Tipps und Tricks

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Irrtümer über den Garten

Jahrelang hat man gedacht, Knoblauch vertreibt Schädlinge - schade nur, dass es nicht stimmt. Weitere Mythen haben wird für Dich überprüft und entlarvt.

Missverständnisse und Irrungen im Garten

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Immer wieder hört oder liest man Tipps und Tricks über das Pflanzen und Pflegen im Garten, über Saatgut und Zwiebeln, über Blumen und Büsche. Dabei stellt sich häufig die Frage, welche dieser Tipps man sich zu Herzen nehmen sollte und welche man getrost vergessen kann.

Wissenswertes über die Kartoffel

Oft wird einem Hobbygärtner, der sein eigenes Gemüse anbauen möchte, der Ratschlag gegeben, einfach Speisekartoffeln zu legen. Möglich ist das natürlich, aber ist es sinnvoll, wegen eines Preisunterschiedes von wenigen Cent ungeprüftes Pflanzgut in den Garten zu legen? Ratsamer ist es tatsächlich, geprüftes, schädlings- und pestizidfreies Saatgut für ein gesundes Wachstum und vor allem eine gesunde Nahrungsaufnahme zu verwenden.

Des Weiteren wird häufig angeraten, große Saatkartoffeln zu teilen. Oder an den ausgetriebenen Kartoffeln nur drei Keime stehen zu lassen und alle weiteren Keime auszubrechen. Auf diese Art schafft man jedoch nur offene Wunden an den Pflanzen und weitläufige Möglichkeiten für Krankheitserreger, in die Wunden einzudringen.

Kleine Märchen und Legenden über den Garten

Lavendel soll angeblich Blattläuse von benachbarten Rosen fernhalten. Schade, dass die Blattläuse das nicht wissen. Auch hat der Lavendel vollkommen andere Bodenansprüche als die Rose.

Um Pfirsichbäume gepflanzter Knoblauch verhindert die Kräuselkrankheit. Ein weiterer Mythos, der sich erfahrungsgemäß als unwahr herausstellte.

Man sagt, Gurken und Tomaten sollten nicht im selben Gewächshaus stehen. Es interessiert weder die Gurken noch die Tomaten, sie gedeihen trotzdem.

Ein weiterer Irrtum besagt, dass Funkien nur im Schatten stehen sollen. Meist jedoch fühlen sie sich im Halbschatten oder gar in einem leicht sonnigen Beet sehr viel wohler.

Rosen sollten niemals in ein bereits vorhandenes Pflanzloch gesetzt werden. Auch dieses Gerücht hält sich hartnäckig, Erfahrungen allerdings zeigen häufig das Gegenteil. Es sollte lediglich gut gedüngt werden.

Knoblauch zwischen den Rosen gepflanzt, hält angeblich den Sternrußtau fern. Ebenfalls eine Legende, die sich nicht bewahrheitet hat.

Petersilie und Estragon soll man nicht nebeneinander pflanzen. Manch unerfahrener Gärtner tut es trotzdem und wird mit prächtigen, schmackhaften Kräutern "bestraft".

Hin und wieder liest man, es täte dem Oleander gut, gelegentlich einen Löffel Essig ins Gießwasser zu geben. Nur leider bekommt dem Oleander das ganz und gar nicht.

Bambus ist angeblich eine pflegeleichte Heckenpflanze. Nur leider bleibt es nicht bei einer Hecke, die extrem schnell wachsende Grasart bildet häufig unterirdische Ausläufer, die sich im ganzen Garten ausbreiten.

Die alten Germanen glaubten sogar, dass der Hauswurz vor Blitzschlag schützen soll.

Ein paar weitere Nutzgartenirrtümer

Lauch oder Zwiebeln und Möhren halten gegenseitig die Möhren- bzw. Zwiebelfliege voneinander fern.

Bohnen und Erbsen in einem Beet nebeneinander gepflanzt vertragen sich nicht.

Ins Beet gesetzter Dill hält die Kohlfliege ab.

Regelmäßige Milchspritzungen helfen gegen die Kräuselkrankheit.

Knoblauch in den Beeten vertreibt Wühlmäuse und Maulwürfe.

Pfirsiche und Pflaumen sollten nicht geschnitten werden.

Die stark duftenden Thymianpflanzen sollen Ameisen fernhalten.

Zitruspflanzen brauchen kalkarmes bzw. kalkfreies Wasser.

Zitrusbäumchen bekommen im Winter Blattfall durch zu wenig Licht.

Zitruspflanzen haben einen hohen Eisenbedarf und brauchen regelmäßig Eisendünger.
Zitruspflanzen können generell nicht im Zimmer gehalten oder in beheizten Räumen überwintert werden.

Die Kaiserkrone vertreibt Wühlmäuse aus dem Garten.

Die Pflanzen mit Kaffee einzusprühen hilft angeblich gegen Schneckenbefall.

Kupferdraht oder Kupfernägel in den Wurzeln oder Stängeln von Tomatenpflanzen schützt sie vor Braunfäule.

Brennnessel-Brühe hilft gegen Blattläuse.

Keine dieser Aussagen ist wirklich zutreffend.

Fazit:

Wie die Menschen auch ist jede Pflanze ein Individuum, jeder Garten auf seine Weise einzigartig. Um herauszufinden, welche Tipps sich im eigenen Garten gut umsetzen lassen und welche eher zu enttäuschenden Ergebnissen führen, kann man nur auf eine Art herausfinden. Man muss es ausprobieren.

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