Gartenküche

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Tomatenernte im Spätsommer

Wir zeigen, wie Tomaten prall und saftig werden und was bei der Aufzucht zu beachten ist. Außerdem erfährst Du, wie man die roten Früchte perfekt weiterverarbeiten kann

Tomaten: Was ist bei der Ernte zu beachten?

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Der beste Erntezeitpunkt

Die Tomate ist eine extrem sonnenabhängige Frucht; ihr Reifungsprozess ist dementsprechend beschleunigt, wenn der Sommer heiß und trocken war. Bei einem regenreichen und schattigen Jahresverlauf fällt nicht nur der Ertrag dürftiger aus, sondern auch der Erntezeitpunkt verschiebt sich nach hinten.

Da man sich daher nicht auf einen genauen Erntezeitpunkt verlassen kann, gibt es doch ein simples Kriterium für die richtige Erntezeit: Wenn nämlich die Früchte wirklich knallrot und prall aussehen. Sie sind dann nicht nur am aromatischsten, sondern beinhalten auch die geringste Menge an Solanin. Zusätzlich ist ihr Vitamin-, Mineral- und Spurenelementgehalt dann am höchsten und sie sind dann außerdem schön süß.

Grüne Tomaten

Hierzu ist nur eine Ausnahme erlaubt: Wenn man Rezepte zubereiten will, die nach noch grünen Früchten verlangen, kann man früher ernten. Ein praktischer Tipp auch für Jahre, in denen die Ernte überdurchschnittlich gut ausfällt, und schlicht zu viele reife Tomaten vorhanden sein werden, um sie alle auf einmal zu verwerten.

Allerdings sollte man Rücksicht auf die Tatsache nehmen, dass Solanin durch das Erhitzen nur zu etwa zwanzig Prozent abgebaut wird. Generell liegt die Erntezeit der Frucht zwischen Juli und Oktober.

Ertrag beeinflussen

Tomaten in allen Größen

Geerntete Tomaten in allen Größen

Übrigens kann der Hobbygärtner schon bei der Auswahl der Sorte den Ertragsreichtum der Ernte mit bestimmen, in dem er widerstandsfähige Züchtungen auswählt, die den häufigsten Tomatenkrankheiten trotzen.

Eine weitere Möglichkeit, die Ernte zu steuern, ist der Anbau vorgezogener, eventuell veredelter Jungpflanzen.

Sind diese auf kräftig wachsende Wildtomaten veredelt, erbringen sie nicht nur eine weit überdurchschnittliche Ernte, sondern können auch in geschützten Umgebungen gut reifen, als da wären Balkone oder Gewächshäuser.

Dort müssen sie allerdings unbedingt gleichmäßig gewässert und zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden. Auch das Auspflanzen ins Freie hat Einfluss auf den Erntezeitpunkt. Will man möglichst früh im Jahr ernten, sollte man vor Mitte Mai mit der Auspflanzung beginnen, und die Pflanzen gegen Nachtfrost - den sie überhaupt nicht vertragen - mit Folien schützen.

Auch eine regelmäßige Kompostgabe (drei bis fünf Liter pro Quadratmeter) erhöht die Wahrscheinlichkeit eines reichen, frühen Ertrages, genauso wie häufigeres Wässern: Der Boden darf niemals ganz austrocknen.

Rankhilfe

Jede Tomatensorte - mit der einen, einzigen Ausnahme der Buschtomate - benötigt Rankhilfen. Mit Stäben aus rostfreiem Metall wie Edelstahl tut man sich hinterher beim Ernten den größten Gefallen, da Holz leicht splittern und auch aufweichen kann. Nicht zuletzt für ein gesundes Wachstum, aber auch für eine bequeme Ernte sollten die einzelnen Pflanzen einen ausreichenden Mindestabstand einnehmen. Solange ein Erwachsener bequem zwischen ihnen knien kann, ist dies gewährleistet.

Direkt nach der Ernte sollten die Rankhilfen desinfiziert werden, am besten mit Brennspiritus oder einer Flamme, um Sporen abzutöten und sie für das nächste Jahr vorzubereiten.

Tipps und Tricks

Zuerst geerntet werden immer die Früchte, die dem Stamm am nächsten wachsen, denn diese sind die reifsten. Unerfahrene Gärtner übersehen diese gerne, wenn sie von Blattwerk verdeckt sind. Wenn man sich also bei der Ernte helfen lässt, immer darauf hinweisen: von innen nach außen! Pralle, reife Tomaten platzen leicht.

Ein Korb, in dem die Früchte aufeinandergestapelt sind, ist deshalb weniger geeignet als ein großes Brett, auf dem sie nebeneinanderliegen können.

Insider-Tipp

Ein besonderer Hinweis: Die Früchte schmecken am besten ganz frisch gepflückt. Dabei macht es einen deutlichen Unterschied, ob sie vor der ersten Sonnenerwärmung ganz früh morgen geerntet werden, wenn sie noch schön kühl sind, oder eher am späteren Nachmittag, wenn sie von der Sonne durchwärmt sind. Beide Aromen haben ihren Reiz und verdienen es, probiert zu werden.

Im Kühlschrank sollten die soeben geernteten Tomaten keinesfalls gelagert werden - nicht nur verflüchtigt sich das Aroma blitzschnell, auch kann die reife Tomate dort ein Gas (nämlich Ethylen) bilden, das andere, benachbart aufgehobene Gemüse verderben lässt oder ihren Geschmack verändert.

Am besten lässt sich die Ernte, die nicht sofort gegessen wird, durch verschiedene Methoden haltbar machen. Die reine Lagerung sollte in einem möglichst sonnenlichtlosen, kühlen Raum erfolgen, dessen Raumtemperatur zwischen 14 und 16 Grad beträgt. Die Früchte sollten plan nebeneinander in Zeitungspapier eingeschlagen liegen. Auch einfrieren lassen sie sich, sogar als Ganzes. Nach dem Auftauen jedoch muss die Tomate dann zu Muß oder Sauce weiter verarbeitet werden - als Ganzes essen, lässt sie sich nicht mehr.

Fazit:

Tomaten sind ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus, die es in vielen Varianten gibt und die zu köstlichen Gerichten verarbeitet werden können.

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