Schädlinge im Garten

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Schädlinge: Keine Freunde für Pflanzen und Bäume

Jahr für Jahr beschert die Natur Gartenfreunden kleine Ärgernisse in Form von Schädlingen, die mit scheinbar unstillbarem Appetit zu vernichten trachten, was mit so viel Sorgfalt gepflanzt und gepflegt wurde. Doch der Hobbygärtner hat heute eine große Auswahl an oft biologischen und schonenden Methoden, sich diese Plagen fernzuhalten.

Schädlinge im Garten bekämpfen

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Schädlinge bedrohen den Garten und Blätter

Ein weit verbreiteter Schädling ist die Minierfliege. Sie ist etwa ein bis zwei Millimeter groß und grauschwarz mit gelben Flecken. Die Maden sehen genauso aus wie Fliegenmaden. Sie befallen sowohl Zierpflanzen als auch Gemüsepflanzen.

Den Hauptschaden richten allerdings die Larven an. Sie schlüpfen, nachdem die Minierfliegenweibchen ihre Eier auf den Blättern ablegen und fressen Miniergänge durch die Blätter. Der Befall ist leicht durch die Fresslöcher an den Blättern zu erkennen.

Die Minierfliege finden wir hauptsächlich im Hochsommer vor, da sie warme Temperaturen bevorzugt. Ähnlichen Schaden verursacht die Miniermotte, denn auch ihre Larven fressen Minengänge in die Blätter. Sie siedelt sich gerne an Kastanienbäumen an.

Jedes Jahr produziert sie vier Generationen. Die letzte überwintert am Boden im gefallenen Laub des Baumes und ist schon im Frühling wieder bereit, die ersten Blätter zu befallen.

Eine Motte spinnt den Garten ein

Schädling im Garten: Gespinstmotte

Gespinstmotte im Garten

Eine andere Mottenart, die gerne Gärten befällt, ist die Gespinstmotte. Von allen Schädlingen im Garten ist der optische Effekt, den dieser Schädling hinterlässt, mit Sicherheit der Größte.

Die Gespinstmotte wickelt buchstäblich ganze Bäume und Sträucher in ein weiß-grau glitzerndes Gewebe ein, das dazu dient, ihre Nachkommenschaft zu schützen. Die Raupe ist schmutzig grau-grün gefärbt und leicht an der dunkleren Färbung von Kopfkapsel und Nackenschild zu erkennen. Dieser Schädling befällt oft Apfel, Weißdorn, Schlehe sowie andere Büsche und Ziersträucher.

Maikäfer auf dem Vormarsch

Der Maikäfer (siehe Artikelbild) ist ein Schädling, der für einige Zeit aus der deutschen Natur verschwunden schien, aber seit dem Jahr 2005 wieder häufiger auftaucht. Dieser Käfer legt seine Eier im Erdboden ab.

Die Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen, wo sie schweren Schaden anrichten können. Die Larve lebt drei bis vier Jahre in der Erdhöhle. Dort verpuppt sie sich im letzten Herbst und der fertige Käfer schwärmt im Mai aus.

Ein Verwandter des Maikäfers ist der Junikäfer, der auch Brachkäfer genannt wird. Man kann ihn leicht vom Maikäfer unterscheiden, da er nur etwa halb so groß und gelb-braun gefärbt ist. Dieser Schädling befällt hauptsächlich den Rasen.

Die Weibchen legen ihre Eier im Rasen ab. Die Larven ernähren sich dann von den Gräsern und Wurzeln. Wenn man diesen Schädling nicht frühzeitig beseitigen kann, können ihm ganze Rasenflächen zum Opfer fallen, die zunächst braun werden und dann völlig verschwinden.

Natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung

Eine der effektivsten Methoden zur biologischen Schädlingsbekämpfung ist die permanente Ansiedlung von Nützlingen, die auf lange Sicht den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln vermeiden können.

So kann man zum Beispiel die Junikäfer-Plage mit dem Einsatz von parasitären Pilzen bekämpfen. Diese Pilze zerstören die Larven, ohne eine negative Wirkung auf den Rasen zu haben.

Ein anderer Nützling ist die Schlupfwespe Trichogramma evanescens. Dieser Nützling parasitiert die Motteneier. Das bedeutet, dass er selbst seine Eier in die Motteneier legt und somit zerstört. Somit können keine neuen Motten-Schädlinge schlüpfen. Wenn dann keine neuen Motteneier mehr zu finden sind, stirbt auch der Nützling.

Fazit:

Wer heutzutage effektiv Schädlinge im Garten bekämpfen will, ist mit dem Erwerb von Nützlingen gut bedient. Chemische Mittel braucht man nur noch im Notfall anzuwenden.

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