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Bodenprobe nehmen

Zu viel Dünger ist schädlich für die Umwelt. Erst eine professionelle Analyse des Bodens gibt Auskunft über den Zustand des Bodens. Danach weiß der Gärtner, welche Nährstoffe seine Beete und Rasen benötigen

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Die Qualität des Bodens ist ausschlaggebend für ein gesundes, kräftiges Wachstum der Pflanzen. Überversorgung beeinträchtigt dieses ebenso wie Unterversorgung. Je nach Bepflanzung bestehen andere Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, sodass dessen Zusammensetzung in Bezug auf die Nutzung kontrolliert werden sollte.


Für die Untersuchung wird eine Bodenprobe entnommen, die von einem darauf spezialisierten Labor analysiert wird. Das Ergebnis hilft, den genauen Düngerbedarf zu ermitteln. Die Kenntnis des Düngerbedarfs kann Geld sparen, denn es muss nur gedüngt werden, was auch notwendig ist. Das Vermeiden einer Überdüngung ist zudem ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

Bessere Erträge und Umweltschutz

Die Analyse einer Bodenprobe bringt mehrere Vorteile mit sich, wobei die Effizienz die relativ geringen Kosten überwiegt. Ziel ist die optimale Nutzung und Verbesserung des Mutterbodens. Um seine Pflanzen optimal versorgt zu wissen, ist es einerseits wichtig, deren Düngerbedarf zu kennen, andererseits kann über eine Untersuchung festgestellt werden, was der Boden bereits zu bieten hat.


Bei einer Bodenuntersuchung werden die Schadstoffbelastung, der ph-Wert und die in der Erde enthaltenen Mineralien und Nährstoffe ermittelt. Auf die Ansprüche der Pflanzen abgestimmt, sind anschließend entsprechende Maßnahmen zur Boden- und Ertragsverbesserung möglich.


Gezieltes Düngen spart die Kosten für überflüssigen Dünger. Die im Boden vorhandenen Rohstoffe können gezielt genutzt werden, während die Ausschwemmung von Überschüssen vermieden und damit die Umwelt geschont wird. Gegen eventuelle Schadstoffbelastungen des Bodens kann durch geeignete Maßnahmen wie Gründüngung vorgegangen werden, was sich wiederum positiv auf den Ertrag auswirkt.

Boden verbessern

Die Bodenbeschaffenheit kann durch Erhöhung oder Verminderung von Beigaben zum Mutterboden angepasst werden. Ist beispielsweise der ph-Wert zu hoch oder zu niedrig, sollte der Erde entsprechendes Material zur Neutralisierung beigemischt werden. So setzt Kalk die Bodensäure herab. Der ph-Wert kann auch über im Handel erhältliche ph-Bodentests ermittelt werden, wie sie unter anderem bei der Firma W. Neudorff GmbH KG in Emmerthal im Angebot sind. Wird durch die Bodenanalyse eine Schadstoffbelastung festgestellt, kann dieser durch geeignete Maßnahmen wie Gründüngung entgegen gewirkt werden.


Analysen ergeben nicht selten einen zu hohen Kalk- und Phosphatgehalt und zu hohe PH-Werte bei Gemüsebeeten, bei Rasen hingegen stellen sich oft der Kalium- und Magnesiumgehalt als zu niedrig heraus. Beim Gemüse schränkt dies die Qualität des Nahrungsmittels ein, während der Rasen nur kümmerlich wächst. Die durchführenden Labore geben mit dem Analyseergebnis genaue Hinweise in solchen und anderen Fällen und beantworten auch spezielle Fragen.

Bodenprobe entnehmen

Eine Bodenuntersuchung sollte alle 3-5 Jahre erfolgen, vorzugsweise zwischen Frühjahr und Herbst. Ermittelt wird bei einer Grundanalyse die Art des Bodens, sowie der Stickstoff-, Kalk-, Phosphat-, Kali- und Magnesiumgehalt. Weitere Werte wie der Humusgehalt können ebenfalls ermittelt werden. Je nach Labor ist im Ergebnis auch eine genaue Empfehlung zur Düngung enthalten.


Für jeden bepflanzten oder zu bepflanzenden Bereich sollte eine Probe eingeschickt werden. Dazu werden einer Nutzfläche jeweils 10-15 Einzelproben entnommen und vermischt. Von dieser Mischung werden 500g in einem beschrifteten Plastikbeutel oder einer Röhre an ein Bodenuntersuchungslabor geschickt. Eventuelle Fragen können auf einem Begleitschreiben gestellt werden.


Die Bodenproben werden je nach Bepflanzung aus unterschiedlichen Tiefen entnommen. Während bei Rasenflächen eine Tiefe von bis zu 10cm ausreicht, sollte die Tiefe bei Gemüse bis 20cm betragen. Bei Obstbäumen sollte je eine Probe aus einer Tiefe bis 30 Zentimetern und eine aus 30-60 Zentimeter Tiefe stammen.


Für die Entnahme wird mit einem Spaten bis zu dem gewünschten Bereich die Erde entfernt. An der geraden Schnittfläche kann im Anschluss die Bodenprobe entnommen werden. Wie erwähnt sollte dies an 10-15 verschiedenen Stellen jeder Nutzfläche geschehen, um im Schnitt die tatsächliche Bodenbeschaffenheit feststellen zu können.

Bodenuntersuchungslabore

Das Labor Dr. Balzer zur Ganzheitlichen Qualitätserfassung, Oberer Ellenberg 5 in 35083 Wetter-Amönau befasst sich unter anderem mit der Bodensanierung sowie dem Natur- und Landschaftsschutz und führt die Analyse von Bodenproben durch.


Auch das Untersuchungszentrum der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die Landwirtschaftliche Untersuchung- und Forschungsanstalt in Bonn und die Bayerische Hauptversuchsanstalt für Landwirtschaft in Freising-Weihenstephan führen entsprechende Analysen durch.


Der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten e.V. in Speyer kann weitere Stellen zur Einsendung von Bodenproben nennen.


Fazit:

Es lohnt sich alle drei bis fünf Jahre den Boden zu analysieren, um den Düngerbedarf zu ermitteln.

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