicht Mutterboden ihren Einzug begünstigen.


Geheimtipp: Kaffeesatz zieht Regenwürmer magisch an!

Pflanzenteile richtig Schichten


Mit Holz eingefasster Komposthaufen

Organischer Abfall auf dem Komposthaufen


Ein gut geführter Komposthaufen wird in Schichten aufgehäuft und bildet auch keinen Schimmel. Grobe Pflanzenteile wie Zweige und Holzschnitzel gehören nach unten, gefolgt von einer Schicht gemischter, von frischem Grün durchsetzter Abfälle. Grasschnitt und Laub werden zum Schluss aufgetragen.


Gelegentlich wiederkehrende, schmale Zwischenlagen aus Mutterboden, Brennnesselschnitt und bereits fertigem Kompost fördern den Zersetzungsprozess. So „geimpft“ kommen besonders neu angelegte Haufen schneller in Gang. Wer keinen Kompost zu Hand hat, kann stattdessen auch auf „Kompost-Beschleuniger“ aus dem Gartenhandel zurückgreifen.

Was darf auf den Komposthaufen?

Grundsätzlich können alle pflanzlichen Garten- und Küchenabfälle über den Komposthaufen entsorgt werden. Schichten aus verholzten Bestandteilen sowie Laub und Grasschnitt sollten allerdings nicht höher als 20 Zentimeter sein, da sie sich deutlich langsamer zersetzen als welke Schnittblumen, Gemüsereste oder Obstabfälle. Tannennadeln sowie Laub machen den Kompost zudem sauer. Es empfiehlt sich daher, nur kleinen Mengen davon einzubringen. Wer der Übersäuerung entgegenwirken möchte, kann geringe Mengen Kalk beigeben.


Unbedingt zu vermeiden sind gekochte Speisereste (ausgenommen Tee und Kaffeesatz) sowie Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen. Diese ziehen Mäuse und Ratten an und verwittern äußerst langsam. Zerkleinerte Eierschalen sind eine gute Kalkbeigabe, solang kein Eiweiß mehr daran haftet.


Kranke Pflanzenteile sowie Wildkräuter deren Verbreitung eingedämmt werden soll, gehören in die Mitte des Komposthaufens. Während der Zersetzung entstehen hier Temperaturen bis zu 80 C°, wobei die meisten Samen absterben.


Naturdünger wie Mist und Jauche versorgen die im Kompost lebenden Helferlein zusätzlich mit Energie und heizen dem Gartenkraftwerk so richtig ein.


Fazit:

Wenn man einige Dinge beachtet, verkürzt sich die Verrottungszeit und Du erhältst Humus von spitzen Qualität.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken

Unsere Topseller

  • Frühbeetkästen
  • Astscheren
  • Aufzuchtschalen
  • Gewächshäuser
  •   Kommentare(0)
  • Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben!
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop