Pflanzen und Blumen

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Alles Rund um Dahlien

Hole Dir Mittel-Amerika in den Garten. Dahlien stammen aus Guatemala und Mexiko und existieren in einer faszinierende Vielfalt an Sorten.

Dahlien - fantastische Vielfalt

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Ihren Ursprung haben die Dahlien in Guatemala und Mexiko. Sie zählen zu den Korbblütengewächsen. Die Köpfe der Blüten bestehen aus vielen kleinen Röhrenblüten und sind eingerahmt von den Blütenblättern. Es existieren unzählige Wildarten der Blume, allerdings wachsen diese in bergiger Höhe zwischen 1500 und 2000 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Dahlie verfügt über Wurzeln, die zu Knollen verdickt sind. Diese Knollen haben keine Knospen, aus denen Triebe austreten könnten. Stattdessen bilden sich die Neutriebe dort, wo die Knolle in den Stängel übergeht. An dieser Stelle ist es auch möglich, zwecks Vermehrung die Pflanze zu durchteilen.

Die hohlen Stängel der Dahlien sind kräftig und verzweigt. Sie können erstaunlich hoch wachsen (manche Sorten erreichen 4 Meter!), brauchen dann allerdings eine Stützung. Die gefiederten Blätter unten und die einfachen darüber mit ihren gesägten Rändern sind typisch für die Dahlie, die meist grün ist, aber bei einigen Sorten auch braun-rotes Laub trägt. Anhand der Blüten lassen sich die Sorten verschiedenen Klassen (insgesamt 13) zuordnen.

Pflanzung und Pflege

Dahlien im Garten

Bunte Pracht: Dahlien im Garten

Die Knollen pflanzt man am besten um den Maibeginn. Bei Stecklingen sollte man wegen eventuell noch drohendem Frost bis Ende Mai warten. Die trocken gelagerten Knollen werden vor ihrer Pflanzung gewässert, um vor dem Austreiben genug Feuchtigkeit speichern zu können.

Je größer der Wuchs der jeweiligen Sorte, desto größer sollte der Abstand beim Auspflanzen sein. Dahlien mögen keine nasse Umgebung. Sonnige Plätzchen tun ihnen hingegen gut.
Im Juli erscheinen erste Blüten. Von diesem Zeitpunkt an kann sich die Blütezeit bei Abwesenheit von Frost und bei ordentlicher Pflege bis in den November erstrecken.

Das Austreiben der seitlichen Knospen kann man durch die Entfernung niedergegangener Blüten anregen. Die allererste Blüte ist in der Regel auch die Größte, zahlreicher aber auch weniger groß sind ihre Nachfolger. Möchte man auch an den seitlichen Trieben größere Blüten haben, hilft es, ein paar Seitenknospen wegzunehmen. Eine Stützung der Pflanzen ist zu empfehlen, um ein Kippen oder Brechen der Stängel zu verhindern.

Dahlien werden schnell sehr massig und benötigen schnell viel Energie. Damit die Blumen diese nicht ausschließlich aus der Knolle holen müssen und stattdessen Energiereserven für das kommende Jahr zurücklegen können, empfiehlt es sich, Dünger einzusetzen. Bereits vor dem Einpflanzen kann organischer Dünger untergraben werden. Vor der eigentlichen Pflanzung ist die Zugabe von Hornspänen ins Pflanzloch hilfreich. In der Sommerzeit sollte nochmals nachgedüngt werden (Streudünger oder Dünger im Gießwasser).

Mit dem kürzer werden der Tage kommt es zu einer vermehrten Einlagerung von Nährstoffen in die Knollen. Es empfiehlt sich daher, die Knollen möglichst spät aus dem Boden zu nehmen, damit die Pflanzen im nächsten Jahr umso kräftiger werden können.

Knollen richtig lagern

Dahlien kommen zwar ursprünglich aus kalten Bergregionen, dennoch sind es keine winterharten Pflanzen. Spätestens nach dem Abfallen des Laubes mit dem ersten Frost sollten die Knollen eingelagert werden. Die oberen Triebe schneidet man ab und lässt die Knollen für ein paar Tage ruhen – so trocknet der Stängel gut ein.

