Pflanzen und Blumen

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Naturnahe Hecken anlegen mit Berberitze

Hecken aus Berberitze, bekannt auch unter dem Namen Sauerdorn, wirken nicht nur wunderschön durch ihr wandelndes Farbenspiel, sie sind naturnah und tragen zum Teil essbare Früchte. Wir haben für Dich alle Eigenschaften, die diese Pflanze besitzt, zusammengefasst und verraten dir, worauf du beim Anlegen einer Hecke aus Sauerdorn achten solltest.

Gestaltungstipp: Naturnahe Hecke aus Berberitze

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Die Berberitze als Heckenpflanze

Berberitzen eignen sich besonders gut für jeden, der naturnahe Hecken anlegen will. Durch ihr dichtes Geäst wirken sie sehr gut als Sichtschutz. Die dichten, dornigen Äste hindern Tiere aus der Nachbarschaft vorm Eindringen auf das Grundstück und das kantige, rotbraune Gehölz dient Vögeln als Nistgehölz.

Die Blüten dienen als Nahrungsquelle für Insekten und die Früchte der vulgaris-Sorten kannst du sogar essen oder zu Marmelade oder Kompott verwerten. Sie schmecken leicht säuerlich und enthalten viele Vitamine. Auch Vögel und einige Säugetiere mögen die Beeren der Berberis vulgaris, des Sauerdorns.

Die Früchte der anderen Sorten sind schwachgiftig. Andere Pflanzenteile, insbesondere die Wurzel und die Rinde des Stammes enthalten jedoch schwach giftige Alkaloide. Der Sauerdorn gilt als Heilpflanze, ist aber auch als Blattschmuckpflanze durch ihre glänzenden kleinen Blätter sehr beliebt. Als Pflanzabstand für das Anlegen einer Hecke solltest du etwa eine halbe Wuchsbreite einkalkulieren. Es gibt verschiedene Sorten.

Die asiatische Berberis thunbergii Atropurpurea

Die mehrjährige Berberis thunbergii Atropurpurea, auch Blutberberitze genannt, hat bronzerote bis blutrote Blätter, die im Herbst kaminrot leuchten. Ihre Wuchshöhe beträgt bis 2 Meter. Die Blutberberitze trägt von April bis Mai unscheinbare rötliche Blüten und ab September korallenrote Früchte. Die Äste sind innen gelblich.

Die asiatische grüne Berberis thunbergii

Die grüne Berberitze, Berberis thunbergii erreicht auch eine maximale Höhe von zwei Metern. Ihre gelben unscheinbaren Blüten im Mai und Juni dienen als Nahrung für Bienen. Ab September zieren korallenrote Beeren die Berberitze. Die Blätter sind eiförmig und lediglich 3 Zentimeter lang. Im Herbst verfärben sie sich rot bis orange. Zu viel Kalk im Boden mag sie nicht, darauf solltest du achten, denn sonst werden die schönen grünen Blätter schnell gelb.

Generelles zur Berberis thunbergii

Die Berberis thunbergii ist sehr anspruchslos. Du solltest diese Sorte vorzugsweise in sandigen, lehmigen Humusboden pflanzen, der leicht sauer ist. Am liebsten mag die Berberis thunbergii ein sonniges, warmes Plätzchen.

Berberis vulgaris

Die Gemeine Berberitze, Berberis vulgaris, auch Sauerdorn oder Essigbeere genannt, stammt ursprünglich aus Südeuropa und Westasien. Dieser einheimische Strauch erreicht eine maximale Höhe von zwei Metern und hat leicht gezahnte Blätter mit dreiteiligen Blattdornen.

Die Rinde der Äste mit ein bis sieben Dornen ist gelbbraun bis grau und innerlich leuchtend gelb. Die Blütezeit der gelben, halbkugelig-glockigen Blüten, die sich in bis zu dreißigblütigen, traubigen Blütenständen entwickeln, reicht von April bis Juni.

Die essbaren, einen Zentimeter großen roten Beeren sind ab Oktober reif. Diese Sorte bevorzugt kalkhaltigen, trockenen bis mäßig feuchten Boden und gedeiht in der Sonne sowie auch im Halbschatten besonders gut.

Berberis x ottawensis

Die große Blutberberitze, Berberis x ottawensis, stammt aus Mitteleuropa und erreicht eine maximale Höhe von etwa drei Metern. Sie ist gewölbt, schirmartig im Wuchs und starkwüchsig. Die Blätter sind bräunlich rot und die Herbstfärbung orangefarben durchscheinend. Die Berberis x ottawensis blüht im Mai gelbrot, was einen super Kontrast zu dem dunklen Laub bietet.

Vom September an bis in den Winter trägt diese Sorte rote Beeren. Du solltest diese Sorte in sandig bis lehmigen Boden, der mäßig feucht gehalten werden kann, in sonniger bis halbschattiger Lage pflanzen.

Fazit:

Eine Hecke aus Berberitze schützt hervorragend vor ungebetenem Besuch von Nachbars Katze und im Sommer auch vor neugierigen Blicken. Durch die Blüte, die Beeren und die Blattverfärbung im Herbst ist die Hecke nicht eintönig und wandelt im Laufe der Jahreszeiten ihr Aussehen. Sie ist zudem äußerst pflegeleicht und schnittfest. Wenn du jedoch Kleinkinder oder eigene Haustiere hast, besteht die Gefahr, dass diese sich beim unachtsamen Spielen durch die Stacheln kleinere Verletzungen zuziehen könnten. Im Winter bietet die Hecke keinen völligen Blickschutz.

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