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Zitronenmelisse - die beliebte Heil- und Gewürzpflanze

Beheimatet ist die Zitronenmelisse im östlichen Europa, inzwischen ist sie in allen warmen Regionen Europas, in den USA, Mexiko und Teilen von Afrika zu finden, spezielle Arten findet man zudem in Teilen Asiens. Die Verbreitung erfolgte durch Anbau und Verwilderung. Die Melisse gehört botanisch zu der Klasse der zweikeimblättrigen Lippenblütler.
Ihr kommt die ökologisch wichtige Bedeutung zu, Nahrungspflanze für Bienen zu sein, daher ist der Anbau der Pflanze im eigenen Garten ökologisch wertvoll. Melisse wird als Heilkraut und Gewürz verwendet, somit erhält der Gärtner eine lohnende Ernte.

Zitronenmelisse im eigenen Garten

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Anbau und Pflege von Zitronenmelisse

Boden

Melisse ist eine genügsame Pflanze, sie wächst am liebsten auf durchlässigem, humusreichem Boden, welcher feucht und sandig bis lehmig sein kann. Günstig für den Anbau sind zudem windgeschützte Standorte.

Das Kraut braucht Sonne und Wärme, durch das Sonnenlicht steigert sich der Anteil der ätherischen Öle und die Pflanze gedeiht üppig. Sie ist mehrjährig und kann im Winter durch Abdeckung mit Reisig vor Frost geschützt werden.

Die Düngung wird mit leichtem Humus vorgenommen, der Boden darf nur vorsichtig geharkt werden, da die Pflanze Flachwurzeln bildet.

Anbau

Rascher Wuchs und üppiges Gedeihen an geeigneten Standorten zeichnen die Heilpflanze aus, wird sie im Herbst nicht zurückgeschnitten, kann sie regelrecht wuchern. Höhenwachstum bis zu einem Meter und mehr ist möglich.

Die Vermehrung nimmt der Gärtner durch Keimung von Samen und Auspflanzen von Jungpflanzen vor, ebenso kann Wurzelteilung erfolgen. Bei der Anzucht von Samen ist die Vorkeimung in Töpfen, im Gewächshaus oder Frühbeet sinnvoll.

Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt, da das Kraut ein Lichtkeimer ist. Es gibt verschiedene Arten von Melisse, Unterschiede machen sich in der Blatt- und Blütenfarbe und dem Gehalt an ätherischen Ölen bemerkbar.

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Anpflanzen

Die Anzucht dauert etwa 30 Tage, die Stecklinge werden ab Mai im Abstand von 30 Zentimetern ausgebracht. Danach benötigt die Melisse regelmäßige Bewässerung und wenig Düngung mit etwas Humus, gesonderte Düngung ist nicht zu empfehlen.

Zitronenmelisse eignet sich auch sehr gut als Kübelpflanze. Im Juni und im September können die Jungtriebe zurückgeschnitten werden, so wächst die Pflanze buschiger und bleibt niedrig. Im Herbst sollte dann ein Rückschnitt für den Winter vorgenommen werden.

Ernte

Die Blütezeit der Melisse dauert von Juni bis August, in dieser Zeit ist die Anziehungskraft für Bienen stark. Die Pflanze wird aber am besten kurz vor der Blütezeit geerntet, daher sollte der Gärtner freundlicherweise immer einige Pflanzen für die Bienen übrig lassen.

Zur frischen Verwendung können Blätter während des ganzen Sommers gepflückt werden. Die zerriebenen Blätter duften leicht zitronenartig, sie enthalten das ätherische Öl, welches der Hauptwirkstoff der Zitronenmelisse ist.

Geerntet werden als Bestandteile die Blätter der Pflanze, sie werden mit Wasser gereinigt und können dann getrocknet, tiefgefroren oder auf sonstige Art weiterverarbeitet werden.

Melisse als Heilpflanze

Tee aus Zitronenmelisse

Tee aus Zitronenmelisse

Die Blätter der Melisse werden nach der Reinigung sorgfältig und lichtgeschützt getrocknet, danach können sie zur Zubereitung von Tee verwendet werden. In der Naturheilkunde werden auch alkoholische Auszüge und Extrakte aus Zitronenmelisse hergestellt.

Besonders hervorragend ist die beruhigende und krampflösende Wirkung von Melisse. Sie eignet sich zur Einschlafhilfe, besonders hat sich die Kombination mit Baldrian und Hopfen dazu bewährt.

Zitronenmelisse ist nützlich zur Regulierung der Verdauung und wirkt antibakteriell, die Verwendung erstreckt sich daher auch auf die Magen-Darm Behandlung und dient der Kreislaufregulation. Einen Unterschied von Melisse und Zitronenmelisse gibt es nicht, es existieren lediglich zwei Namen für die gleiche Pflanze.

Melisse als Küchenkraut

In der anspruchsvollen Küche wird Zitronenmelisse als Gewürz verwendet, frisch eignet sie sich zur Beigabe an grüne Salate, Kräutersuppen und -soßen und Fruchtsuppen. Auch Fleisch- und Fischgerichte werden durch die Zufügung von frischer, gehackter Zitronenmelisse mit einem leicht zitrusartigen Aroma verfeinert.

Das Einlegen mit sauren Gurken oder die Herstellung von Kräuteressig sind schnelle Methoden, um Melisse zu verarbeiten. Zitronenmelisse kann aber auch einfach gewaschen und abgetrocknet, portioniert und tiefgekühlt werden. So bleibt die Frische der Blätter lange verfügbar.

Fazit:

Zitronenmelisse ist ein vielfach nützliches Gewächs für den Kräutergarten. Als frisches Grünkraut wirkt sich ihr Genuss positiv aus, neben der Wirkung des ätherischen Öls wirken auch Flavonoide und Gerbstoffe. Aufgrund ihrer hohen Bioverfügbarkeit und ihrer Inhaltsstoffe ist sie gesund für Körper und Geist.

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