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Kompost umsetzen

Wer schon die Anlage des Komposthaufens gut plant, spart sich später viel Arbeit. Wichtig ist es, das es zu keiner Staunässe kommt und der Kompost abwechslungsreich geschichtet wird.

Komposthaufen umplatzieren

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Wann sollte man den Kompost umschichten?

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass man einen Komposthaufen grundsätzlich gar nicht umzusetzen braucht, wenn man bei der Anlage ein paar Dinge berücksichtigt hat und außerdem dem Kompost genug Zeit zum Reifen (je nach Wetter und Zusammensetzung circa ein Jahr) geben kann.


Idealen Standort finden

Dies bedeutet im Einzelnen: Man sollte einen Komposthaufen niemals auf einer undurchlässigen Fläche errichten (beispielsweise Beton), damit sich keine Staunässe bilden kann, was zu Fäulnisbildung und damit Geruchsbelästigung führt - und außerdem sollen ja für die Verrottung notwendige Bodenorganismen in das zu kompostierende Material einwandern können.


Ein zu durchlässiger, trockener Boden wie Sandboden ist ebenfalls nicht gut geeignet, da die Feuchtigkeit sich dann nicht halten kann und der Kompost austrocknet, was ebenfalls die Verrottung zu wohlriechender Gartenerde erschwert.


Ideal ist ein nicht zu fester Lehmboden, den man ggf. vor dem Ansatz mit der Grabgabel noch ein wenig auflockern kann. Gegen Ratten und andere ungebetene Besucher hilft ein feingliedriges Gitter, das passgenau unter eine Biotonne gelegt werden kann.


Außer dem richtigen Untergrund spielt auch der Standort eine wichtige Rolle. Abgesehen davon, dass man Abstandsregeln zum Nachbargrundstück einhalten muss, sollte der Kompost weder der prallen Sonne noch ständigem Regen ausgesetzt sein. Günstig ist es, wenn ein Baum oder Strauch in der Nähe Schatten und ein wenig Schutz vor zu viel Nässe bietet. Bei Dauerregen kann es auch sinnvoll sein, den Kompost zeitweilig abzudecken – natürlich mit luftdurchlässigem Material wie Plastikplanen.

Kürbis, Gurken oder Zucchini auf Kompost säen

Buchempfehlungen:

Eine weitere – noch dazu nutzbringende – Möglichkeit, den Kompost zu schützen, ist, stark zehrende, schnell wachsende und groß-blättrige Gemüse wie Kürbis - besonders zu Halloween sehr beliebt - Gurken oder Zucchini auf dem Komposthaufen zu säen.


Weiterhin ist es wichtig, auf die richtige Schichtung der verschiedenen Kompostbestandteile zu achten. Sehr feuchte Bestandteile wie Küchenabfälle sollten abwechseln mit trockenen Bestandteilen wie verrottbarem Papier, zerkleinertem Astschnitt und Stroh aufgeschichtet werden.


Grasschnitt sollte man vor dem Aufbringen auf den Kompost ein paar Tage anwelken lassen und dann nur in dünnen Lagen im Wechsel mit anderem Material aufschichten.

Was tun, wenn nicht alle Bedingungen ideal waren?





Im Garten: Komposthaufen

Komposthaufen im Garten



Nicht immer ist im Laufe eines Jahres alles optimal gelaufen:

Mal war das Wetter wochenlang zu trocken oder zu nass, oder man hat doch mal zu viel von einem Bestandteil im Kompost – spätestens, wenn der Kompost anfängt, unangenehm zu riechen, sollte man etwas unternehmen, aber auch, wenn der Feuchtigkeitsgehalt nicht optimal ist: Guter Kompost ist etwa so feucht, wie ein ausgedrückter Schwamm.

Das Umsetzen

Am besten plant man von Anfang an Platz für 2-3 Komposthaufen ein, dann hat man immer einen Haufen mit fertiger Gartenerde, einen Haufen, der halbfertig ist und noch reifen muss, aber für Kompostmulch schon geeignet ist und einen Haufen, auf den man die Abfälle werfen kann.


Durch das Umsetzen wird der Kompost vor allem gelockert und belüftet. Außerdem werden zu feuchte und zu trockene „Nester“ miteinander vermischt und so löst sich schon manches Problem (wie faulende Stellen) von selbst. Weiterhin kann man beim Durchmischen überprüfen, ob versehentlich schlecht verrottendes Material wie Zitrusschalen oder Kohlstrünke mit auf den Haufen geraten sind; diese sollte man lieber in der Grünen Tonne entsorgen.


Für das Umsetzen eignet sich die Spatengabel gut. Ein gesunder Erwachsener braucht beim Umsetzen keine besondere Schutzkleidung zu tragen (außer eventuell Gummihandschuhe, falls man etwas Ekliges aus dem Haufen herausfischen muss). Allergiker, Asthmatiker und ähnlich Geschwächte sollten aber beachten, dass halbfertiger Kompost Bakterien und Pilzsporen enthält, die für diese Personen gefährlich werden könnte.


Also: Entweder einen Mundschutz tragen oder das Umsetzen vielleicht lieber jemand anderem überlassen. Beim Umsetzen sollte man vor allem auf eine gute Durchmischung achten, das heißt, was außen war, kommt nach innen und was oben war, nach unten. Weiter kann man den Feuchtigkeitsgehalt optimieren: Zu trockener Kompost wird beim Durchmischen angefeuchtet und zu feuchter mit trockenem Material durchmischt.

Fazit:

Ideal ist es, wenn man den umzusetzenden Haufen an die Stelle setzen kann, wo vorher der reife Kompost gelagert wurde, den man vorher verwendet hat. Reifer Kompost enthält jede Menge Mikroorganismen und wirkt als guter Verrottungsbeschleuniger. Im Handel erhältlicher Schnellkomposter kann auch zugegeben werden, er enthält keine Chemikalien, sondern besteht in der Regel größtenteils aus Tierknochenmehl und Hornspänen.

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