Gartentrend

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Biogarten - Gärtnern in Einklang mit der Erde

In Zeiten von Lebensmittelskandalen und einem anhaltenden Trend zum Kauf von Bio-Lebensmitteln, streben auch viele Hobbygärtner an, in ihrem Garten möglichst weitreichend mit natürlichen Mitteln zurecht zu kommen. Wir stellen den Trend zum Biogarten vor und zeigen worauf es beim Bio-Anbau ankommt.

Der Biogarten liegt voll im Trend

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Biogärten: Ein Trend mit Geschichte

Die Nahrungsmittel-Verschmutzung durch Chemikalien und die geringe Fruchtbarkeit ausgelaugter Böden sind für viele Menschen ein deutliches Anzeichen, dass der bislang eingeschlagene Weg beim Nahrungsmittel-Anbau nicht von Vorteil ist.

Der einstige Garten, wie er von Bauern und Gärtnern in Eigenregie bewirtschaftet wurde, brachte qualitativ hochwertigere Ergebnisse als der Treibhausanbau oder die Behandlung der Pflanzen durch Pestizide.

Vieles der Weisheit von Bauerngärtnern ist uns aber heute nicht mehr verfügbar, deshalb ist es sinnvoll altes Wissen zu rekonstruieren und dieses Wissen auch untereinander auszutauschen.

Der Boden ist die Basis

Für den Anbau von Obst und Gemüse ist ein gut angereicherter Boden nützlich. Um diesen zu erhalten, ist der Aufbau einer Humusschicht mit Kleinstorganismen die beste Basis.

Dies wird erreicht durch schonende Bodenbehandlung, im Biogarten empfehlen sich bodenverträgliche Gartenwerkzeuge, wie Grabgabel und Sauzahn. So wird der Boden zwar durchlüftet und gelockert, der Aufbau der Bodenschicht bleibt aber erhalten.

Wichtig ist für die Humusgewinnung, dass der Boden immer mit ausreichenden Mengen von organischem Material versorgt wird. Dies kann Kompost sein, der biologisch aus den Abfallstoffen im Biogarten gewonnen wird.

Außerdem ist Gründüngung nützlich, diese kann durch das Anpflanzen von Schmetterlingsblütlern im Biobeet, die später in die Erde eingearbeitet werden, erfolgen. Auch mulchen ist für den Boden günstig.

Die Schädlingsreduktion kann sehr effektiv mit Brennessel-Jauche oder Schachtelhalm-Brühe als Hausmittel erfolgen.

Mineralien und Spurenelemente

Um die mineralische Qualität des Bodens zu unterstützen, empfiehlt sich außerdem das Einbringen von Steinmehl in den Boden. Dieses enthält Mineralstoffe und Spurenelemente, die durch den Ionenaustausch von den Wurzeln der Pflanzen verfügbar gemacht werden.

Kompost, Gründüngung und Steinmehle können dem Boden zur Regeneration dienlich sein und die Ansammlung von Kleinstlebewesen und Mikroorganismen wieder aktivieren.

Sind genügend lebende Bestandteile im Boden, kann die natürliche Humusbildung erfolgen, wodurch die Erde gehaltvoller wird und die Ernte dadurch nährstoffreicher.

Schließlich ist auch der Wechsel der Fruchtfolge wichtig, der Pflanzenanbau wird in einem zyklischen Ablauf gewechselt, so dass immer genügend Regenerationszeit für aufgebrauchte Bodeninhalte gewährleistet wird.

Obst im Biogarten

Obstbäume und Beerensträucher sorgen für überaus schmackhaftes Obst zur Erntezeit. Einige Obstsorten, wie beispielsweise Äpfel, kann man in kühlen Räumen den Winter über lagern.

Andere Sorten wie Kirschen, Pflaumen und Beeren kann man Einfrieren, in Gläser einkochen oder kocht Marmelade damit. Dadurch steht das ganze Jahr über gesundes, wertvolles Bioobst zur Verfügung.

Das Anbauen von Obst ist nicht besonders schwierig, meist reicht das Zurückschneiden zum richtigen Zeitpunkt, das Mulchen mit Laub oder Rinde und die Belüftung des Bodens um die Wurzeln herum durch sanfte Gartengeräte.

Die Stämme von Obstbäumen werden zum Schutz vor Insekten mit Leimringen behandelt und um das Aufplatzen der Rinde bei Kälte zu verhindern, versieht man sie mit einem Kalkanstrich.

Bio-Gemüseanbau

Der Anbau von Gemüse benötigt erheblich mehr Aufwand, weil der Nährstoffverbrauch beim Gemüseanbau wesentlich höher ist. Außerdem gibt es viele verschiedene Gemüsearten, die alle unterschiedlich gepflegt werden müssen.

Obstbäume und Sträucher sollten zudem nicht mit Gemüse in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden, da die Bäume sehr lange Wurzeln ausschlagen können und dem Boden für das Gemüse so die Nährstoffe entziehen.

Der Anbau nach der letzten Ernte empfiehlt sich mit eigenen Samen, wenn dies möglich ist. Ein Anteil der Ernte sollte daher immer für die neue Aussaat einbehalten werden. Kühl und dunkel aufbewahrt können die Sämlinge den Winter überdauern.

Aufzucht von Biogemüse

Das Vorziehen von Sämlingen im Gewächshaus oder unter Folie kann bereits zum Jahresanfang begonnen werden. Sind die Keimlinge gewachsen, müssen diese in Töpfe umgepflanzt werden.

Vor dem Auspflanzen im Garten sollten sie zunächst noch langsam an niedrigere Temperaturen gewöhnt werden. Ist der Frost vorbei kann man schon Saatgut unter Pflanzenhüten auspflanzen.

Gemüse benötigt in der Wachstums- und Reifezeit regelmäßig ausreichend biologischen Dünger, genügend Wasser, vor allem bei Hitze im Sommer und das Unkraut im Gemüsebeet muss entfernt werden, es wird für den Kompost genutzt. Diverse Schädlinge werden durch biologische Methoden dezimiert.

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Fazit:

Der Bewirtschaftungs-Aufwand für den Biogarten ist weniger arbeitsintensiv, als man denken mag. Dennoch ist regelmäßig, das gesamte Jahr über Aufzucht und Pflege für den Nutzgarten notwendig um eine gute Ernte zu erzielen. Durch Austausch mit anderen Gärtnern, etwa in Foren, kann viel Insiderwissen geteilt werden.

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