Gartenarbeit im April
Kommentare (0)Gartenkalender – April 2012
Im April sieht man jetzt, wie der Garten erwacht. Der Frühling kündigt sich mit den ersten bunten Blüten an. Für angehende Hobbygärtner sind hier ein paar Tipps, wie sie dem Garten eine gute Starthilfe in die neue Gartensaison geben können.
Die Themen in diesem Artikel:
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Allgemeine Gartenarbeiten
- Ausreichend wässern
Bei Trockenheit müssen viele Pflanzen gründlich gewässert werden. Diese Maßnahme ist erforderlich, damit die Pflanzen ihre Knospen in den kommenden Wochen voll entfalten können.
Obstgarten
Jetzt stehen die meisten Obstgehölze in voller Blüte - ein berauschender Anblick. Da gehen die Arbeiten, die in diesem Monat im Obstgarten anstehen, leicht von der Hand.
- Erziehungsschnitt
- Pflanzung
- Schäden vermeiden
- Erdbeeren
- Gehölzpflege
Erziehungs- und Erhaltungsschnitt bei Pflaumen und Aprikosen ist in der Regel während der Zeit des Austriebs vorzunehmen, weil diese Eingriffe von ihnen besser überstanden werden.
Für einen späten Pflanztermin eignen sich vor allem Himbeere und Brombeere sowie Aprikose, Pfirsich, Nektarine, Wein, Kiwi und Quitte.
Zu beachten ist, dass Schädlinge an den Obstgehölzen zunehmend aktiv werden. Sie lassen sich mit umweltverträglichen Präparaten bekämpfen. Dabei ist zu beachten, dass nur bei noch geschlossenen Knospen gespritzt werden darf.
Zur Vorbeugung gegen Pilzinfektionen sollten das vorjährige Laub sowie kranke Früchte entfernt werden. Frostrisse und Schnittwunden sind bei milder Witterung bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden und mit Wundverschlussmittel zu verstreichen.
Das Erdbeerbeet wird gehackt, von Unkraut gesäubert und eventuell gedüngt. Erdbeeren sind mit Hilfe eines Folientunnels vor Schäden an den Blüten durch Spätfröste zu schützen. Erdbeeren können noch den ganzen Monat über gepflanzt werden.
Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke sollten gelockert und wenn nötig neu gebunden werden.
Gemüsegarten
Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, einen Anbauplan für den Garten zu erstellen. Was es sonst noch im April im Gemüsegarten zu tun gibt, erfahren Sie hier.
- Mulchen
- Pflanzung
Sind sowohl die Gemüsepflanzen als auch das Saatgemüse angewachsen, dann ist es ratsam die Bodenoberfläche zu mulchen. Das Mulchen bzw. Bedecken mit unverrotteten organischen Materialien verhindert nicht nur das Verschlämmen und Verkrusten des Bodens sondern auch das Verdunsten von Wasser.
Sobald der Boden einigermaßen erwärmt ist, können zahlreiche Gemüsearten direkt ausgesät werden. Pflänzchen von Kopf- und Eissalat, Kohlrabi, Brokkoli, Kopfkohl sowie Lauch und Zwiebeln kommen auf die Beete, am besten im Schutz von Vlies oder Folie.
Ziergarten
Der Garten wird in dieser Jahreszeit täglich grüner und bunter. Im April herrscht Hochsaison im Ziergarten, denn es wird gepflanzt und gesät. Jetzt startet die Pflanzsaison für Stauden und Gehölze.
- Stauden
- Beginn der Düngung
- Rosenpflege
- Vermehrung
- Rasenpflege
Nicht nur die Pflanzung, sondern auch die Pflege spielt im Staudengarten jetzt eine wesentliche Rolle. Die alten Stauden sind von den vertrockneten Blättern zu befreien und der Boden zwischen den einzelnen Pflanzen ist zu lockern. Zu eng sitzende Pflanzen sind auszulichten, in dem die eine oder andere Staude herausgenommen wird.
