Pflanzen und Blumen

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Bewässerung während des Urlaubs

Monate lang Kataloge gewälzt und im Internet nach der perfekten Reise gesucht? Schnell ist darüber der Garten vergessen. Wir geben Tipps, wie Du die Pflanzen auch während Deiner Abwesenheit optimal versorgst

Ferien - Wer kümmert sich um den Garten?

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Jeder Gartenbesitzer, der in den Urlaub fährt, kennt sicherlich das Problem, dass man sich vor der Reise um die Bewässerung des Gartens kümmern muss. Wenn man das vergisst, erwarten einen bei der Rückkehr vertrocknete Pflanzen und abgestorbene Blumen zur Begrüßung. Da der Gartenbesitzer sich jedoch auch nach der Rückkehr an einem schönen und intakten Garten erfreuen will, ist es notwendig, bereits vor der Abreise die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

Wer gießt mich?

Die meisten Gartenbesitzer fragen sicherlich ihre Nachbarn, ob sie ihnen aushelfen können. Doch kann sich manchmal das Problem ergeben, dass die Nachbarn zur gleichen Zeit in den Urlaub fahren wie der Gartenbesitzer selbst. Oder wenn die nachbarschaftlichen Beziehungen durch Streitigkeiten geprägt sind, wird man diese kaum um einen Gefallen bitten wollen.


Für alle Gartenbesitzer, die nicht auf die Hilfe der Nachbarn zurückgreifen können, gibt es jedoch auch einige Möglichkeiten, ihre Pflanzen während der Abwesenheit mit Wasser zu versorgen. Welche das sind, erfährst Du im nächsten Absatz.

Ton-Bewässerungssystem mit Tücken

Unbehandelter Ton hat die Eigenschaft, dass er in einem geringen Grade wasserdurchlässig ist. Das Wasser kann den Ton nur tröpfchenweise durchdringen. Diese Eigenschaft kann sich der Gartenbesitzer zunutze machen. Ein Tongefäß, das mit der Öffnung nach oben in die Erde gesteckt wird, gibt langsam Wasser an die Erde ab, so dass damit eine Pflanze während des Urlaubs mit Wasser versorgt werden kann. Entsprechende Tongefäße sind im Fachhandel erhältlich.


Diese Methode unterliegt jedoch einigen Einschränkungen, die der Gartenbesitzer beachten muss. Zum einen ist diese Methode nur für kurze Zeit möglich, da nach wenigen Tagen das Wasser bereits verbraucht ist. Diesen Nachteil kann man jedoch ausgleichen, indem man das Tongefäß über einen Schlauch mit einem Vorratsgefäß verbindet. Der Schlauch muss vollständig mit Wasser gefüllt sein und die beiden Enden müssen sich am jeweils tiefsten Punkt der beiden Gefäße befinden. Außerdem müssen die Gefäße auf einer Ebene liegen. So wird automatisch immer Wasser in das Tongefäß befördert.


Die zweite Einschränkung ist, dass dieses Verfahren nur zur Bewässerung sehr kleiner Gärten geeignet ist. Bei großen Gärten würde die hohe Anzahl an Tongefäßen, die benötigt wird, unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen.


Die letzte Einschränkung ist die Verstopfungsgefahr. Wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist oder Verunreinigungen aufweist, können die Tonmembranen verstopfen und die Pflanze wird nicht mehr mit Wasser versorgt. Gegen Verunreinigungen schützt man das Wasser, indem man sowohl das Tongefäß, als auch das Vorratsgefäß gut abdeckt. Wenn das verwendete Wasser sehr kalkhaltig ist, sollte man bei dieser Methode sehr vorsichtig sein.

Bewässerung mit Schlauchsystemen

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Wässriger Fächer: Sprinkler im Garten

Eine für größere Gärten und längere Abwesenheit besser geeignete Methode ist die Verwendung von Schlauchsystemen. Geeignete Schlauchsysteme sind im Fachhandel erhältlich. Diese Beinhalten Bewässerungsschläuche, in die man Abzweigungen einbauen kann, damit alle Pflanzen versorgt werden. An den Enden der Schläuche befinden sich sogenannte Tropfer, die Wasser in geringer Menge abgeben.


Die meisten Bewässerungssysteme beinhalten eine elektrisch betriebene Pumpe, mit der aus einem Vorratsgefäß Wasser in das Schlauchsystem gepumpt wird. Es gibt Versionen mit oder ohne Vorratsgefäß. Hier kann man problemlos auch ein separat gekauftes Plastikgefäß verwenden. Das ist zum einen günstiger und zum anderen kann man so einen größeren Behälter verwenden, da die im Set inbegriffenen Gefäße meistens recht klein sind.


Sollte man im Garten keinen Anschluss an das Stromnetz haben, ist das betreiben der elektrischen Pumpe leider nicht möglich. Hier muss der Druck auf das Schlauchsystem mit anderen Mitteln erzeugt werden. Eine Möglichkeit ist es, das Vorratsgefäß auf einem erhöhten Standort anzubringen, beispielsweise auf einem Baum oder auf dem Dach eines Gartenhauses. Je höher die Lage, desto mehr Wasser wird abgegeben. Man muss daher ausprobieren, in welcher Lage die gewünschte Wassermenge abgegeben wird. Diese Methode erfordert jedoch ein wenig handwerkliches Geschick.

Wichtiger Hinweis

In jedem Fall sollte der Gartenbesitzer vor Reiseantritt sein Bewässerungssystem einmal ausprobiert haben, egal für welche Methode er sich entscheidet. So kann die Funktionsweise überprüft werden und es wird so verhindert, dass es anschließend zu unangenehmen Überraschungen kommt.


Fazit:

Mit etwas Geschick und einer für die Größe des eigenen Gartens passenden Methode kann man jedoch unbeschwert den Urlaub genießen, ohne sich um den Garten Sorgen machen zu müssen.

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