Schritt für Schritt

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Ein eigenes Baumhaus bauen - mit Hammer und Säge zum Kindertraum

Bei dieser Schritt für Schritt Anleitung kannst Du Dich über alle wichtigen Punkte informieren, die beim Bau eines Baumhauses zu beachten sind.

Schritt für Schritt zum Baumhaus

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Man muss kein erfahrener Handwerker sein, um sich und den Kindern mit einem Baumhaus den Traum von Freiheit und abenteuerlichem Naturerlebnis im eigenen Garten zu ermöglichen. Mit guter Vorbereitung, dem passenden Baum und einer ordentlichen Portion Kreativität lässt sich der Nestbau hoch über dem Erdboden gemeinsam mit der ganzen Familie meistern.

Dieses tolle Freizeitvergnügen schafft für Kids einen neuen Anreiz zum Spielen im Freien, fördert die Fantasie und hilft, den Umgang mit Verantwortung zu erlernen.

Der richtige Baum

Baumhaus am Fluss

Baumhaus an kleinem Bach

Für das neue Traumhaus braucht es zuerst einmal den geeigneten Baum: ausgewachsen, groß, gesund, mit einer tragfähigen Stamm- und ausladenden Aststruktur. Am Besten hat der Kandidat schon mehrere Jahre erfolgreich dem launischen Wetter standgehalten und bietet den entsprechenden Raum für ein Häuschen in der Krone.

Optimal ist eine Anordnung von vier starken Ästen, die rechtwinklig zueinanderstehen. Eine Höhe von einem Meter über der Erde sollte eingehalten werden können. Nur nicht so hoch, dass man sich später Sorgen um den kletternden Nachwuchs macht.

Vorsicht und Sicherheitsrisiko gelten bei morschen Bäumen, die Fäulnis, Risse in den Ästen und Stämmen oder sogar Pilzbefall aufweisen. Ungeeignet sind durch ihre brüchige Natur von Haus aus beispielsweose Pappeln und Robinien.

Findet sich kein entsprechender Baum, bietet sich alternativ eine Konstruktion zwischen mehreren Bäumen oder eine Kombination mit zusätzlichen Pfählen ähnlich einem Jägerstand an. Die Baumstämme von mehreren Bäumen können in diesem Fall als Pfosten dienen oder durch selbsttragende Pfähle ergänzt werden. Durch das angrenzende Grün und zusätzlichen Bewuchs mit Sträuchern lässt sich ebenfalls ein Baumhaus-Feeling zaubern.

Im Baumarkt

In Sachen Baumaterialien für das Häuschen sollte man nicht am Geld sparen. Es empfiehlt sich im Baumarkt auf imprägniertes Holz für die Plattform und die Wände zurückzugreifen, z. B. Lärche, Kiefer, Fichte und Eiche. Eine zusätzliche Lasur und mehrere Farbschichten schützen das Holz vor Witterungseinflüssen und Fäulnis. Euro-Paletten bilden ebenfalls eine sehr stabile Bodenplatte. Du erhältst diese in vielen Geschäften, die ihre Waren auf Paletten beliefert bekommen.

Damit der Baum kein zu schweres Gewicht stemmen muss, sollte das Haus nicht zu groß werden und aus leichtem Material bestehen. Die Hölzer des Rahmens vernagelt man mit passenden Sparrennägeln oder mit Edelstahlschrauben, die nicht rosten. Bei der direkten Befestigung am Baum dagegen schließen sich Schrauben und Nägel aus, da diese dem Baum schaden. Stattdessen können Kunststoffseile, -gurte oder Kokosstricke so umfunktioniert werden, dass die Konstruktion damit zwischen die Äste gehängt wird.

Für ein vielfältigeres Angebot kann man beim Einkauf gleich an die Anschaffung von Kletterseilen, Strickleitern oder einer Schaukel denken.

An die Arbeit

Der erste Schritt der praktischen Ausführung gilt der Plattform, die in den Baum hinein gebaut wird. Hierfür eignen sich Euro-Paletten hervorragend. Mit den Seilen werden diese dann zwischen den Ästen befestigt und das Gewicht gleichmäßig verteilt, möglichst ohne die Rinde zu beschädigen und damit Fäulnis zu riskieren. Die Unterlage von Gummi oder Fils als Schutz zwischen Holz und Baum ist oft ratsam.

Als zweiter Schritt wird ein Gerüst für die Wände errichtet, das aus Bohlen an den Ecken und in gleichmäßigen Abständen dazwischen besteht. Sich überlappende Latten oder Schindeln werden an den Bohlen entlang aufgelegt. Je nach Wunsch Fensteröffnungen einplanen!

Für das Dach als Abschluss werden zuerst Eckstreben angebracht, die sich am Baumstamm befestigen lassen. Eine Unterkonstruktion ermöglicht das Eindecken mit Asphaltschindeln, Teerpappe oder extra dafür vorgesehenem Material.

Zur Sicherheit

Die Sicherheit ist einer der zentralen Punkte für Planung und Ausführung. Es sollte daran gedacht werden, den Vorbau mit einer Brüstung zu versehen und den Boden unter dem Baumhaus mit Rindenmulch abzudecken. Außerdem ist der Abstand des Hauses zu angrenzenden Zweigen wichtig, um Beschädigungen vorzubeugen.

Die Konstruktion muss noch tragfähig sein, wenn Kinder ihre Spielsachen mit ins Haus nehmen und dort ausgelassen mit ihren Freunden toben. Gerade auf die Stabilität der Bodenplatte sollte daher Wert gelegt werden. Im Frühling und Herbst empfiehlt sich darüber hinaus eine generelle Kontrolle des Häuschens: Die Seile dürfen nicht in den Baum einwachsen, Bretter lose oder sogar morsch werden oder Nägel hervorstehen. Den Anstrich des Holzes regelmäßig erneuern.

Unsere Empfehlung: Auf den richtigen Werkzeugkoffer kommt es an!

Fazit:

Bei der richtigen Pflege hält das neue Baumhaus dann eine ganze Kindheit lang und die Erinnerungen an die gemeinschaftliche Entwicklung und Errichtung hoffentlich noch viel länger.

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