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Sonnenuhr im Garten

Sonnenuhren sind, wenn man so will, so alt wie die menschliche Zivilisation. Auch wenn wir heute im Allgemeinen nicht mehr auf sie angewiesen sind, kann sie eine schöne optische Ergänzung in Deinem Garten sein. Möglichst freistehend, etwa auf einer Rasenfläche, wirkt sie visuell am Besten und kann auch ihre Funktionsweise entfalten, denn die Sonnenuhr zeigt am idealen Standort während der gesamten Zeit der Sonneneinstrahlung die Zeit durch den Schattenwurf an.

Die Sonnenuhr - ein originelles Schmuckstück für den Garten

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Welche Modelle gibt es?

Im Allgemeinen werden Sonnenuhren anhand der Lage des Ziffernblattes voneinander unterschieden. Die bekanntesten Modelle sind die Horizontalsonnenuhr, Vertikalsonnenuhr und die Äquatorialsonnenuhr.

  • Horizontalsonnenuhr
  • Die Horizontalsonnenuhr - genauer gesagt das Ziffernblatt - liegt, wie der Name schon vermuten lässt horizontal. Ihr Vorteil ist, dass sie auch die frühen Morgen- bzw. die späten Abendstunden messen kann.

  • Vertikalsonnenuhr
  • Eine Vertikalsonnenuhr findet sich meist an Hauswänden, das Ziffernblatt liegt also vertikal. Die Anzeige der Uhrzeit richtet sich nach der Ausrichtung dieser Sonnenuhr. So gibt sie unterschiedliche Informationen preis, je nachdem ob sie an der Ost-, West-, Süd- der Nordseite des Gebäudes angebracht ist.

  • Äquatorialsonnenuhr
  • Bei dieser Sonnenuhr liegt das Ziffernblatt parallel zur Äquatorebene. Der "Stab" verkäuft parallel zur Erdachse. Je nach Jahreszeit (Unterscheidung Sommer - Winter) kann die Uhrzeit an unterschiedlichen Seiten abgelesen werden. Das hängt mit dem Stand der Sonne zusammen, der sich in den erwähnten Jahreszeiten ändert.

Eine historische Sonnenuhr Marke Eigenbau!

Einige der antiken Zeitvergleiche erregen auch heute noch lebhaftes Interesse - ebenso von Nostalgikern und kreativen Gartengestaltern, wie auch von begeisterten Bastlern und Astrophysikern. Sicherlich sind die unterschiedlichsten Formen auch von unterschiedlicher Genauigkeit. Aber gerade in den letzen Jahrzehnten konnte man immer häufiger eine bestimmte Form als Schmuck in Vorgärten oder auch öffentlichen Parks entdecken: Die sogenannte Äquatorialsonnenuhr.
Bei dieser Sonnenuhr ist das Blatt mit den Ziffern auf gleicher Höhe der Äquatorebene angeordnet und in identische Segmente unterteilt. Hierbei sind für jede Stunde 150 Grad festgelegt. Orthogonal zu der Ziffernebene ist der sogenannte Gnomon (Schattenstab) fixiert, so dass er exakt in die Himmelsnordpolrichtung weist.
Die Äquatorialsonnenuhr bildet eine solide Form, welche sich bereits bei den Römern und damit auch in den von ihrer Kultur geprägten Ländern großer Beliebtheit erfreute. Verschiedene Abarten von Ihnen wurden dann von Schäfern konstruiert, die bei ihrer Tätigkeit in abgelegenen Landstrichen diesen Zeitmesser bei Sonnenaufgang nach 6° ausrichteten.
Aufgrund der relativ einfachen Bauart wird die Äquatorialsonnenuhr deshalb heute gerne zur Dekoration nachgebaut:
In den 80er Jahren sah man sie etwa als Schmuckelemente in Schmiede- oder Baustahlkonstruktionen auf gepflegten Rasenflächen platziert. Üblicherweise waren diese Sonnenuhren aus eher wertvollem Baustoffen wie Kupfer und/oder Messing angefertigt, welche sich gut verarbeiten ließen.
Angesichts des heutigen Trends von Edelstahl bei Briefkästen und Deko-Außenleuchten ist eine Sonnenuhr aus diesem Material erst recht etwas Besonderes.

Eine Äquatorialsonnenuhr kann als extravagantes Schmuckstück für Deinen Garten wie folgt in Eigenregie konstruiert werden:

  1. Für eine mittelgroße Sonnenuhr lässt sich ein 50 Zentimeter großer Kreisdurchmesser aus 40 Millimeter breitem und 2 Millimeter starkem Edelstahl mit einem Rohrbieger oder einer Schablone richten.
  2. Zwei weitere Halbmesser von gleicher Blechstärke und Breite werden ebenso gebogen und gebohrt.
  3. Der erste Halbmesser wird am Kreisdurchmesser mittels zweier Edelstahlnieten vernietet.
  4. Der zweite Halmesser wird jeweils links und rechts nur mit einer Niete noch beweglich vernietet, zum Zweck der Anpassung an den Sonneneinstrahlwinkel.
  5. Eine ca. 10 Millimeter große Bohrung oben und unten im Kreisdurchmesser ist die Führung für eine Alu- oder Edelstahlstange welche den Zeiger (Schattengeber) ergibt.
  6. Die Stange kann an den Enden beliebig mit einer kleinen Kugel, einem Kegel oder anderem verziert werden.
  7. Die so gebildete Halbkugel wird nun im passenden Abstand (abhängig von Größe und Standort) auf ein Stativ geschraubt.
  8. Der Fuß kann aus dem gleichem Edelstahlmaterial gefertigt werden. Zur Füllung bzw. Gewichtserzeugung bietet sich die Nutzung von Beton an.
  9. Der Halbmesser mit den Ziffern wird mittels Gravur mit Zahlen, beispielsweise mit römischen Ziffern, verziert.
  10. Der Vorteil dieser Sonnenuhr ist der flexible Standpunkt. Du solltest den Standort nach dem Platz in Deinem Garten bestimmen lassen, an dem die längste Sonnenscheindauer besteht.

Der neue Zeitmesser wird Freunden und Nachbarn sicher neugierige Blicke entlocken. So kann eine Sonnenuhr zum edlen Schmuckstück für Deinen Garten werden, das Geschichte und Ästhetik vereint und erfreut - besonders im Sonnenschein.

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Sandra sagt am 14.03.2011 19:24
Danach habe ich gesucht. haben solche Sonnenuhren eine bestimmte Lebensdauer? oder spielt das hierbei keine Rolle und sie erfüllen ihren Zweck über Jahre hinweg?
Annika von Gartenwelt.de sagt am 15.03.2011 08:14
Hallo Sandra, Sonnenuhren werden so alt, wie es ihr Material zulässt. Du musst bedenken, dass die Sonnenuhren jeder Witterung ausgesetzt sind. Je nachdem, welches Modell Dir vorschwebt, solltest Du z.B. auf den Gebrauch von rostfreiem Stahl oder länger haltbarem Basaltstein achten.

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18.03.2011
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