Pflanzen und Blumen

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Mit Narzissen und Hyazinthen antike Sagengestalten pflanzen

Ihre Blüten, ihr Duft - wir können es kaum erwarten, bis sie nach dem langen grauen Winter endlich den Frühling bringen. Sie können uns aber auch Geschichten längst vergangener Zeiten erzählen…

Der Frühlingsgarten – sagenhaft

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Die Sage von Narziss und Echo…

Die Sage um die Nymphe Echo und den schönen Jüngling Narziss erzählte man sich in verschiedenen Varianten im antiken Griechenland, bei uns bekannt wurde sie durch den römischen Dichter Ovid:

Die Nymphe Echo wurde von Hera bestraft, weil sie diese durch viele Erzählungen davon abhielt, Zeus bei amourösen Abenteuern zu ertappen. Heras Strafe war hart: Echo würde nie wieder selbst reden, sondern fortan nur noch einige Silben dessen wiederholen können, was sie zuvor von ihrem Gegenüber gehört hatte. Traurig und verzweifelt zog sich Echo daraufhin in einen Wald zurück.
Dort begegnete sie eines Tages dem wunderschönen Jüngling Narziss, in den sie sich unsterblich verliebte. Er aber wies sie zurück, weil ihre Reden, die ja nur seine eigenen Worte wiederholten, ihm unheimlich erschienen. Daraufhin versteckte sich Echo voller Kummer in eine Höhle und war bald - bis auf ihre Stimme - zu Stein verwandelt.

Narziss jedoch wurde für seine Hartherzigkeit von der Rachegöttin Nemesis bestraft, die den Wunsch der Nymphe vernommen hatte: "So mag lieben er selbst, so nie das Geliebte besitzen!"
Als er eines schönen Tages tief im Wald ausruhte, erblickte er im silbrig glänzenden Wasser einer Quelle sein Spiegelbild, in das er sich sofort unsterblich verliebte. Schließlich verzweifelte er an der Unerfüllbarkeit seiner Liebe und starb. Statt seines toten Körpers fand man neben der Quelle jedoch eine Blume: „safrangelb, um die Mitte besetzt mit schneeigen Blättern“ - eine Narzisse.

…spielt in unserem Garten

Blühende Narzissen im Frühling


Die uralte tragisch-schöne Sage kann auch einem modernen Garten klassischen Zauber verleihen: eine Gruppe von Narzissen – gepflanzt an einem kleinen Teich, einer Quelle oder ergänzt mit einer Wasserschale - erzählen ohne Worte die Geschichte einer Verwandlung aus Kummer und Liebe. Vielleicht versteckt sich in der Nähe ja sogar eine kleine steinerne Nymphe …

Alternativ könnte auch ein schöner Kieselstein mit einem passenden Zitat aus Ovid (z.B. „ so mag lieben er selbst,…“) zwischen den Narzissen liegen.

Die griechische Sage um Hyazinth…

verläuft für den Hauptdarsteller ebenfalls tragisch, inspirierte aber schon Mozart, der im Alter von 11 Jahren daraus ein Bühnenstück komponierte:

Der Gott Apoll verliebt sich in die schöne Königstochter Melia und schließt Freundschaft mit deren Bruder Hyazinth. Aber auch Zephyrus, ein guter Freund des Hyazinth, ist in Melia verliebt.
Von Eifersucht getrieben wirft Zephyrus einen Diskus auf Hyazinth, trifft ihn tödlich, behauptet aber, Apoll hätte den Diskus geschleudert. (Auf diese Weise hofft er, Melia zurückgewinnen zu können) Der sterbende Hyazinth verrät allerdings den wahren Täter.

Zornig verwandelt Apoll den eifersüchtigen Zephyrus in einen Wind und lässt ihn fortwehen.
Hyazinth hingegen verwandelt er nach dessen Tod in ein Blütenmeer aus leuchtenden Hyazinthen.

…berichtet vom Frühling

Hyazinthe auf der Fensterbank

Hyazinthen als Frühlingsboten


Tragisch aber wunderschön ist dieses Bild: Nach dem Sterben im Herbst, und nachdem sich der Wind verzogen hat, bringen bunte Blüten im Frühjahr das Leben zurück – das können sie auch in unseren Gärten.

Da aber Hyazinthen nicht nur wunderschön aussehen, sondern vor allem betörend duften, sollte man sie bevorzugt an eine Stelle pflanzen, an der man ihren Duft genießen kann – beispielsweise an einen sonnigen und windgeschützten Sitzplatz. (Schließlich hat ein Wind dem antiken Hyazinth auch kein Glück gebracht) Wenn dazu vielleicht sogar Mozarts Musik klingt, ist der dunkle Winter schnell vergessen!

Fazit:

Manche Pflanzen können mehr, als uns nur mit Duft und Blüten zu erfreuen.

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Experten Profil

Christiane Kremer ist Experte für Planung von lebendigen Gärten
Dipl. Ing. Raum- und Umweltplanung Christiane Kremer
aus Kaiserslautern
Experte für Planung von lebendigen Gärten
  • Kreative Ideen für Einzelfragen
  • Harmonische und umweltgerechte Gesamtkonzepte
  • Standortgerechte Pflanzenauswahl
Als freischaffende Gartenplanerin plant Christiane vor allem für Menschen, die ihren Garten in Eigenarbeit neu anlegen wollen und vermittelt zudem ihr Wissen in Kreativkursen. Darüber hinaus übernimmt sie als freie Mitarbeiterin eines Planungsbüros gelegentlich auch städtebauliche Aufgaben.

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