Tiere im Garten

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Hühner im Garten – Wichtige Vorbereitungen

Die neuesten Nachrichten über Eier, die mit Dioxin verseucht sind, wirken nicht besonders appetitanregend. So manch einer, der über etwas Gelände verfügt und vielleicht noch kleine Kinder zu Hause hat, denkt bei solchen Nachrichten an die Anschaffung eigener Hühner. Hühnerhaltung ist aber in jedem Fall mit Arbeit verbunden und kostet Zeit. Was man als Anfänger wissen und erledigen sollte, bevor die ersten Hühner kommen, ist im Folgenden kurz zusammengefasst.

Hühner im Garten halten - so gelingt es

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Rechtliche Vorschriften

In den Zeiten der Vogelgrippe sind Vorschriften zur Hühnerhaltung erlassen worden - es besteht hier eine Anzeigepflicht. Der Besitzer muss dafür in einem Meldebogen die Anzahl der Tiere der Behörde mitteilen und erhält dann eine Betriebsnummer.

Dann folgt ein Gebührenbescheid, der etwa 5 Euro Verwaltungsgebühr pro Huhn im Jahr fordert. Die Tiermengen-Meldung muss jedes Jahr erfolgen. Außerdem besteht für Hühner eine Impfpflicht, zur Vorbeugung der Geflügelpest.

Diese führt man viermal im Jahr mit der Zugabe zum Trinkwasser aus. Eine Hühnerhaltung darf nur in Gebieten mit teilweise ländlicher Nutzungserlaubnis erfolgen, in Wohngebieten ist sie grundsätzlich nicht erlaubt.

Es ist auch zu beachten, dass die Hühnerhaltung die Nachbarn nicht stören darf. Dies betrifft sowohl Lärm wie auch Geruch und das Einfliegen von Hühnern in fremde Gärten.

Der Stall

Freilauf

Freilauf im Garten

Für die Hühnerhaltung braucht man einen Stall und ein Freigehege. Die Unterkunft sollte hell, trocken, warm und sauber sein und sich außerdem gut belüften lassen. Für fünf bis sieben Tiere benötigt man einen Stall mit wenigstens vier oder mehr Quadratmetern Platz.

Dieser liegt am besten in der Nähe des Wohnhauses und möglichst weit von den Nachbarn entfernt, da sowohl die Hennen wie auch ein Hahn ziemlichen Lärm machen können.

Im Winter sollte der Stall über eine dickere Schicht Einstreu aus Stroh, Heu, Erde, Mulch oder Sand verfügen, da die Tiere tagsüber gerne im Staub baden, was ein wichtiger Bestandteil ihrer Körperpflege ist.

Außerdem ist das Scharren für sie von erheblicher Bedeutung. Der Stall sollte auch über Sitzstangen verfügen, etwa 20 bis 30 Zentimeter pro Huhn. Im Stall sind Futter- und Wasserautomaten von Vorteil.

Ebenso brauchen die Hühner Nester zum Eierlegen, es eignen sich dafür Europa-Nester sehr gut, das Ei wird bei diesen Nestern gleich nach dem Legen entfernt und es kann immer nur eine Henne zur Zeit das Nest besetzen.

Das Gehege

Hühner brauchen zusätzlich einen Auslauf ins Freie, am besten in den Garten, dafür benötigt man etwa drei Quadratmeter Platz pro Huhn.

Der Auslauf sollte mit einem engmaschigen Zaun umgeben werden und von oben auch mit Maschendraht abgedeckt sein, um eventuell auffliegende Tiere zurückzuhalten und das Eindringen von Raubvögeln zu verhindern.

Der Hahn

Hahn

Lautstark im Garten: krähender Hahn

Die Hühner brauchen streng genommen keinen Hahn, die Hühnerhaltung mit einem Hahn ist jedoch artgerechter. Der Hahn erfüllt soziale Funktionen, er schlichtet bei Streitigkeiten der Hennen und übernimmt auch die Bewachung der Herde.

Vor Greifvögeln warnt der Hahn die Hennen, notfalls stürzt er sich auch mutig in den Kampf. Der Hahn bewirkt insgesamt eine Harmonisierung der Hühnerschar. Auf einen Hahn sollten mindestens sechs Hennen kommen.

Die Hühner

Hühner

Freilaufende Hühner im Garten

Besonders robuste Hühner-Rassen eignen sich gut für Einsteiger, dies sind beispielsweise Sorten wie Sussex, Cochin oder Plymouth Rock. Wichtig ist vor allem die Quelle, über die man die Vögel bezieht.

Optimal ist der Erwerb beim örtlichen Geflügel-Züchterverein, dort ist die Garantie dass die Tiere gesund sind am größten, außerdem hat man auch gleich fachlich versierte Hühnerzüchter in der Nähe, die man im Zweifelsfall um Rat fragen kann.

Wenn die Hühner in guter Verfassung sind, kann ein Huhn etwa fünf bis sieben Eier pro Woche legen, unabhängig davon ob ein Hahn zur Herde gehört oder nicht. Artgerechte Hühnerhaltung erlaubt den Tieren den Auslauf ins Freie, auch wenn es nur im Gehege ist.

Es sollten wenigstens sechs Hennen und ein Hahn beieinander sein um die sozialen Bedürfnisse der Vögel abzudecken, da die Vögel ein starkes Sozialverhalten pflegen.

Fazit:

Hühnerhaltung bedarf gewisser Kenntnisse, die man sich am besten schon vor dem Einzug der Hühner aneignet. Ein Besuch im Geflügel-Züchter Verein kann hier aufschlussreich sein, oder aber man stöbert ein wenig in der Fachliteratur.

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Iris Fehske-Egbers sagt am 17.03.2011 10:11
Angesichts der vielen Auflagen dürfte es für die meisten Menschen schwierig sein, Hühner im eigenen Garten zu halten, selbst wenn sie möchten. Und sei es eben allein schon deshalb, weil man in einem sogenannten "reinen Wohngebiet" wohnt. Ich selbst hätte dabei gerne ein paar Hühner, so wie meine Oma es früher auch hatte. Die Eier, die diese wirklich glücklichen Hühner legten, waren echt immer die besten!

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