Tiere im Garten

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Wildverbiss

Monatelang hat man die Pflanze gepflegt und gehegt, hat sie gegossen und vor Kälte und Sonne geschützt. Doch was muss man feststellen? Ein Hase hat die sorgsam aufgezogenen Möhren aufgefressen. Wie kann man solch einen Unverfrorenheit zukünftig verhindern? Wir geben Antworten

Schäden durch Wildtiere

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Verbiss wird durch Wild- und Nutztiere verursacht und bezeichnet das Abbeißen von Zweigen, Knospen und Blättern. Besonders bei Schäden an Pflanzen, die aus landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Gründen gesetzt werden, ist vom Verbiss die Rede. Auf die wirtschaftlichen Abläufe kann der Verbiss zum Teil verheerende Auswirkungen haben, da er den Pflanzenwuchs nicht nur verzögern kann, sondern auch Krüppelwuchs verursacht. Im schlimmsten Fall können Pflanzen durch den Verbiss sogar ganz absterben.

Prinzipiell gehört der Verbiss zu den natürlichen Erscheinungen unserer Umwelt. Allerdings kann er sich schnell als problematisch erweisen, wenn er den wirtschaftlichen Zielen der menschlichen Bevölkerung entgegenwirkt. Das kann insbesondere bei der Gartenkultur passieren, aber auch in der Forstwirtschaft und auch nicht zuletzt beim landwirtschaftlichen Anbau. Verbiss, der durch Wildtiere verursacht wird, die unter dem Jagdrecht stehen, wird Wildverbiss genannt. Dabei handelt es sich vor allem um wiederkäuendes Schalenwild, aber auch der Hase und das Feldkaninchen gelten hier als wesentliche Verursacher.

Verbreitung

Wildverbiss, den der Hase und das Kaninchen verursachen, ist eine Erscheinung, die besonders zu einem örtlichen Problem werden kann. Da auch Wildkaninchen zum städtischen Lebensraum gehören, muss also auf Grundstücken und in Gartenanlagen mit Wildverbiss gerechnet werden.

Allerdings ist dazu zu sagen, dass eine ständige Nutzung des infrage kommenden Grundstücks das Wild eher abschreckt. Selten benutzte und vor allem große Flächen hingegen sind für das Wild eher einladend. Dies kann sogar bis zur Errichtung eines Kaninchenbaus führen, wenn sich die Tiere ungestört fühlen.

Gegenmaßnahmen - Jagd

Die erste Maßnahme gegen die Ausbreitung von Wildverbiss ist zunächst einmal die Jagd. Bei großen Problemen mit Wildverbiss durch Hasen oder Kaninchen ist es ratsam, sich an die Jagdbehörde zu wenden. Sollten sich die Probleme häufen, kann diese dann Gegenschritte einleiten. Da allerdings nicht erwartet werden kann, dass die Jagdbehörde alles Wild aus dem Stadtbild tilgt, müssen sich betroffene Grundstücksbesitzer aktiv vor Wildverbiss schützen.

Zaun ziehen

Das kann auf mehrere Arten geschehen. So ist zum Beispiel das Einzäunen der Vegetationsfläche die erste Maßnahme, die ergriffen werden sollte. Das Aufstellen eines Drahtzaunes ist schon ein sehr guter Weg, wobei das bloße Setzen des Zauns allein nicht ausreicht. Hasen und Kaninchen sind ausgezeichnete Wühler und Gräber, daher sollte der Zaun mindestens 20 Zentimeter tief in den Boden hineinreichen.

Sind vereinzelte Bäume oder Stämme vom Wildverbiss betroffen, dann genügt es, den betroffenen Stamm mit Drahtmanschetten zu schützen.

Wild vertreiben

Hase auf Hinterpfoten

Meister Lampe im Garten

Als vorbeugende Maßnahme können die Pflanzen und Bäume auch mit Wildverbissmitteln bestrichen werden. Hierbei werden Mittel auf der Grundlage natürlicher Fette verwendet, die das Wild durch Gerüche abschrecken. Bevor ein Präparat aber eingesetzt wird, sollte man sich vorher eingehend im Fachmarkt beraten lassen und gegebenenfalls die Benutzung vorher mit Nachbarn und Anwohner absprechen, da die Wildabweiser auch für den Menschen unangenehme Gerüche absondern.

Tatsächlich giftig sind die Substanzen zwar nicht, allerdings sind bei der Anwendung bestimmte Punkte zu beachten. Beim Einsatz in Nähe von Gewässern gibt es zum Beispiel bestimmte Vorsichtsmaßnahmen, die zum Grundwasserschutz eingehalten werden müssen.

Fallobst beseitigen

Als weitere vorbeugende Maßnahme gegen Wildverbiss ist die regelmäßige Beseitigung von Fallobst, da dieses die Tiere anlockt und das Grundstück als Nahrungsquelle interessant macht.

Mit Zweigen ablenken

Wildtiere lassen sich im Übrigen auch leicht ablenken. Wenn auf dem Grundstück Zweige und anderes Gehölz ausgelegt werden, können die Tiere damit vom eigentlichen Pflanzenbestand weggelockt werden. Diese Maßnahme ist vor allem in den Wintermonaten anzuwenden und benötigt keine finanzielle Investitionen, da das am Boden zu verteilende Material problemlos vom Baumschnitt gestellt werden kann, der bei der Grundstückspflege standardmäßig anfällt.

Bau verschließen

Solltest Du auf Deinem Grundstück einmal einen Hasen- oder Wildkaninchenbau entdecken, dann kannst Du versuchen, diesen Bau zu verschließen und für die Wildtiere unzugänglich zu machen. Stelle vorher aber auf jeden Fall sicher, dass sich in den Gängen kein Hase oder Kaninchen mehr befindet.

Fazit:

Der Tier- und Naturschutz sollte auch bei der Bekämpfung von Wildverbiss an oberster Stelle stehen. Denn hinter dem Annagen der Pflanzen steckt keine Bösartigkeit, sondern schlichtweg das natürliche Ziel der Tiere, den eigenen Hunger zu stillen.

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