Ab Mitte April können die Knollen und Zwiebeln der nicht winterharten Pflanzen in den Boden gebracht werden. Zuerst werden Gladiolen, Montbretien, Tigerblumen, Sommerhyazinthen, Gartenfreesien und Sterngladiolen gepflanzt und Ende des Monats kommen die Dahlien in die Erde.
Bei Rosen, frühblühenden Zwiebelblumen, älteren Stauden und Gehölzen sollte mit der Düngung begonnen werden. Nicht zu vergessen sind die zurückgeschnittenen Hecken, die jetzt ebenfalls eine Nährstoffgabe benötigen.
Ausführlicher Tipp: Düngen mit Kompost
Die sehr kalten Tage sind vorbei. Mit dem Rosenschnitt kann begonnen werden.
Eine scharfe Rosenschere ist dabei zu empfehlen und sorgt durch einen glatten Schnitt für ein schnelles Verheilen der Schnittstellen.
Ausführliche Tipps: Der goldene Rosenschnitt, die richtige Rosenschere
April ist noch eine gute Jahreszeit, Stauden zu teilen: Dafür zerteilt man einfach den Wurzelballen mit dem Spaten. Oft wachsen die neu gepflanzten Teile besser als die Mutterpflanze, denn die Teilung wirkt verjüngend.
Vor dem Austrieb sollte man mit dem Rechen oder einem Vertikutierer Verfilzungen aus dem Rasen reißen. Der Boden ist zu belüften und bei Bedarf zu düngen. Bald ist der erste Mähgang nötig.
Ausführlicher Tipp: Vertikutieren - eine Kur für den Rasen
Gewächshaus
Die Saatgefäße im Frühbeet und Kleingewächshaus müssen täglich dahingehend kontrolliert werden, ob das Substrat darin gleichmäßig feucht ist.
- Temperatur und Frischluft
- Saatzeit
Damit die Samen zügig keimen können, sind die Temperatur und die Frischluftzufuhr zu überprüfen. Die zirkulierende Luft trägt dazu bei, dass sich keine Erreger von Keimlingskrankheiten festsetzen können. Die Pflanzen brauchen jetzt viel Luft, vor allem bei Sonne darf dies auf keinen Fall übersehen werden, da sonst die Pflanzen verbrennen würden.
Ausführlicher Tipp: Gutes Klima im Gewächshaus
Im Kleingewächshaus ist Anfang April Saatzeit für Auberginen, Tomaten, Sellerie, Paprika und ab dem 20. April für Gurken, Kürbisse, Melonen sowie Zucchini.
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Balkon und Terrasse
Für Kästen und Kübel gibt es die schönsten Frühlingsblumen in voller Blüte zu kaufen. Bei der riesigen Auswahl an Pflanzen, spielt natürlich die Vorliebe eine große Rolle. Aber auch die Himmelsrichtung ist mit entscheidend bei der Wahl der Pflanzen, denn manche vertragen keinen Schatten, andere dagegen keine Sonne. Die Pflanzung sollte erst Ende April/Anfang Mai vorgenommen werden, je nach den verschiedenen Klimaverhältnissen.
Pflanze des Monats
- Magnolie
Die Magnolie ist ein prachtvolles Gehölz, das unter allen bei uns winterharten Arten mit den größten Blüten aufwarten kann. Und zwar schon im April/Mai – vor der Blattentfaltung! Dadurch fallen die weißen, rosa oder sogar purpurroten, aufrecht stehenden Glockenblüten noch viel stärker ins Auge.
In unseren Gärten werden fast ausschließlich asiatische Züchtungen verwendet, weil diese vor der Blattentfaltung blühen und zudem im Durchschnitt kleinwüchsiger sind, so dass sie auch auf beengtem Raum gedeihen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Zuchtsorten, die meisten im Garten verwendeten Magnolien sind Hybriden.
Tipp des Monats
- Pflanzenschutznetz
Möhren, Rettich, Kohl, Zwiebeln und Lauch sind unter anderem von Gemüsefliegen bedroht. Ein Pflanzenschutznetz kann die Schädlinge fernhalten.
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