Tipps und Tricks

  Kommentare (0)

Wasser im Garten - nicht zu viel und nicht zu wenig

Kein Garten kann ohne Wasser zum Erblühen gebracht werden, ganz zu schweigen von der Ernte leckerer Früchte. Doch der Wasserbedarf unterscheidet sich je nach Pflanzenart und Jahreszeit erheblich. Wer einige kleine Regeln in der Gartenpflege beachtet, kann sich an seinem Garten erfreuen, ohne Schäden fürchten zu müssen.

Wasser in der Gartenpflege

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Richtige Bewässerung im Garten

Wasser gehört zu den wichtigsten Aspekten der Gartenpflege. Je nach Jahreszeit und angepflanzten Gewächsen ist der Wasserbedarf jedoch sehr unterschiedlich.

Wird diesem Umstand zu wenig Rechnung getragen, kann eine falsche Wasserversorgung zu irreversiblen Schäden führen: Zu wenig Bewässerung in trockenen Sommermonaten lässt die Pflanzenpracht verdorren.

Zu großzügige Wassergaben können umgekehrt besonders bei Kübelpflanzen zu Staunässe führen, welche über Schimmelbildung zur Zerstörung von Wurzeln und Pflanzen führt. Und wer im Winter seine Gartenpflanzen zu feucht hält, muss mit Schäden bei Frost und Schnee rechnen.

Wasserbedarf von Pflanzen berücksichtigen

Jede Pflanze hat ihren eigenen Ansprüche an Standort und Wasserversorgung. Beides sollte bei der Standortwahl im Garten bereits in der Pflanzphase berücksichtigt werden. Nahe an Bächen und Wasserläufen fühlen sich Pflanzen mit hohem Wasserbedarf sehr wohl und benötigen hier vergleichsweise weniger Bewässerung.

Schattige Standorte sind ebenso weniger zu bewässern als beispielsweise Beete, die in der prallen Sonne liegen. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian fühlen sich in der Sonne pudelwohl.

Ihnen macht eine kurzzeitige Trockenphase weniger aus als beispielsweise der Brunnenkresse, deren bevorzugter Standort in schattiger Wassernähe, zum Beispiel an Bachläufen, zu finden ist. Mit der Berücksichtigung solcher Wachstumsanforderungen kann manche Fehlbewässerung im Vorfeld vermieden werden.

Trockene Erde im Garten

Vor jeder Bewässerung solltest Du die Erde von Beeten und Pflanzkübeln prüfen. Ist nur die oberste Erdschicht trocken, ein bis zwei Zentimeter darunter jedoch noch feucht, solltest Du nur gießen, wenn es sich um Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf handelt oder ein besonders heißer Tag zu erwarten ist.

Die Bewässerung von Beeten, Kübeln und Töpfen sollte besonders in den Sommermonaten früh morgens oder besser noch am Abend erfolgen, wenn die Sonneneinstrahlung die Pflanzen nicht mehr direkt trifft.

Würde in der Mittagshitze und bei direkter Sonne gegossen werden, wirken die Wassertropfen wie zahlreiche Brenngläser, die Blätter und Blüten der Pflanzen mit dem Sonnenlicht verbrennen.

Ohne ausreichende Bewässerung verliert jede Pflanze ihre Fähigkeit, Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen. Die Pflanze vertrocknet dabei nicht nur, man könnte auch sagen, sie verhungert regelrecht.

Nasse Erde und Staunässe

Auch der umgekehrte Fall von Fehlbewässerung kann zu Schäden an den Pflanzen führen. Häufig zeigt sich dies an verfärbten Blättern und weich-werdenden, fast matschig wirkenden Pflanzenstängeln. In diesem Fall hat sich zumeist Staunässe schon derart breitgemacht, dass die Pflanze von innen her verrottet.

Hintergrund dieser Schäden ist der Umstand, dass sich in feucht-warmen Bereichen jeglicher Art Schadorganismen wie beispielsweise Schimmelpilze gut ansiedeln und ausbreiten. Diese Organismen entziehen der Erde und der Pflanze die Nährstoffe und greifen die Substanz der Pflanzen an.

Wasser ablassen - besonders bei Frost

Bei zu nasser Erde sollte auf das Gießen nicht nur völlig verzichtet werden, sondern darüber hinaus ein Teil der Erde gegen trockene ausgetauscht werden, damit das überschüssige Wasser sich verteilt.

Zur Vermeidung von Staunässe sollten empfindliche Kübelpflanzen nach Möglichkeit in einem Topf mit Bodenloch gesetzt werden, damit das überschüssige Wasser abfließen kann. Besonders wichtig ist die Vermeidung von zu nasser Erde im Winter.

Die Bewässerung sollte im Winter deutlich zurückgefahren, gegebenenfalls sogar ganz ausgesetzt werden. Blumenkübel sollten zudem mit entsprechenden Materialien vor Feuchtigkeit und Frost geschützt werden, da auch das noch in der Pflanze enthaltene Wasser bei frostigen Temperaturen einfrieren kann.

Jede gefrierende Flüssigkeit dehnt sich aus und sprengt sozusagen ihr "Behältnis". Im Fall von Pflanzen sind es die feinen Pflanzenadern und Wurzeln, die durch den Frost Schaden nehmen.

Auch nach dem Winter und dem Forst solltest Du ein wachendes Auge auf das sich bildende Schmelzwasser haben. In Extremfällen sollte nachgeholfen werden.

Fazit:

Eine gleichmäßige Bewässerung, welche die Bedürfnisse der Pflanze berücksichtigt, ist die beste Möglichkeit, Schäden durch Wassermangel oder Staunässe bereits im Vorfeld zu vermeiden. Ist durch persönliche Umstände doch eine Fehlbewässerung entstanden, sollte der Umstand schnellstmöglich mit viel Aufmerksamkeit und passender Pflanzenpflege beseitigt werden.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken
  •   Kommentare(0)
  • Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben!
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop