Pflanzen und Blumen

  Kommentare (0)

Helleborus, die Pflanze mit den vielen Namen

Nieswurz, Christrose, Schneerose, Lenzrose – dies alles sind Namen, die im Sprachgebrauch für die verschiedenen Arten der Gattung Helleborus (zum Teil synonym) verwendet werden. Ihre Blütezeit liegt je nach Art zwischen November und April, ein Umstand, der die – übrigens in allen Pflanzenteilen giftige – Nieswurz so wertvoll für unsere Gärten macht. Von den ungefähr 20 bis 25 Arten sollen hier die vier am häufigsten als Gartenpflanzen zu findenden Arten vorgestellt werden.

Blühendes im winterlichen Staudenbeet

Die Themen in diesem Artikel:

Diesen Artikel weiterempfehlen:

diesen Artikel weiterempgfehlen

Helleborus niger – Schwarze Nieswurz – Christrose

Helleborus niger

Helleborus niger, Christrose

Diese heimische Art, im Volksmund Christrose oder Schneerose genannt, wird schon sehr lange als Gartenpflanze kultiviert.

Die immergrüne Pflanze hat dicke, dunkelgrüne Blätter und weiße, manchmal rosa angehauchte Schalenblüten, deren Farbton sich im Verblühen in ein Rosa vertieft. Dies trägt dazu bei, dass die Blüte lange ihre Attraktivität behält.

Helleborus niger gehört zu den ersten Blühern, die Sorte 'Praecox' blüht oft schon zu Allerheiligen.

Helleborus-Orientalis-Hybriden – Lenzrosen

Sorten dieser Hybriden sind in den letzten Jahren immer mehr auf dem Vormarsch und halten Einzug in unseren Gärten. Die orientalische Nieswurz ähnelt Helleborus niger, jedoch beginnt ihre Blütezeit (je nach Witterung) erst im Februar und reicht bis in den Frühling hinein.

Helleborus-Orientalis-Hybriden (siehe Artikelbild) sind in vielen Farben erhältlich, das Spektrum der Blütenfarben reicht von grün-weiß über rosa in allen Varianten bis hin zu dunklem purpurrot.

Es gibt Blüten in unterschiedlichsten Schattierungen und mit Flecken oder Punkten, gefüllte, halb gefüllte oder ungefüllte Varianten. Die Lenzrose ist eine ausdauernde Staude, die sich an zusagendem Standort auch gern versamt, die Farben der Sämlinge weichen aber häufig von denen der Mutterpflanze ab.

Helleborus foetidus – Stinkende Nieswurz

Helleborus foetidus

Helleborus foetidus, Stinkende Nieswurz

Der Name dieser zu den Halbsträuchern zählenden Helleborus-Art (foetidus = stinkend) sollte niemanden davon abhalten, sie sich in den Garten zu holen. Helleborus foetidus hat eine stark riechende Wurzel, das Laub verströmt beim Verreiben einen herben, jedoch keineswegs üblen Geruch.

Die zu den stammbildenden (caulescenten) Helleborus-Arten gehörende Nieswurz hat glockenförmige grüne, später mit einem roten Rand versehene, Blüten, die sich ab Dezember nach und nach öffnen.

Der synonym verwendete Name Palmblättrige Nieswurz deutet auf die Form der äußerst dekorativen dunkelgrünen Blätter hin. Diese Art sollte in keinem Garten fehlen, denn das Laub ist das ganze Jahr über ein wunderbarer Blattschmuck.

Helleborus argutifolius – Korsische Nieswurz

Helleborus argutifolius

Helleborus argutifolius, Korsische Nieswurz

Diese Art ist ebenfalls stammbildend und hat grüne Blüten, deren Form aber eher schalenförmig ist. Ihr Laub ist kräftig grün, die Blätter stark gezähnt und glänzend. Die Korsische Nieswurz kann ungefähr einen Meter hoch werden und ist eine imposante Erscheinung im Staudenbeet.

Standortbedingungen

Alle genannten Helleborus-Arten haben gemein, dass sie einen nährstoffreichen, kalkhaltigen, sandig-lehmigen, humusreichen, frischen Boden bevorzugen. Wasser muss gut abfließen können, da Staunässe nicht vertragen wird.

Am besten geeignet sind sonnige (ohne direkte Mittagssonne) bis halbschattige Pflanzplätze, idealerweise im Streuschatten von Laubbäumen.

Besonders tolerant gegenüber ihren Standortbedingungen ist Helleborus foetidus, die auch mit mehr oder weniger Licht und größerer Trockenheit zurecht kommt.

Auch die Korsische Nieswurz verträgt gut einen sonnigen Platz und relative Trockenheit.

Pflege

Sind die Nieswurze erst einmal etabliert, brauchen sie relativ wenig Pflege. Braune, vertrocknete Blätter sollten entfernt werden.

Bei den stammbildenden Arten verwelkt meist der Stamm, welcher geblüht hat, dieser sollte dann an der Basis abgeschnitten werden, die Pflanze treibt aus dem Boden neu aus.

Helleborus möchten nicht von anderen Pflanzen bedrängt werden, deshalb sollte man sie nicht mit „Wucherern“ vergesellschaften.

Sie freuen sich über eine humusbildende Laubschicht, das Erdreich um die Pflanzen herum sollte man weitestgehend ungestört lassen, um flach verlaufende Wurzeln nicht zu beschädigen.

Wassergaben nach dem Einwachsen sind nur in großen sommerlichen Hitzeperioden nötig.

Aus dem Haus in den Garten?

Die beschriebenen Helleborus-Arten sind bei uns alle winterhart. Oft werden jedoch blühende Exemplare im Topf für die zeitweilige Zimmerkultur angeboten.

Diese Pflanzen sollte man nicht sofort nach der Blüte auspflanzen, sondern bis zum Frühling sehr kühl, aber unbedingt frostfrei halten. Möchte man ihnen etwas gutes tun, topft man sie bereits im Haus in frisches, mit etwas Gartenkalk angereichertes Substrat um.

Eine große Auswahl bester Pflanzen und Blumen findest Du im Gartenwelt.de-Shop »

Fazit:

Helleborus sind kalkliebende Pflanzen, die nicht nur im Winter und zeitigen Frühjahr mit ihren Blüten Leben in den Garten bringen, sondern das ganze Jahr über mit ihrem schönen Laub eine Bereicherung der Staudenbeete darstellen. Die niedrigeren Arten wie Helleborus niger und die Helleborus-Orientalis-Hybriden wirken am besten, wenn man mehrere Exemplare als Gruppe pflanzt.

Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema, dann stell sie hier »
    weiterempfehlen drucken

Unsere Topseller

  • Frühbeetkästen
  • Astscheren
  • Aufzuchtschalen
  • Gewächshäuser
  •   Kommentare(0)
  • Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Artikel abgegeben!
Hast Du eine Frage zu diesem Artikel oder Thema? Dann schreib doch den ersten Kommentar!

Deine Frage / Dein Kommentar

Name:
Fragen / Kommentar:
 

Experten Profil

Antje Lindner ist Experte für Hobbygarten
Antje Lindner
aus Augsburg
Experte für Hobbygarten
  • Saisonale Tipps
  • Beetanlage
  • Experimentierfreudig
Antje schreibt zu saisonalen Themen und über aktuelle Aktivitäten im Garten. Besonders gerne gestaltet sie ihren Garten um, legt Beete an und probiert neue Methoden aus.

Weitere Experten

Dipl. Ing. Gartenbau Sebastian Steinhof
aus Berlin
Experte für Gartenbau
  • Gartenbau
  • Pflanzenschnitt
Dipl. Ing. Landschaftsgestaltung Dierk Evert
aus Rügen
Experte für Landschaftsgestaltung
  • Gestaltung
  • Expertise
Studentin der Gartenbau - Wissenschaften Anke Kernbach
aus Berlin
Experte für Urbanen Gartenbau
  • Obst und Gemüse
  • Balkon
  • Spezialgebiet: Paprika
zur Experten Übersicht »
18.03.2011
Schnäppchen des Tages
1300489199 Std. Min. Sek.
Badregal
UVP: EUR 7.99
EUR 5.99
zum Angebot
 
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
(ein Link zu diesem Artikel ist in der E-Mail automatisch enthalten)

absenden schließen
Zum Shop