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Markisen: Ein Ratgeber

Ein variables Terrassendach schützt vor zu starker Sonneneinstrahlung und steigert so den Wohnkomfort erheblich. Aber darf eine Markise einfach angebracht werden? Und was muss dabei beachtet werden? Viele Fragen, die einfach beantwortet werden können.

Wissenswertes über Markisen

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Örtliche Bauvorschriften für Markisen

In der Regel können Markisen an Fronten, die nicht zur Straße liegen, am Haus angebracht werden, ohne dass es einer Genehmigung bedarf. Im Straßenbereich müssen dagegen fast immer Auflagen erfüllt werden.

Die meisten Auflagen betreffen die Optik (Stadtbild) und wie weit eine Markise in den Straßenraum ragen darf. Es ist sicher sinnvoll, bei der örtlichen Baubehörde nachzufragen, bevor eine Markise erworben wird.

Unterschiedliche Systeme bei Markisen

Es gibt Gelenkarm-, Halbkassetten- und Kassettenmarkisen. Eine Gelenkarmmarkise besteht aus einer Rolle mit Stoff, der über einen oder mehrere Arme die ein Gelenk haben ausgerollt wird und so die Terrasse überdacht.

Der Stoff ist der Witterung ausgesetzt. Halbkassettenmarkisen, die auch Hülsenmarkisen genannt werden, schützen den Stoff und Kassettenmarkisen auch die Mechanik. Stoff und die gesamte Mechanik sind im geschlossen Zustand in der Kassette eingeschlossen.

Materialien für Sonnenschutzsysteme

Die Gestänge sind immer aus Aluminium gefertigt, das wetterfest eloxiert ist, Schrauben und Bolzen aus Edelstahl.

Billige Gelenkarmmodelle haben meisten in den Armen Seilzugsysteme zu Steuerung, während hochwertige und teure Modelle die Arme über innenliegende Ketten bewegen und das Material der Arme schwerer und stabiler ist.

Die Stoffe der Markisen sind UV-beständig und als Schutz vor UV-Strahlung geeignet - meistens gibt es eine Wahlmöglichkeit bezüglich Lichtschutzfaktor, Wärmeschutz und Lichtveränderung, die durch die Markise bewirkt wird.

Zusätzlich können die Stoffe wasserdicht sein und gegen Verschmutzung geschützt sein. Bei der Vielzahl der Wahlmöglichkeit sollte immer ein Fachhändler hinzugezogen werden. Dort gibt es auch Ratschläge, wie man Markisen an die Wand bauen kann.

Wichtige Entscheidungshilfe beim Markisenkauf

Als Anhaltspunkt solltest Du Dir merken, dass große Markisen immer besser als Kassettenmodell gewählt werden sollten, denn diese sind verwindungssteifer und somit stabiler.

Modelle ohne jeglichen Schutz für Stoff und Mechanik können ohnehin nur für geschützte Lagen unter Dachvorsprüngen empfohlen werden. Bezüglich des Stoffes sollte die Entscheidung immer zugunsten des Stoffes mit dem höchsten UV-Schutz ausfallen, auch der Schutz vor der Hitze kann nie zu groß sein.

Was die Farbveränderung des Lichtes betrifft, ist dies eher Geschmacksache. Hier hilft einfach nur testen, was einem am besten gefällt. Auf den Lotuseffekt solltest Du besser nicht verzichten, denn die Markise soll lange Zeit halten und auch sauber aussehen.

Markisenmontage an der Wand

Natürlich kannst Du die Markise selber an die Wand bauen, allerdings stellt die CE-Norm DIN-EN 13561 stellt hohe Anforderungen an eine fachgerechte Montage. Markisen können immerhin, da sie im Außenbereich des Hauses angebracht sind, fremdes Eigentum beschädigen und sogar Personen verletzen.

Eine Markise, die vom Hersteller der Windklasse 2 zugeordnet wurde, muss zum Beispiel auch so montiert werden, dass Sie bei entsprechendem Wind im ausgezogenen Zustand fest an der Wand bleibt.

Hersteller von Markisen haften, wenn trotz vorschriftsmäßiger Montage und Handhabung etwas geschieht, aber Du musst beweisen, dass die Markise korrekt montiert wurde. Daher lohnt sich der Gang zum Markisenbauer insbesondere für Menschen, die keine versierten Handwerker sind. Sicher ist sicher.

Bedienung von Markisen

Kleine Markisen, die nur wenig ausgefahren werden, können recht gut mit einer Handkurbel bedient werden, aber bei einem langen Fahrweg und großen Markisen wird das schnell anstrengend.

Es wäre wohl Sparsamkeit am falschen Platz auf einen Elektromotor zu verzichten. Das gilt umso mehr, da Elektromotoren auch elektronisch angesteuert werden können, also bei bestimmten Lichtverhältnissen die Markise automatisch ausfährt oder ab bestimmten Windstärken die Markise einfährt, beziehungsweise nicht ausgefahren werden kann.

Ebenfalls lesenswert: Wie reinige ich die Markise?

Fazit:

Markisen sind ein wundervoller Sonnenschutz, aber als Witterungsschutz nur bedingt geeignet, da sie im nassen Zustand nicht eingezogen werden dürfen. Bei fachgerechter Montage sind sie ansonsten eine echte Bereicherung für das Haus und erhöhen den Nutzwert der Terrasse oder des Balkons.

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