Pflanzen und Blumen

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Pflanzenvermehrung

Nicht immer sind für die Vermehrung Bienen zuständig, denn viele Pflanzen klonen sich quasi selbst und setzen auf eine vegetative Fortpflanzung

Pflanzenwachstum – so klappt es bestimmt

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Wer seinen Garten wirklich liebt, wird sich auf Dauer nicht damit begnügen, nur den schönen Anblick zu genießen und ab und zu ein paar Jungpflanzen aus dem Gartencenter neu zu setzen.

Das Wachstum und die Entwicklung junger Pflänzchen sind so spannend zu beobachten, dass man irgendwann dazu übergehen wird, Pflanzen selbst zu vermehren. Vielleicht gelingt ja auf diese Weise sogar die Züchtung einer neuen Sorte!

Aus eins mach zwei

Grundsätzlich gibt es im Pflanzenreich zwei Arten von Vermehrung: die vegetative und die geschlechtliche. Bei der vegetativen Vermehrung wird ein Teil der Mutterpflanze neu bewurzelt. Daraus entwickelt sich dann ein selbständiges Gewächs, das genau dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze besitzt. Diese Art der Vermehrung bietet sich daher bei Pflanzen mit besonders geschätzten Merkmalen an, etwa mit auffallend schönen Blüten oder besonders leckeren Früchten.

Als Ausgangsmaterial eignen sich je nach Pflanzenart junge Triebspitzen, Zweige oder Steckhölzer. Selbst aus Teilen der Wurzel und einzelnen Blättern lassen sich bei manchen Sorten neue Pflanzen zaubern. Viele exotische Pflanzen bilden Kindel, das sind kleine Babypflänzchen, die man nur noch abzunehmen und einzupflanzen braucht.

Von Blüten und Bienen

Um neue Sorten zu erhalten, müssen Pflanzen geschlechtlich vermehrt werden. Dafür wird der Blütenpollen von den männlichen Staubfäden auf die weibliche Narbe übertragen. Aus der Kombination von männlichen und weiblichen Erbanlagen entwickeln sich dann neue Pflanzen, die andere Eigenschaften als die Elterngeneration haben können.

Auch Mutationen sind möglich. Ein Züchter weiß in etwa, welche Pflanzen er miteinander kreuzen muss, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten, der Hobbygärtner wird jedoch so manche Überraschung erleben.

Nachhilfe

Meist stellt die Natur alles bereit, was zur Pflanzenvermehrung nötig ist. Wind und Insekten sorgen für eine gute Durchmischung der Erbanlagen. Bei manchen exotischen Pflanzen, die von den einheimischen Insekten gemieden werden, muss man jedoch Nachhilfe leisten.

Da ist es gut, wenn man weiß, ob es sich um eine einhäusige oder zweihäusige Pflanze handelt. Bei einhäusigen Gewächsen wachsen männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze, bei zweihäusigen dagegen nicht. Man braucht also mindestens zwei Pflanzen, eine männliche und eine weibliche, wenn die Vermehrung gelingen soll.

Für die künstliche Bestäubung nimmt man mit einem kleinen Pinsel etwas Blütenstaub auf und überträgt ihn auf eine Narbe. Das Weitere erledigt die Natur. Nach einigen Wochen kann man die fertigen Samenkörner ernten.

Vom Samenkorn zur Pflanze

Was man nun mit dem selbst geernteten Samen anfängt, hängt wiederum von der Pflanzenart ab. Manche Arten enthalten keimhemmende Wirkstoffe, die nur unter optimalen Bedingungen für das Pflanzenwachstum abgebaut werden. Sie benötigen beispielsweise eine längere Kälteperiode und danach eine gewisse Starttemperatur, um zu keimen.

Wenn die regionalen Klimaverhältnisse diese Bedingungen erfüllen, kann man einfach säen, wenn nicht, bietet sich eine künstliche „Stratifizierung“ im Kühlschrank an. Wem derlei Experimente zu unsicher sind, der greift dann vielleicht doch besser auf gekauftes Saatgut zurück. Das ist auf jeden Fall korrekt vorbehandelt und auf Keimfähigkeit getestet.

Im Gewächshaus vorziehen

Gartenhaus zur Aufzucht von Pflanzen

Vorzucht im Gewächshaus

Ungeduldige säen nicht direkt im Garten, sondern entweder im Gewächshaus oder sogar in einem Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank. So kann man schon im Spätwinter mit der Pflanzenzucht beginnen. Bei einem Zimmer-Gewächshaus ist stets auf ausreichende Belüftung zu achten.

Die hohe Luftfeuchtigkeit, die sich unter Glasscheiben oder Plastikbahnen bildet, fördert zwar das Pflanzenwachstum, aber ebenso die Entwicklung von schädlichen Pilzen. Sobald sich erste grüne Spitzen zeigen, muss deshalb täglich gelüftet werden, um das Pilzwachstum einzudämmen.

Nach etwa ein bis zwei Wochen werden die jungen Pflänzchen pikiert, das heißt, man nimmt sie aus der Erde und pflanzt sie in ausreichendem Abstand voneinander wieder ein, damit sie sich gut entwickeln können. Die Abdeckung des Zimmer-Gewächshauses kann man nun abnehmen.

Düngen braucht man so junge Pflänzchen übrigens nicht, denn in der ersten Zeit ernähren sie sich noch von den Nährstoffen, die das Samenkorn enthält. Auch die Aufzuchterde sollte eher mager sein. Sie sollte stets gut feucht, aber nicht nass gehalten werden. Nach einigen Wochen, wenn es draußen wärmer wird, hat sich der Setzling so weit entwickelt, dass er ins Freie gepflanzt werden kann.

Fazit:

Es gibt Alternativen zu gekauftem Saatgut und vorgezogenen Pflanzen. Mit etwas Einsatz kann man seine Pflanzen auch selbst ziehen und sich an ihrem Anblick erfreuen.

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