Tiere im Garten
Kommentare (5)Hühner im Garten – Wichtige Vorbereitungen
Die neuesten Nachrichten über Eier, die mit Dioxin verseucht sind, wirken nicht besonders appetitanregend. So manch einer, der über etwas Gelände verfügt und vielleicht noch kleine Kinder zu Hause hat, denkt bei solchen Nachrichten an die Anschaffung eigener Hühner. Hühnerhaltung ist aber in jedem Fall mit Arbeit verbunden und kostet Zeit. Was man als Anfänger wissen und erledigen sollte, bevor die ersten Hühner kommen, ist im Folgenden kurz zusammengefasst.
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Rechtliche Vorschriften
In den Zeiten der Vogelgrippe sind Vorschriften zur Hühnerhaltung erlassen worden - es besteht hier eine Anzeigepflicht. Der Besitzer muss dafür in einem Meldebogen die Anzahl der Tiere der Behörde mitteilen und erhält dann eine Betriebsnummer.
Dann folgt ein Gebührenbescheid, der etwa 5 Euro Verwaltungsgebühr pro Huhn im Jahr fordert. Die Tiermengen-Meldung muss jedes Jahr erfolgen. Außerdem besteht für Hühner eine Impfpflicht, zur Vorbeugung der Geflügelpest.
Diese führt man viermal im Jahr mit der Zugabe zum Trinkwasser aus. Eine Hühnerhaltung darf nur in Gebieten mit teilweise ländlicher Nutzungserlaubnis erfolgen, in Wohngebieten ist sie grundsätzlich nicht erlaubt.
Es ist auch zu beachten, dass die Hühnerhaltung die Nachbarn nicht stören darf. Dies betrifft sowohl Lärm wie auch Geruch und das Einfliegen von Hühnern in fremde Gärten.
Der Stall
Für die Hühnerhaltung braucht man einen Stall und ein Freigehege. Die Unterkunft sollte hell, trocken, warm und sauber sein und sich außerdem gut belüften lassen. Für fünf bis sieben Tiere benötigt man einen Stall mit wenigstens vier oder mehr Quadratmetern Platz.
Dieser liegt am besten in der Nähe des Wohnhauses und möglichst weit von den Nachbarn entfernt, da sowohl die Hennen wie auch ein Hahn ziemlichen Lärm machen können.
Im Winter sollte der Stall über eine dickere Schicht Einstreu aus Stroh, Heu, Erde, Mulch oder Sand verfügen, da die Tiere tagsüber gerne im Staub baden, was ein wichtiger Bestandteil ihrer Körperpflege ist.
Außerdem ist das Scharren für sie von erheblicher Bedeutung. Der Stall sollte auch über Sitzstangen verfügen, etwa 20 bis 30 Zentimeter pro Huhn. Im Stall sind Futter- und Wasserautomaten von Vorteil.
Ebenso brauchen die Hühner Nester zum Eierlegen, es eignen sich dafür Europa-Nester sehr gut, das Ei wird bei diesen Nestern gleich nach dem Legen entfernt und es kann immer nur eine Henne zur Zeit das Nest besetzen.
Das Gehege
Hühner brauchen zusätzlich einen Auslauf ins Freie, am besten in den Garten, dafür benötigt man etwa drei Quadratmeter Platz pro Huhn.
Der Auslauf sollte mit einem engmaschigen Zaun umgeben werden und von oben auch mit Maschendraht abgedeckt sein, um eventuell auffliegende Tiere zurückzuhalten und das Eindringen von Raubvögeln zu verhindern.
Der Hahn
Die Hühner brauchen streng genommen keinen Hahn, die Hühnerhaltung mit einem Hahn ist jedoch artgerechter. Der Hahn erfüllt soziale Funktionen, er schlichtet bei Streitigkeiten der Hennen und übernimmt auch die Bewachung der Herde.
Vor Greifvögeln warnt der Hahn die Hennen, notfalls stürzt er sich auch mutig in den Kampf. Der Hahn bewirkt insgesamt eine Harmonisierung der Hühnerschar. Auf einen Hahn sollten mindestens sechs Hennen kommen.
Die Hühner
Besonders robuste Hühner-Rassen eignen sich gut für Einsteiger, dies sind beispielsweise Sorten wie Sussex, Cochin oder Plymouth Rock. Wichtig ist vor allem die Quelle, über die man die Vögel bezieht.
Optimal ist der Erwerb beim örtlichen Geflügel-Züchterverein, dort ist die Garantie dass die Tiere gesund sind am größten, außerdem hat man auch gleich fachlich versierte Hühnerzüchter in der Nähe, die man im Zweifelsfall um Rat fragen kann.
Wenn die Hühner in guter Verfassung sind, kann ein Huhn etwa fünf bis sieben Eier pro Woche legen, unabhängig davon ob ein Hahn zur Herde gehört oder nicht. Artgerechte Hühnerhaltung erlaubt den Tieren den Auslauf ins Freie, auch wenn es nur im Gehege ist.
Es sollten wenigstens sechs Hennen und ein Hahn beieinander sein um die sozialen Bedürfnisse der Vögel abzudecken, da die Vögel ein starkes Sozialverhalten pflegen.
Fazit:
Hühnerhaltung bedarf gewisser Kenntnisse, die man sich am besten schon vor dem Einzug der Hühner aneignet. Ein Besuch im Geflügel-Züchter Verein kann hier aufschlussreich sein, oder aber man stöbert ein wenig in der Fachliteratur.
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Angesichts der vielen Auflagen dürfte es für die meisten Menschen schwierig sein, Hühner im eigenen Garten zu halten, selbst wenn sie möchten. Und sei es eben allein schon deshalb, weil man in einem sogenannten "reinen Wohngebiet" wohnt. Ich selbst hätte dabei gerne ein paar Hühner, so wie meine Oma es früher auch hatte. Die Eier, die diese wirklich glücklichen Hühner legten, waren echt immer die besten!
Mein Nachbar hält sich Hühner in einem Wohngebiet und erfüllt keine dieser vorher genannten Vorraussetzungen. Die Tiere können einem echt Leid tun. An welche Behörde kann ich mich wenden, damit das endlich ein Ende hat?
Hallo Hühnchen! Normalerweise müssen alle Tiere beim Kreisveterinäramt registriert werden, um Tierseuchen vorzubeugen. Der Tierhalter muss auf jeden Fall seinen Namen, Anschrift, betreuenden Tierarzt, Anzahl der Tiere, Standort und Nutzungsarzt der Behörde mitteilen. Hier findest Du die gesetzliche Grundlage. Die entsprechenden Amtstierärzte betreuen die Tiere in der jeweiligen Region. Normalerweise sollten die Tiere jährlich geimpft werden und ab einer bestimmten Anzahl von Tieren auch eine Versicherung bei der Tierseuchenkasse abgeschossen werden. Leider hast Du nicht geschrieben, in welcher Region Du wohnst. Die Adresse von den regionalen Veterinärämtern findest Du aber auch im Telefonbuch.
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