Lagert man verschiedene Dahliensorten ein, hilft ein Namensschild. Die Knollen sollten in eine luftige Kiste gegeben und mit Torf bedeckt, dunkel und kühl aufbewahrt werden. Alternativ kann man auch Kartons aus Pappe nehmen und sie mit Zeitungspapier auslegen.

Die optimale Temperatur für die Einlagerung liegt bei 5 bis 8 Grad Celsius. Ist die Temperatur höher, droht ein zu starker Wasserverlust. Steht nur ein übertemperierter Platz zur Verfügung, sollte man die Knollen in Plastikbeutel geben, in die man vorher ein paar Löcher sticht, um ein Faulen durch Kondenswasser zu verhindern.

Vermehrung der Dahlien

Die Vermehrung der Pflanzen kann auf drei Weisen geschehen: Durch Knollenteilung bzw. -trennung, durch das Schneiden von Stecklingen oder das Aussäen von Samen. Letztere ist aber nur für Züchter nicht für Heimgärtner von Bedeutung.

Das Knollenteilen geht am einfachsten. Größere Bündel von Knollen fallen manchmal von selbst auseinander, wenn sie nach der Einlagerung geschüttelt oder leicht auseinandergezogen werden. Sonst hilft man eben mit einem Messer nach und zerteilt die Bündel so, dass nach dem Schnitt an jedem Teil noch ein Stückchen Krone verbleibt. Die Krone ist das Verbindungsstück der Knollen, in dem die Knospen sitzen.

Erfahrene Züchter trennen die Knollenbündel oft in mehrere Teilstücke. Durch das Teilen wird der Wuchs der Pflanzen gekräftigt, die ausgebildeten Triebe sind wesentlich stabiler.

Will man Dahlien mit Stecklingen vermehren, kann man die wuchtigen Triebe aus dem Sommer nicht verwenden. Um Stecklinge zu gewinnen, werden die Knollen schon im Januar in flache Kisten eingepflanzt und ungefähr bis zu halber Höhe mit Erde bedeckt. Der Kronenteil sollte über der Erde liegen.

Hält man die Temperatur konstant zwischen 16 und 18 Grad Celsius, beginnt das Wachstum der Dahlien. Es dauert zwischen vier und sechs Wochen, bis die Triebe eine ordentliche Größe erreicht haben. Bei einer Länge von ca. 10 Zentimetern schneidet man sie oberhalb der Knolle ab. Die gewonnenen Stecklinge setzt man in einen Blumentopf mit Anzuchterde (ohne Dünger); ein Blattknoten sollte im Substrat sein. Dort entwickeln sich Wurzeln.

Die Blumentöpfe sollte man mit Plastiktüten abdecken, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erhalten und ein Vertrocknen der Stecklinge zu verhindern. Die Plastiktüte kann nach ca. zwei Monaten abgenommen werden. Der Steckling wächst im Anschluss an das Bewurzeln in die Länge. Jetzt entfernt man die Spitze des Triebes und regt so die Verzweigungsbildung an.

Am besten ist es, vier oder fünf Blattpaare zu belassen, aus deren Achseln dann die seitlichen Triebe wachsen können. Nun kann man mit dem Düngen beginnen. Je nach Pflanzengröße müssen nun größere Blumentöpfe verwendet werden. Bis zur beschriebenen Auspflanzung haben die Jungpflanzen genug Zeit, sich zu entwickeln.

Fazit:

Wer Knollen sorgfältig lagert und im Frühjahr wieder einpflanzt, hat später viel Freude an den schönen Pflanzen.

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Paul sagt am 14.10.2010 22:13
Der Tipp zum Überwintern von Dahlien ist echt super. Bisher ist mir die Hälfte immer erfroren oder vertrocknet. Jetzt probier ich das mal mit den gelöcherten Plastiktüten. Lagert man die auch in einem Karton zum Beispiel im Keller oder geht das auch an einem dunklen Ort in der Wohnung?

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