Heilpflanze im Garten: Eberraute

  Kommentare (0)

Eberraute im eigenen Garten

Die Eberraute gehört zu den eher weniger bekannten Gartenkräutern. Zu unrecht: Ihr besonderes Aroma und ihre Heilwirkungen machen sie zu einer lohnenswerten Ergänzung zu Petersilie und Co. Wir stellen sie vor.

Die Eberraute: nützlich und heilsam

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Wissenswertes über die Pflanze

Die Eberraute gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Es existieren drei Kulturtypen: Zitroneneberraute, Kampferraute und die Coca-Cola-Pflanze. Die mehrjährige Kräuterpflanze mit würzigem Bittergeschmack, leicht bitterem Zitronengeschmack oder Cola Aroma, ist heute leider etwas in Vergessenheit geraten.

Sie ist eine Verwandte von Estragon, Beifuß und Wermut. Die deutsche Bezeichnung der Eberraute ist nur eine Verschlimmbesserung des lateinischen Namensteils abrotanum.

Wahrscheinlicher ist die Ableitung von dem altdeutschen "aber", was die Beschreibung "falsche Raute" nahe legen würde. Beheimatet ist die Eberraute vor allem in Südeuropa, findet sich aber auch in Nord-, Mittel- und Südamerika und in Vorderasien.

Geschichte der Eberraute

Aufgrund ihres zitronenartigen Dufts war die Eberraute in der Antike als Raumduft beliebt. Im Mittelalter baute man die sie vor allem in Klostergärten als Würz- und Heilpflanze an. Zudem war sie als Mittel gegen Rheuma, aber auch als Aphrodisiakum in Gebrauch.

Es finden sich auch Hinweise auf den Einsatz als Haarwuchsmittel. Wer befürchtete, bei der Sonntagsmesse einzuschlafen, legte sich ein paar Zweiglein als duftende Wachmacher ins Gebetbuch.

Aussehen

Der Halbstrauch der Eberraute verfügt über feine, federartige Blätter von hellgrüner bis graugrüner Farbgebung und trägt von Spätsommer bis weit in den Herbst hinein zierliche, blassgelbe Blüten. Sie wächst bis maximal 1,50m in die Höhe. In Mitteleuropa bildet die buschartige Pflanze keine Früchte.

Inhaltsstoffe

Als Inhaltsstoffe finden sich in der Eberraute ätherisches Öl, Abrotin, Rutin, Cumarin, Bitter- und Gerbstoffe. Je nach Kulturtyp riechen und schmecken die Blätterspitzen nach Cola oder Zitrone. Verwendest Du mehr als die Spitzen, dann ändert sich der Geschmack der Blätter in würzig-bitter.

Heilwirkung

Der Eberraute verfügt über vielfältige Heilwirkungen. Sie stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung und regt den Appetit an. Sie wirkt antibakteriell und hilft Erkrankungen der Atemwege zu lindern. Bei Menstruationsbeschwerden löst sie Krämpfe und leitet die Menstruation ein.

Deshalb sollte sie in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Sie hat eine harntreibende Wirkung und unterstützt bei Blasen- und Nierenschwäche. Bei Schlafstörungen wirkt sie beruhigend. Sie wird heute noch in der Homöopathie eingesetzt, dank ihrer wurmtreibenden Eigenschaft auch in der tiermedizinischen Homöopathie.

Anwendung als Heil- und Gewürzkraut

Die zarten Blätter der Eberraute lassen sich als Tee verwenden. Zwei bis drei Teelöffel getrocknete Eberrautenblätter mit heißem Wasser aufgießen und zwischen fünf und zehn Minuten ziehen lassen. Den Tee trinkst Du bis zu dreimal pro Tag. Er soll eine immunstärkende Wirkung haben.

Als ätherisches Öl hat es eine dunkelblaue Farbe und einen würzigen Duft mit zitronenartigen Komponenten. Für eine Tinktur legst Du die Blätter in klaren Schnaps ein, die Du in einem Schraubglas maximal sechs Wochen an einem warmen Platz ziehen lässt. Ihre getrockneten Triebe vertreiben durch ihren Geruch Motten.

Als Mischkultur im Garten eingesetzt, halten die ätherischen Öle diverse Schädlinge ab. Heute findet die Eberraute eher selten Verwendung als Gewürzkraut. Zu Unrecht, denn ihre verdauungsfördernden Eigenschaften machen sie zu einem idealen Gewürz für stark fetthaltige Fleischspeisen oder Soßen.

Quarkspeisen und Salate lassen sich verfeinern oder ein Eistee mit Cola-Zitronengeschmack zubereiten. Halte Dich bei der Gewürzdosierung zurück, denn der Geschmack ist sonst zu intensiv.

Anbau, Pflege und Ernte

Die Eberraute ist ein sonnenliebendes Gewächs und bevorzugt einen humosen Boden mit trockenem und kalkhaltigem Erdreich. Du solltest sie im Abstand von ungefähr 30 cm anpflanzen, da sie sich ausbreitet. Da sie in unseren Breitengraden keine Samen trägt, vermehrst Du sie durch Stecklinge oder Wurzelteilung.

Den Standort solltest Du alle drei bis vier Jahre wechseln. Sie ist mit Einschränkungen winterfest. Im Herbst schneidest Du sie komplett zurück. Verwende nur die frischen Blätter und jungen Triebspitzen. Du kannst sie den ganzen Sommer über, aber vorwiegend im Herbst ernten. Binde zum Trocknen kleinere Sträuße oder friere die frischen Blätter ein.

Fazit:

Die Eberraute ist vielseitig und sehr gesund. Es lohnt sich, ein paar Exemplare davon im eigenen Garten zu haben und so dazu beizutragen, dass wieder mehr Menschen ihre Kräfte nutzen.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken
  •   Kommentare(0)
  • Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben!
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
18.03.2011
Schnäppchen des Tages
1300489199 Std. Min. Sek.
Badregal
UVP: EUR 7.99
EUR 5.99
zum Angebot
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop