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Wann ist es sinnvoll den Boden umzugraben? Es kommt auf die Bodensorte an.

Kaum ein Thema wird unter Garten-Spezialisten kontroverser diskutiert. Die eine Seite betont die Vorteile des Umgrabens im Oktober, da der Boden durch die Frostgare besonders gut bearbeitbar werden soll. Die Kontrahenten sind überzeugt, dass so die Organismen im Boden geschädigt und Nährstoffe ausgewaschen werden. Erfahre, welche Position die modernere und bessere Methode ist.

Wann den Boden umgraben?

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Mit dem Garten umgraben beschäftigen sich viele Hobbygärtner sehr intensiv. Das geschieht nicht nur regelmäßig körperlich, auch die Frage des optimalen Zeitpunkts ist oftmals besonders interessant. Ob vor dem Frost oder erst danach im Frühjahr, bei Vollmond oder auch gar nicht, das Boden Umgraben scheidet schon seit Langem die Geister.

Dabei sollte die Entscheidung zum Umgraben vielmehr von der Beschaffenheit des Bodens als von den persönlichen Präferenzen abhängig gemacht werden. Dabei darf natürlich auch das richtige Werkzeug nicht fehlen.

Boden im Herbst umgraben

Mancher Hobbygärtner hat es sich zur regelmäßigen Pflicht gemacht, beispielsweise im Oktober seinen Garten umzugraben. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um einen willkürlich gewählten Zeitpunkt, sondern um die Zeit nach der Ernte der Gartenfrüchte. Bis zum Oktober sollte nämlich so gut wie alles an Obst und Gemüse – abgesehen von bestimmten Wintergemüsen und Grünkohl – gewachsen und abgeerntet worden sein.

Außerdem ist der Oktober meistens der erste deutlich kühlere und feuchtere Monat, in dem aber noch kein Frost beziehungsweise noch kein strenger Frost herrscht. So wird der Oktober als guter Zeitpunkt zum Umgraben auch in der Ausbildung für Gärtner häufig gelehrt. Das soll sich besonders deshalb als vorteilhaft erweisen, weil der umgegrabene Teil des Bodens im Winter dem Frost ausgesetzt ist. Der dabei provozierte Vorgang wird auch als Frostgare bezeichnet. Durch die Frostgare soll der Boden regelrecht aufsprengen und die Körnung des Bodens feinkrümelig und besonders gut bearbeitbar werden.

Boden im Frühjahr umgraben

Während die einen auf das Umgraben im Herbst bestehen und dabei auch gern darauf verweisen, dass das bereits seit Jahrhunderten und Aberjahrhunderten so gemacht wird, sind andere Hobbygärtner ganz anderer Meinung. Für sie kommt das Umgraben entweder gar nicht infrage, da der Boden und mit ihm die im Boden befindlichen Organismen durcheinandergebracht werden könnten oder sie graben im Frühjahr um. Dabei wird die große Frostzeit abgewartet und im März oder April umgegraben.

Als ein wichtiger Grund hierfür und gegen das Umgraben im Herbst gilt für sie der Grundsatz, den Boden und die dazugehörigen Bodenlebewesen im Winter nicht ungeschützt dem Frost auszuliefern. So soll auch ein Auswaschen der Nährstoffe im Boden über den Winter verhindert werden. Wer seinen Boden auf die kommende Gartensaison mit Gründünger wie Kompost oder Mist vorbereiten möchte, gräbt ebenfalls erst im Frühjahr um. Dabei kann auch das erste Unkraut entfernt beziehungsweise mit eingearbeitet werden, was dem Boden zusätzlichen Nährwert verleihen kann.

Das richtige Werkzeug

Wer es sich bei der Gartenarbeit etwas leichter machen möchte, der kann sich auf die zuverlässige Hilfe elektrischer beziehungsweise mit Benzin angetriebener Helfer verlassen. Gerade für das Umgraben größerer Flächen bietet sich das an.

Fräsen, Bodenhacken und Kultivatoren

Dabei können unterschiedliche Geräte zum Einsatz kommen wie zum Beispiel Fräsen, Bodenhacken oder Kultivatoren. Sie eignen sich zur Bodenbearbeitung nicht nur deshalb gut, weil sie dem Gärtner viel körperliche Kraft sparen, die er sonst bei der Arbeit mit Spaten und Grabegabel benötigt. Sie sind außerdem oftmals so einstellbar, dass der Boden nur so tief umgewälzt wird, wie gewünscht.

Ein weiterer Vorteil von Kultivatoren und anderem maschinellen Gerät ist das Sparen eines Arbeitsschrittes. So wird die Erde mit ihrer Hilfe nicht nur gewendet, sondern gleichzeitig auch gelockert. Das macht sie für die weitere Bearbeitung leichter zugänglich und führt obendrein zur Lüftung des Bodens.

Grabegabel und Spaten

Ansetzen des Spatens

Gartenarbeit: Mann gräbt Boden um

Natürlich wird in heutigen Gärten nicht nur mit Helfern maschineller Natur gearbeitet. Wer beim Gärtnern nicht nur den Ertrag sondern auch den körperlichen Anspruch sucht, der wird seinen Garten womöglich lieber manuell umgraben. Auch hierfür gibt es eine Vielzahl an Gartengeräten, die dazu benutzt werden können.

Da ist zu einem der Spaten zu nennen, der von vielen gern genutzt wird. Mit ihm kann mit einem Spatenstich ausreichend tief in den Boden eingedrungen werden. Tiefer als spatentief muss ohnehin nicht umgegraben werden. Bei harten und schweren Böden ist die Grabegabel meistens besser geeignet. Sie kann den Boden beim Umgraben auch gleich lockern. Der Sauzahn oder auch der Krail (Vierzahn) sind zwei weitere Geräte, die nicht so viel Kraft erfordern.

Fazit:

Es bleibt eine Geschmackssache, wann der Boden umgegraben werden soll. Nach modernen Erkenntnissen ist es aber sinnvoll, den Boden erst im Frühling umzugraben, da so die Lebewesen im Boden besser vor Frost geschützt sind.

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