Gartenküche

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Knoblauch - schmeckt und heilt

Knoblauchknollen verleihen Gerichten die nötige Würze und sollen antibakteriell, desinfizierend und krampflösend wirken

Würziger Lauch mit positiver Wirkung

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Der Knoblauch (Allium sativum) als Lauchgewächs gehört zu den wichtigen Gewürzpflanzen in der Küche.

Auch als Heilpflanze wird er gern genutzt. Dabei werden ihm viele Wirkungen nachgesagt, die mehr oder weniger gut nachweisbar sind.

Wer die Knoblauchzwiebel in seinem Garten kultivieren möchte, kann dies auch hierzulande tun. Dabei hat das überwinterungsfähige Gewächs auch auf viele andere Pflanzen im Garten einen guten Einfluss.

Herkunft

Die Knoblauchpflanze, der hierzulande umgangssprachlich auch als Knobi, Knofi oder Knofl bezeichnet wird, ist eine alte Kulturpflanze. Sie war bereits im Altertum bekannt und wurde sowohl zum Essen als auch als Heilpflanze benutzt. Neben der abergläubischen Annahme, sie sei geeignet, um Dämonen und Geister zu vertreiben, fand die Menschheit im Laufe der Zeit auch zahlreiche nützliche Anwendungen für die Knoblauchpflanze. Aus den Steppengebieten in Zentral- und Südasien gelangte die Knoblauchpflanze über den Mittelmeerraum nach Europa.

Den Weg nach Deutschland hat der Knoblauch wahrscheinlich durch die Römer gefunden, die ihn hierher mitbrachten.

Historische Anwendungen

So soll sie bereits ägyptischen Sklaven als Mittel zur Stärkung bekannt und ein hilfreiches Mittel gegen Läuse und Darmparasiten gewesen sein.

Ähnliches gilt auch für die Griechen und die Römer. Auch sie sollen die Knoblauchpflanze zur Vertreibung von Darmparasiten und zur Körperstärkung genutzt haben, sowie zur Schärfung des Geistes und zur Stärkung der Potenz.

Später, im Mittelalter, wurden die Anwendungsgebiete der Knoblauchzehen etwas konkreter. Hier wurden damit nicht nur Hautausschläge und Bisswunden behandelt, sondern auch Haarausfall, Zahnschmerzen, Lungenleiden und viele weitere Krankheiten. Auch gegen die Pest soll die Kulturpflanze zum Einsatz gekommen sein.

Heilwirkung

Die heute bekannten Wirkungen des Knoblauchs, die sich auch die Medizin teilweise zunutze macht, sind vielfältig.

So wirkt er antibakteriell, desinfizierend und krampflösend. Auch wenn ihm die Fähigkeit zur Senkung der Blutfettwerte nachgesagt wird, einen eindeutigen Beweis sollen medizinische Studien dafür bislang nicht gefunden haben.

Kochen mit Knoblauchzehen

Die Knoblauchknolle, die eigentlich als Knoblauchzwiebel bezeichnet werden sollte, wird in vielen Küchen und Kulturen der Erde genutzt. Insbesondere im Mittelmeerraum haben die Knoblauchzehen einen sehr hohen Stellenwert, der ihnen einen Platz in vielen Gerichten sichert. Dort wie auch hier wird Knoblauch gern genutzt für Soßen und Suppen, aber auch beim Braten von Fleisch oder Fisch. Tsatsiki und Aioli gibt er den klassischen Geschmack und die notwendige Schärfe, aber auch in der asiatischen Küche wird gern knoblauchscharf gekocht.

Knoblauch als Kulturpflanze

Der weltweit größte Produzent von Knoblauchzwiebeln mit über 70 Prozent am Weltmarkt ist China.

Mit großem Abstand im gerade noch einstelligen Bereich folgen Länder wie Indien, Südkorea oder auch Russland. Auch hierzulande kann die Knoblauchzwiebel kultiviert werden und dabei dem Garten manches Hobbygärtners nebenbei gute Dienste leisten.

Neben Erdbeeren, Gurken, Himbeeren, Möhren und Tomaten wachsen die Knoblauchpflanzen nicht nur gut, sondern vertreiben zusätzlich Ungeziefer und Schädlinge, die den Nachbar-Pflanzen gefährlich werden können. So können die Knofipflanzen auch als natürliches Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Aussaat

Knoblauch anpflanzen

Noch nicht geerntet: Knoblauchfeld

Für die Aussaat des Knoblauchs werden einzelne Zehen benutzt, die sowohl im Herbst (September, Oktober) als auch im zeitigen Frühjahr (März) in einem Abstand von 10 bis 20 Zentimetern in etwa fünf bis sieben Zentimeter Tiefe in den Boden gesteckt werden. Die Spitze der Zehen sollte dabei nach oben zeigen.

Sollen die Zehen über den Winter in der Erde verbleiben, so ist das Abdecken der Beete mit Stroh empfehlenswert. Als guter Platz für den Anbau gilt ein sonniger Standort mit lockerem, feuchtem Boden. Sandige oder leichte Böden werden am besten zuvor mit Kompost gedüngt, damit die Zehen groß und kräftig werden können.

Pflege

Bei der Pflege ist besonders auf stetiges Feuchthalten des Bodens zu achten, Nässe hingegen gilt es zu vermeiden. Gedüngt wird mit Humus oder Blaukorn.

Damit der Knoblauch gesund bleibt und von Schädlingen und Schimmel möglichst nicht befallen wird, sollte der Bereich um den Anbau von Unkraut frei gehalten werden. So sollte dem Gewächs, das auch durch seinen starken Geruch einige Schädlinge fernhält, nicht viel passieren können.

Nach der Blüte im Hochsommer kann der Knoblauch im Spätsommer geerntet werden.

Fazit:

Geschmacklich ist Knoblauch immer ein Highlight, seine positive Wirkung auf den Körper muss von der Wissenschaft noch näher untersucht werden.

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