Wasserwelt

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Teiche im Winter

Im Winter verlangsamt sich das Leben in der Natur. Auch im Teich ruhen die Fische und halten eine Art Winterschlaf. Doch wie überstehen die Lebewesen im Teich die kalte Jahreszeit? Worauf muss geachtet werden?

Teiche winterfest machen

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Wenn die kalte Jahreszeit einbricht, muss der Garten-Teich winterfest gemacht werden. Fische und Pflanzen müssen vor Schnee und Eis geschützt werden. Empfindliche Fische wie Kois müssen darüber hinaus mit einer Teichheizung warm gehalten werden. Außerdem müssen Kois an der Eisfläche ein eisfreies Luftloch besitzen.

Laub entfernen

Sobald die Temperaturen fallen und Geäst, Laub und abgestorbene Pflanzenreste im Wasser treiben, sollten diese mit einem Teichkescher entfernt werden. Viel Arbeit kann sich erspart werden, wenn der Gartenteich bereits im Herbst mit einem Teichnetz abgespannt wird. Zum einen wird das anfliegende Herbstlaub direkt aufgesammelt, zum anderen wird das biologische Gleichgewicht im Gartenteich gehalten. Falls zu viele Blätter im Wasser verwelken, entsteht ein Nährstoffüberangebot. Diese führen nach dem Winter zu einer erhöhten Konzentration von Algenblüten.

Empfindliche Pflanzen lagern

Zur Teichpflege gehört es unter anderem auch, dass alle empfindlichen Pflanzen aus dem Gartenteich entfernt werden. Diese können entweder in einem Wintergarten oder im Haus untergebracht werden. Winterfeste, tropische Schwimmblattpflanzen können im Gartenteich auch umgesiedelt werden. Bei einer Tiefe von ca. 100 Zentimetern sind diese vor dem Erfrieren gesichert, da die Temperaturen mit zunehmender Tiefe steigen.

Im Gartenteich sollten nur immergrüne Gartenpflanzen verbleiben. Besonders vorteilhaft erscheint es, wenn Schilfrohr angepflanzt wird. Teichpflanzen wie Rohrkolben und Schilfpflanzen besitzen einen röhrenartigen Stiel. Falls sich dieser oberhalb der Wasseroberfläche befindet, sorgt er für einen Gasaustausch zwischen dem Gartenteich und der Außenwelt. Wasserähren und Goldkolben sollten an kalten Orten im Haus überwintern, diese sollten auf jeden Fall frostfrei sein. Sind die Pflanzen in einem Korb gebettet, können sie leichter zum Winter entnommen werden.

Technik für den Gartenteich sicher verstauen

Bei der Teichpflege sollte auch beachtet werden, dass die teure und empfindliche Teichtechnik entfernt und verstaut wird. Teichpumpen sollten idealerweise ausgebaut und in mit Pflegemittel versetztem Wasser aufbewahrt werden. Teichpumpen dürfen auf gar keinen Fall trocken gelagert werden. Eine trockene Lagerung kommt allerdings für Filteranlagen infrage. Nach deren Reinigung können diese an einem frostfreien und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Strahler und Unterwasserlampen sollten ebenfalls vor Einbruch des Winters abmontiert werden. Damit die Teichbewohner nicht erfrieren, muss die Teichtiefe mindestens 80 Zentimeter bis einen Meter betragen.

Eisloch frei lassen

Die Teichoberfläche muss für einige Fischsorten eine eisfreie Stelle besitzen. Diese kann durch eine Sauerstoffdüse, eine Teichheizung oder eine Eisfreihalterpumpe erzeugt werden. Die Leistung der Geräte ist stets von der Dicke des Eis abhängig.

Teichheizung

Bei der Teichheizung existieren verschiedene Modelle. Zum einen kann das Wasser durch einen Boiler erwärmt werden, zum anderen auch durch einen Durchlauferhitzer oder eine Teichheizung, welche mit der Zentralheizung verbunden ist. Einige Fischarten benötigen während des Winters ein spezielles Futter. Dieses sollte im Winter leicht zu verdauen sein. Fischfutter für den Winter kann bei jedem Fachhändler erstanden werden.

Einsparpotentiale bei den Teichbewohnern

Einige Fischarten überwintern in einer Art Starre, in welcher sie Energie sparen und kaum atmen. Andere Fischarten wie Kois benötigen hingegen Teichheizungen. Sie können mit einer automatischen Anlage kombiniert werden. Diese schaltet die Heizung immer dann an, sobald die Temperatur in einen kritischen Bereich fällt. Die Leistung solcher Teichheizungen liegt zwischen 100, 200 und 300 Watt.

Durch spezielle Teichabdeckungen und Teichbälle aus Kunststoff kann Energie gespeichert werden. So kann bis zu 80 Prozent der Energie eingespart werden.

Sauerstoffversorgung

Neben Teichheizungen existieren auch Sauerstoffpumpen und Oxydatoren. Oxydatoren können durch chemische Reaktionen wesentlich mehr Sauerstoff bilden als konventionelle Teichpumpen. Oxydatoren werden im Herbst gefüllt, anschließend funktionieren diese über den kompletten Winter.

Kombigeräte praktisch

Welche Geräte für den Winter eingesetzt werden sollten, ist stets von der Größe und Tiefe des Gartenteiches und dessen Bewohnern ab. Teilweise ist die Verwendung von Kombigeräten sehr empfehlenswert. So versorgen viele Teichheizungen den Gartenteich zeitgleich mit Sauerstoff. Hierbei sollte allerdings immer darauf geachtet werden, dass keine schädlichen Stoffe in den Gartenteich gelangen können.

Fazit:

Falls alle diese Vorbereitungen getroffen wurden, kann der Gartenteich getrost dem Winter überlassen werden. Trotzdem sollte natürlich von Zeit zu Zeit nach den Teichbewohnern geschaut werden, sodass diese nicht durch einen Stromausfall oder Ähnliches absterben.

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