Schädlinge

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Läuse: Ein lästiges kleines Übel

Die eigene Freude am Garten kann durch Schädlinge schnell zunichte gemacht werden, insbesondere Läuse. Wie erklären, wie Du die kleinen Störenfriede erkennen und insbesondere mit biologischen Mitteln beseitigen kannst. Dabei konzentrieren wir uns auf die Rosenblattlaus, die Schildlaus und die Wolllaus.

Läuse erkennen und entfernen

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Die Rosenblattlaus

Die Rosenblattlaus gehört zu den Pflanzenläusen. Sie ist circa 2 mm lang und hat eine grüne oder auch rosa Farbe. Ihr Körperbau ist tropfenförmig. Im Frühjahr sind die Tiere flügellos, im weiteren Jahresverlauf können ihnen durchsichtige Flügel wachsen.

Ihren Namen verdankt die Rosenblattlaus der Tatsache, dass sie hauptsächlich an Rosen vorzufinden ist. Direkten Schaden richten die Tiere an Deinen Pflanzen durch ihr Saugen an meist jungen Trieben und Blütenknospen an.

Dadurch können die befallenen Pflanzenteile sich verfärben und verformen. Doch noch eine weitere Gefahr für Deine Rosen geht von ihnen aus: Durch ihre Honigtau genannten Ausscheidungen fördern sie die Ansiedlung von Rußtaupilzen.

Gegen die Rosenblattlaus vorgehen

Gegen diese Plage beugst Du am besten vor, indem Du dafür sorgst, dass Deine Rosen so gesund und widerstandsfähig wie möglich sind. Dazu gehört die richtige Wahl der Sorte und der richtige Standort. Gesunder Boden und ein sonniger, luftiger der Platz sind wichtig.

Du kannst Brennnesseljauche verwenden, damit Boden und Pflanzen gesund bleiben. Spezielle Algenpräparate stärken die Wiederstandfähigkeit Deiner Pflanzen. Reine Monokulturen solltest Du vermeiden, denn sie fördern eine Ansiedlung der Läuse und erleichtern ihnen ihre Verbreitung.

Eine Mischkultur mit intensiv duftenden Pflanzen wie Lavendel kann die Schädlinge abhalten. Im Kampf gegen die Rosenblattlaus helfen Dir Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen.

Daher gilt es diese zu Fördern. Du kannst außerdem Jauche und Brühe aus Brennnessel oder Farnkraut auf die Pflanzen sprühen. Auch Schmierseifenlösung hilft gegen Läuse, allerdings gefährdet diese auch Nützlinge.

Außerdem verklebt sie die Atmungsorgane der Tiere und greift deren Außenhaut an, sodass diese in der Sonne vertrocknen. Darüber hinaus gibt es im Handel viele chemische Produkte, die Hilfe versprechen. Allerdings sollten diese erst angewandt werden, wenn alle anderen Mittel versagen.

Die Schildlaus

Es gibt verschieden Arten von Schildläusen. Sie befallen hauptsächlich Zierpflanzen wie Oleander, aber auch Obstbäume und Beerensträucher sind gefährdet. Die Tiere sind in der Regel 0,8 bis 6 mm lang. Die Männchen sind geflügelt.

Die weiblichen Läuse leben normalerweise in Kolonien und sind bei einigen Arten bewegungsunfähig. Ihr Körper ist, wie der Name erahnen lässt, schildförmig. Gegen Schildläuse beugst Du, wie gegen jeden Schädling, durch das Stärken Deiner Pflanzen vor.

Auch hier ist es wichtig, den richtigen Standort für die jeweilige Pflanze zu finden. Eine Überdüngung mit Stickstoff gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Bei Bäumen hilft ein pflegender Anstrich des Stamms.

Weiterhin kannst Du auch diverse Ölpräparate aus dem Handel einsetzen. Gegen Schildläuse helfen Dir auch viele Nützlinge wie die Florfliege, Schlupfwespen und Ohrwürmer.

Du kannst auch verschiedene chemische Mittel auf Neembasis spritzen, doch die gelangen kaum unter den Schild und sind daher wenig sinnvoll, zumal die kleinen Nervtöter in Gärten selten großen Schaden anrichten. Je nach Mittel, welches Du sprühst, gefährdest Du sogar die Nutztiere.

Die Wolllaus

Wollläuse werden auch „Schmierläuse“ genannt. Ein weitere Gruppe sind die „wolligen Napfschildläuse“. Ihren Namen verdanken sie ihrer Behaarung aus Wachs. Sie können eine Länge von einem bis zwölf Millimetern erlangen.

Sie können alle Pflanzenteile befallen, einige Arten haben sich jedoch auf die Wurzeln spezialisiert. Gegen sie vorbeugen kannst Du, wenn Du für Deine Pflanzen die richtigen Rahmenbedingungen schaffst.

Dazu gehört ein sinnvoller Standort, gesunder Boden und Widerstandskräfte fördernde Mittel. Sollten dies Schädlinge Deine Pflanzen befallen haben, solltest Du diese abwaschen. Der Einsatz von Ölpräparaten ist hier ebenfalls sinnvoll.

Napfschildläuse können auch mit dem Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern oder Schlupfwespen bekämpft werden.

Fazit:

Wie Du siehst, ist es leicht, seine Pflanzen mit ganz einfachen Mitteln gegen Läuse zu schützen. Also keine Panik, wenn Dir in ein paar dieser kleinen Spielverderber begegnen: Du wirst sie schnell wieder los werden.

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Huiwui sagt am 10.02.2011 11:27
Wie kann man an Ohrwürmer kommen bzw. sie in den Garten locken?
Huiwui sagt am 21.02.2011 06:53
Buhu, unser Spindelstrauch leidet! Weiß denn niemand, wie man zum rettenden Ohrwurm kommt? Mag nicht mit Chemie arbeiten.

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